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AP 40 | Politische Bildung in Salzburg

Das JBZ-Arbeitspapier 40 gibt einen Überblick über Politische Bildung in Salzburg an Schulen, in der Jugend- und Frauenarbeit sowie in Erwachsenenbildungseinrichtungen. Zudem hat das AutorInnen-Team von Dagmar Baumgartner, Markus Pausch und Stefan Wally Zielgruppenanalysen und Erhebungen zum Qualitätsniveau von Angeboten der Politischen Bildung durchgeführt. Download

Wie lässt sich die Wirkung von entwicklungspolitischer Bildung erfassen? Präsentation einer deutschen Studie

In Salzburg gibt es ein breites Engagement für Entwicklungszusammenarbeit. Über 60 Initiativen sind auf der Homepage Gofair.Salzburg verzeichnet. Und was sehr erfreulich ist: Das Land Salzburg hat die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit 2019 deutlich erhöht. Es geht aber nicht nur um „Hilfe in den Ländern des Südens“, sondern auch um „Entwicklung für den Norden“. NGOs fördern in diesem Sinne mit Workshops, Vorträgen und Aktionen wie konsumkritischen Spaziergängen die Entwicklung eines Bewusstseins für eine faire Welt. Doch lässt sich die Wirkung solcher Maßnahmen feststellen und messen?

Jean-Marie Krier von KommEnt Salzburg hat mit PartnerInnen eine umfangreiche Studie dazu für Deutschland verfasst. Zentrale Ergebnisse stellte er am 12. März 2019 in der JBZ-Reihe „Projekte des Wandels“ vor. Mit uns diskutierte die für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrätin Andrea Klambauer in dieser gemeinsamen Veranstaltung mit dem Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg und dem Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen. (Titelbild: Referent Jean-Marie Krier mit Moderator Beiratsmitglied Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek.)

Angebote der entwicklungspolitischen Bildung wirken sowohl auf der Ebene des Wissens wie der Einstellungen und Haltungen, doch es gibt keine „unmittelbare Durchgriffslogik von Wissen auf Handeln“, so Studienautor Jean-Marie Krier. Als fördernde Bedingungen nannte er u.a. die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, etwa wenn SchülerInnen bei der Umsetzung eines fairen Schulbuffets mitwirken können, die Freiwilligkeit der Teilnahme, was in Schulen etwa durch modulare Systeme erreicht werden könnte, in denen Freifächer gewählt werden können, sowie durch passende Lernorte. In Deutschland gibt es erste „globale Klassenzimmer“, in denen unterschiedliche Angebote vereint werden. Auch Projekte wie „Fairtrade-Schulen“, „Faire Schulen“ oder „Schulen gegen Rassismus“ können zur Bewusstseinsbildung beitragen.

In der anregenden Diskussion der präsentierten Studienergebnisse mit zahlreichen VertreterInnen entwicklungspolitischer Organisationen in Salzburg wurden u. a. das Verhältnis von Globalem Lernen und Politischer Bildung, die Ermöglichung von Selbstwirksamkeit – ein Beispiel sind die aktuellen Schulstreiks für eine wirksame Klimapolitik – sowie die Rolle der (Neuen) Medien und die Reflexion des Entwicklungsbegriffs angesprochen.

Die demnächst als Buch erscheinende Studie (Waxmann-Verlag) unterscheidet Wirkungen dreier Katergorien: Wirkungen 1. Ordnung: kognitiver Wissenserwerb, Interesse, verändertes Sensibilitätsniveau, Reflexion, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit; Wirkungen 2. Ordnung: Persönliche Haltung / Überzeugung, handlungsleitende Orientierungen;
Wirkungen 3. Ordnung: verändertes Handeln , Breitenwirksamkeit. Zudem wird über unterschiedliche Methoden informiert, wie die Wirkung von Bildungsveranstaltungen gemessen werden kann. Ein Thema, das auch für Salzburg spannend ist, wie wohl auch die Grenzen der Messbarkeit von Wirkung anzuerkennen sind, wie Jean-Marie Krier einräumte.

Text: Hans Holzinger Fotos: Reinhard Geiger/JBZ

LR Andrea Klambauer informierte über die Aktivitäten des Landes Salzburg im Bereich Entwicklungszusammenarbeit und bedankte sich für die Einladung
Amelie Höring, Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats,
Andrea Reitinger von der EZA Salzburg (v. l. n. r.)
Elisabeth Feldbacher, Afro-Asiatisches Institut, Elisabeth Buchner, InterSol
Hans Eder, InterSol, Markus Rosskopf, Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg (v. l. n. r.)
Franz Neumayr, Referat für Integration des Landes Salzburg
Andrea Reitinger, EZA Salzburg; Sonja Schachner, Südwind Salzburg (v. l. n. r.)
Anita Rötzer, Südwind Salzburg, Franz Wasner, Geschäftsführer des Entwicklungspolitschen Beirats, LR Andrea Klambauer (v. l. n. r.)

Nachlese | Wann lernen Gesellschaften und der Beitrag der Bildung?

Bildung ist ein individueller Prozess. Es geht um die Aneignung von Wissen, Fertigkeiten, neuen Werten und Verhaltensweisen. In der Reihe Projekte des Wandels sprachen wir mit Mitgliedern des Salzburger Netzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen“ über die Frage, wann ganze Gesellschaften lernen und welchen Beitrag dazu Bildung leisten kann. Nachzusehen sind die Statements auf JBZ TV. Hier ein Bericht.

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Zukunftswerkstätten gekonnt anleiten | Moderationsausbildung 2021

„Betroffene zu Beteiligten machen“ – so lautet ein vom Zukunftsforscher Robert Jungk geprägtes Motto für demokratische Teilhabe. Gemeinsam mit Norbert Müllert hat er ein Verfahren entwickelt, das die Sichtweisen, Wünsche und Ideen möglichst vieler berücksichtigt: die Zukunftswerkstatt. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) arbeitet seit gut 30 Jahren mit der Methode Zukunftswerkstatt und hat diese – basierend auf zahlreichen Erfahrungen und der Integration neuer Elemente – laufend erweitert.

Nun laden wir herzlich zur mittlerweile zweiten Ausbildung zur Moderation von Zukunftswerkstätten ein – derzeit die einzige im deutschen Sprachraum.

Dauer: 17. Sept. 2021 16.00-20.00 Uhr | 18. Sept. 2021 9.00-18.00 Uhr
1. Okt. 2021 16.00-20.00 Uhr | 2. Okt. 2021 9.00-18.00 Uhr

Anmeldung

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