Grundlagenforschung im Geiste von Robert Jungk

Als Autor, Wissenschaftsjournalist und Zukunftsforscher hat Robert Jungk (geboren 1913 in Berlin, verstorben 1994 in Salzburg) ein umfangreiches geistiges Vermächtnis hinterlassen. Seine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen wie auch ökologischen Fragen der Zukunft und seine Vorschläge zu deren nachhaltiger Lösung bleiben nicht nur in seinen zahlreichen Publikationen dokumentiert, sondern werden in der von ihm 1986 in Salzburg begründeten Robert-Jungk-Stiftung/Internationale Bibliothek für Zukunftsfragen weitergeführt und in internationalen Kontext getragen.

Im Fokus der Tätigkeiten der JBZ als Informations- und Dialogzentrum für nachhaltige Zukunftsgestaltung bleibt der Leitgedanke Jungks: Zukunft ist ein partizipativer Prozess – und jeder Mensch ein potentieller Experte für Zukunftsfragen. Der Gedanke „Betroffene zu Beteiligten zu machen“ liegt auch der von Jungk initiierten und von der JBZ weitergeführten Methode der Zukunftswerkstatt zugrunde, in denen Menschen gemeinsam konkrete Problemlösungen im Hinblick auf die mögliche und vor allem gewünschte Gestaltung von Zukunft erarbeiten. Neben der Moderation von Zukunftswerkstätten umfassen die Arbeitsfelder der JBZ den Betrieb der Bibliothek mit mehr als 16.000 Titeln, etwa 100 Zeitschriften und der eigenen vierteljährlichen Publikation „ProZukunft“, die Erstellung von Expertisen und Studien, sowie die Durchführung von Recherchen und Veranstaltungen.

Die Robert-Jungk-StipendiatInnen bringen sich in diese Arbeit in der Regel sehr aktiv ein.