All posts by Hans Holzinger

Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, 2010-2014 Lehrauftrag an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Autor und Vortragender, zuletzt erschienen: "Neuer Wohlstand. Leben und Wirtschaften auf einem begrenzten Planeten" (2012); "Sonne statt Atom. Robert Jungk und die Debatten über die Zukunft der Energieversorgung seit den 1950er-Jahren" (2013). Forschungsschwerpunkte: Zukunft der Arbeit und sozialen Sicherung, globaler Ausgleich, neue Wohlstandbilder. Mitglied u.a. von Attac, Gemeinwohlökonomie,Global Marshall Plan Initiative, Südwind, Amnesty International.

MA 39 | Paroli den Parolen | MethodenAkademie mit Hans Peter Graß | 18.1.19

Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die an Stammtischen, im öffentlichen Raum genauso geäußert werden wie im familiären Rahmen und im Freundeskreis? Doch was ist ihnen entgegenzusetzen?

Ziele des Workshops

In diesem Workshop geht es darum, die eigene persönliche Reaktion wie auch die Hintergründe des jeweiligen Gegenübers zu deuten und zu reflektieren. Dieser ganzheitliche Zugnag beugt Polarisierungen in Gut und Böse vor und lässt auch Platz für Humor, Spontaneität und überraschende Koalitionen.

Referent: Hans Peter Graß MA, GF des Friedensbüros Salzburg, diplomierter Erwachsenenbildner, Absolvent des Masterlehrgangs „Global Citizenship Education“.

Anmeldung & Preise

Meschenrechte und Demokratie – ein Zwillingspaar? | Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL

Brauchen die Menschenrechte Demokratie? Ist Demokratie Voraussetzung für die Umsetzung von Menschenrechten? Oder ist Demokrtaie das grundelegende Menschenrecht? Diese und weitere Fragen waren Thema eines Workshops bei der Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL mit Gudrun Rabussay-Schwald von amnesty international und dem Schweizer Politikwissenschaftler Andreas Gross.

„Jeder Staatsbürger hat das Recht und die Möglichkeit, …. a) an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter teilzunehmen; b) bei echten, wiederkehrenden, allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen, bei denen die freie Äußerung des Wählerwillens gewährleistet ist, zu wählen und gewählt zu werden; c)unter allgemeinen Gesichtspunkten der Gleichheit zu öffentlichen Ämtern seines Landes Zugang zu haben.“ So steht es im Internationalen Pakt für Bürgerliche und Politische Rechte.

„Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit stellen die grundlegenden Spielregeln und das Wertegerüst einer Demokratie dar“ –  damit verwies Gudrun Rabussay-Schwald, Juristin und Bildungsexpertin bei amnesty international Österreich auf die notwendige Verknüpfung beider Bereiche. Laut Wiener Erklärung der Menschenrechte 1993 seien Demokratie, Entwicklung und Menschenrechte interdependente, sich wechselseitig verstärkende Konzepte.

„Partizipation und Freiheitsrechte benötigen demokratische Strukturen um verwirklicht werdenzu können. Aber das bedeutet nicht, dass in einer (pluralistischen) Demokratie Menschenrechte automatisch verwirklicht werden bzw. Menschenrechte nicht täglich neu errungen werden müssen“, so Rabussay-Schwald. Die Expertin zeigte an Beispielen von amnnesty international, dass nicht nur die Menschenrechte in vielen Ländern verletzt werden, sondern auch die Menschenrechtsarbeit einer zunehmeden Diffamierung ausgesetzt ist. 

Demokratie und Menschenrechte – ein Zwillingspaar? Workshop bei der Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Demokratie ist ein Menschenrecht

„Die Demokratie ist ein Menschenrecht. Denn ein fremdbestimmtes Leben ist ein unwürdiges Leben. Andere Menschenrechte sind gleichsam Voraussetzungen der Demokratie. Beide erst ermöglichen Freiheit“, so der Politikwissenschaftler Andreas Gross, der 10 Thesen zum Verhältnis von Demokratie und Menschenrechten zur Diskussion stellte. 

Angesichts der einseitigen Globalisierung habe der Nationalstaat an Autonomie verloren. Die nationale Demokratie könne die wirtschaftlichen Märkte heute nicht mehr zivilisieren. Im Gegenteil: „Heute beschränken die Märkte die nationalen Demokratien; letztere sind zum Objekt der ersteren geworden. Das Primat der Politik hat ihr Ende erreicht.“ Gross plädierte in diesem Sinne für eine transnationale Demokratisierung – ein demokratisiertes Europa wäre ein erster wichtiger Schritt dazu.

In der enagagiert geführten Diskussion mit den mehr als 25 Teilnehmenden wurden Aspekte wie die Notwendigkeit von Engagement für Demokratie und Menschenrechten, deren Voraussetzungen etwa durch genügend Zeit für alle BürgerInnen sowie die Ausweitung direktdemokratischer Elemente in den Verfassungen erörtert.

Zentrale Thesen aller Workshops

„Zukunftsherausforderungen müssen kooperativ angegangen werden“ | PA zur Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL

230 Interessierte waren der Einladung zur Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Rahmen von Stille Nacht 2018 gefolgt.  Die Grundaussage der Vorträge und Workshops: Die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung, gewaltfreie Konfliktlösung, Umsetzung der Menschenrechte, Umgang mit Flucht und
Migration können nur mehr transnational angegangen werden. Besonders hervorgehoben wurde auch die Bedeutung von Bildung. Read more…