Category Archives: PW Rückblicke

„Zeitpolster“ – Ein spannender Infoabend in der JBZ mit konkreten Folgen

Gernot Jochum-Müller gilt in Vorarlberg als sozialer Innovator. Die von ihm gegründete Genossenschaft Allmenda hat nicht nur die landesweit gültige Zweitwährung „VTaler“ umgesetzt, sondern unterstützt auch Projekte wie Bürgerkraftwerke und war Heimat des inzwischen eigenständigen Caruso Carshing. Eines der Projekte ist „Zeitpolster“, das 2017 mit einem österreichischen Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Dieses stellte Jochum-Müller am 7. Oktober 2019 in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in der Reihe „Projekte des Wandels“ vor. Mit dem Erfolg, dass es nun auch in Salzburg eine Interessensgruppe dazu gibt.

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„Regionale Menschenrechtsarbeit in Salzburg“ | Josef Mautner im Gespräch

In der siebten Gesprächsrunde „Wie Betroffene zu Beteiligten wurden“ war Josef Mautner, langjähriger Sprecher der Salzburger Plattform für Menschenrechte, zu Gast. Er berichtete über die Aktivitäten der Plattform, die Etablierung Salzburgs als Menschenrechtsstadt, dem Umgang mit dem Thema „Notreisende“ u. a. mehr. Verwiesen sei auf das von Josef Mautner herausgegebene Buch „Regionale Menschenrechtspraxis“, das im Mandelbaum-Verlag erschienen ist.

Die Ergebnisse der Gesprächsreihe fließen in ein Forschungsprojekt der JBZ über die Anfänge der Zivilgesellschaft in Salzburg ein. Das nächste Gespräch findet am 9. Oktober, 17 Uhr, mit Peter Haibach über Verkehrsinitiativen in Salzburg statt.

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Die Anfänge der freien Kulturszene sowie der Frauenbewegung in Salzburg

Bernhard Handlbauer war eine zentrale Figur in der Arge Rainberg-Bewegung, die in den 1980er-Jahren ein autonomes Kulturzentrum für Salzburg forderte. Am 12. Juni 2019 war Handlbauer zu Gast in der JBZ-Reihe „Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden“. Er schilderte, wie mit kreativen Protesten – etwa bunten Demos bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele – die damalige Kulturförderpolitik von Stadt und Salzburg kritisiert („Zentrierung auf Hochkultur“) und ein Zentrum für die freie Kulturszene gefordert wurde. Die Proteste hatten Erfolg: Das gewünschte Areal eines aufgelassenen Gewerbegebiets am Rainberg wurde zwar nicht genehmigt, Stadt und Land Salzburg einigten sich jedoch auf ein anderes Areal im Stadtteil Nonntal, an dem ein „Kulturgelände“ unter tatkräftiger Mithilfe der einziehenden Gruppen errichtet wurde – der Vorgänge der heutigen „ARGEkultur Salzburg“.

Am 26. Juni 2019 war Dagmar Stranzinger zu Gast, die langjährige Leiterin des Frauenbüros Salzburg. Sie schilderte die Anfänge der Frauenbewegung in Salzburg. Ausführlichere Berichte sowie Mitschnitte der Gespräche gibt es demnächst auf unserer Homepage. In der Radiofabrik Salzburg erscheinen Reportagen zu den einzelnen Gesprächen.