Category Archives: In Memoriam Robert Jungk

Robert Jungk und Hiroshima. Neue Dokumente über Leben und Überleben nach der Bombe. | Ein Beitrag der Redakteurin Judith Brandner

Judith Brandner hat als ORF-Journalistin in mehreren Features die Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki thematisiert. Robert Jungks Engagement spielte darin eine wesentliche Rolle. Nun berichtet sie über einen „sensationellen Fund“. Keiko Ogura, die Frau jenes Mannes, der Robert Jungk in der Arbeit zu seinem Buch „Strahlen aus der Asche“ wesentlich unterstützt hatte, entdeckte beim Aufräumen ihrer Wohnung „500 Seiten Briefe“, die ihr verstorbener Mann Kaouro Ogura in den 1950er-Jahren an Robert Jungk geschrieben hatte. Wir danken Judith Brandner herzlich für den folgenden Bericht. Read more…

Heute 104. Geburtstag von Robert Jungk | Rowohlt legte seine Bücher neu auf

Robert Jungk ist am 11. Mai 1913 in Berlin geboren. Heute erinnern wir an seinen 104. Geburtstag. Die Robert-Jungk-Bibliothek setzt sich im Sinne ihres Gründers für eine nachhaltige und friedliche Welt ein und trägt dazu mit kritischer Zukunftsforschung, Veranstaltungen, Publikationen und Zukunftswerkstätten bei.

Besonders freut uns, dass der Rowohlt-Verlag Jungks Klassiker wie „Heller als tausend Sonnen“, „Die Zukunft hat schon begonnen“ und „Der Atom-Staat“ wieder neu aufgelegt. Erhältlich sind die Werke als Taschenbücher und e-books. Read more…

Es lohnt.

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Bei C.H. Beck sind nun die Briefe zwischen Hannah Arendt und Günther Anders aus den Jahren 1939 bis 1975 veröffentlicht worden. Anders und Robert Jungk standen sich nahe. 1958 schreibt Anders an Arendt: „Eben brachte mich Rob. Jungk an die Bahn. Er wird sich drei Wochen in den USA aufhalten. Wenn du ihn ergattern kannst, versuch´s. Es lohnt. Wir sind Freunde.“ (S. 70)

Jungk über Anders nach dem ersten Treffen: „Nicht nur verband uns ein ähnliches Schicksal, sondern auch eine ähnliche widerspenstige Haltung gegenüber Parteien und Institutionen. Zwei Einzelgänger hatten sich getroffen und konnten sich gegenseitig verstärken. Dabei gab es nie auch nur einen Moment lang das Gefühl der Konkurrenz, weil wir auf ganz verschiedenem Niveau dachten und schrieben. Was ich erlebte und berichtete, konnte Günther mit seiner überlegenen Fähigkeit der Analyse und seinem erstaunlichen sprachlichen Können in gültige philosophische Erkenntnisse verwandeln. So hat er durch mich entscheidende Anstöße für sein großes Werk erhalten. Eine Tatsache, die wenig bekannt ist oder absichtlich übersehen wird.“ (Jungk, Trotzdem, S. 332f)