Category Archives: In Memoriam Robert Jungk

Heute 104. Geburtstag von Robert Jungk | Rowohlt legte seine Bücher neu auf

Robert Jungk ist am 11. Mai 1913 in Berlin geboren. Heute erinnern wir an seinen 104. Geburtstag. Die Robert-Jungk-Bibliothek setzt sich im Sinne ihres Gründers für eine nachhaltige und friedliche Welt ein und trägt dazu mit kritischer Zukunftsforschung, Veranstaltungen, Publikationen und Zukunftswerkstätten bei.

Besonders freut uns, dass der Rowohlt-Verlag Jungks Klassiker wie „Heller als tausend Sonnen“, „Die Zukunft hat schon begonnen“ und „Der Atom-Staat“ wieder neu aufgelegt. Erhältlich sind die Werke als Taschenbücher und e-books. Read more…

Es lohnt.

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Bei C.H. Beck sind nun die Briefe zwischen Hannah Arendt und Günther Anders aus den Jahren 1939 bis 1975 veröffentlicht worden. Anders und Robert Jungk standen sich nahe. 1958 schreibt Anders an Arendt: „Eben brachte mich Rob. Jungk an die Bahn. Er wird sich drei Wochen in den USA aufhalten. Wenn du ihn ergattern kannst, versuch´s. Es lohnt. Wir sind Freunde.“ (S. 70)

Jungk über Anders nach dem ersten Treffen: „Nicht nur verband uns ein ähnliches Schicksal, sondern auch eine ähnliche widerspenstige Haltung gegenüber Parteien und Institutionen. Zwei Einzelgänger hatten sich getroffen und konnten sich gegenseitig verstärken. Dabei gab es nie auch nur einen Moment lang das Gefühl der Konkurrenz, weil wir auf ganz verschiedenem Niveau dachten und schrieben. Was ich erlebte und berichtete, konnte Günther mit seiner überlegenen Fähigkeit der Analyse und seinem erstaunlichen sprachlichen Können in gültige philosophische Erkenntnisse verwandeln. So hat er durch mich entscheidende Anstöße für sein großes Werk erhalten. Eine Tatsache, die wenig bekannt ist oder absichtlich übersehen wird.“ (Jungk, Trotzdem, S. 332f)

 

Grenzenloses Traumland

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Birgit Lahann hat im Dietz-Verlag eine neue Biographie von Peter Weiss vorgelegt. Im Stil einer Reportage zeichnet sie das Leben des Autors unter dem Titel „Der heimatlose Weltbürger“ nach. Weiss ist der Autor des Romans „Die Ästhetik des Widerstandes“, eines der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts.

Lahann erzählt auch über die enge Beziehung zwischen Peter Weiss und Robert Jungk. Beide hatten Deutschland verlassen und lebten 1937 in Prag. Weiss und Jungk hatten sich in der Pause eines Konzertes in Prag kennen gelernt. „Als sie nach dem Konzert durch die nächtlichen Straßen laufen, erklärt Peter Weiss ihm, was die Musik, die sie gerade eben gehört haben, für Bilder in ihm auslöste. Und damit zieht er auch Jungk in dieses grenzenlose Traumland.“ (S. 52)

Bis kurz vor seinem Tod 1982 hielt der Kontakt zwischen Jungk und Weiss. Vor wenigen Monaten wäre Weiss 100 Jahre alt geworden.