Category Archives: In Memoriam Robert Jungk

„1000 Kraniche“ | Musiktheater anlässlich „75 Jahre Hiroshima“ | Robert Jungks „Strahlen aus der Asche“ neu aufgelegt | JBZ-Buch „Sonne statt Atom“ informiert über die Geschichte der Bombe

Die japanischen Götter erfüllen jedem und jeder einen Wunsch, der oder die 1000 Kraniche aus Papier faltet. – Vor 75 Jahren, am 6. August 1945, ließen die Amerikaner eine Atombombe auf Japan fallen. In Hiroshima lebte das Mädchen Sadako Sasaki und erkrankte infolge der Verstrahlung an Leukämie. Sie faltete Kraniche und wünschte sich so sehr, die Krankheit zu überwinden. Aus Briefen, Dokumenten, Bildern und Berichten von Zeitzeugen entstand unter der Regie von Sybrand van der Werf  Rainer O. Brinkmann Dramaturgie ein packendes neues Stück Musiktheater.

Am 9., 15., 23. und 30. August in der Großen Universitätsaula, 15 – 16 Uhr. Im Rahmen von 100 Jahre Salzburger Festspiele. mehr

Robert Jungks „Strahlen aus der Asche“ wurde 2019 bei Rowohlt neu aufgelegt.

Mehr zur Geschichte der Atombombe sowie der Atomenergienutzung findet sich im Band „Sonne statt Atom. Robert-Jungk und die Debatten über die Zukunft der Energieversorgung seit den 1950er-Jahren bis heute“ von JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger. Mit einem Ausblick auf die Energieversorgung im 21. Jahrhundert sowie einer Zeittafel zu „Atom“.

ORF-Beiträge von JBZ-Gastautorin Judith Brandner zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Die Journalistin und Japanologin Judith Brandner hat 2019 gemeinsam mit der JBZ das Arbeitspapier „Strahlen aus der Asche. Die Briefe von Kaoru Ogura an Robert Jungk“ verfasst. Zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sendet der ORF mehrere Beiträge von und mit der Autorin, auf die wir gerne hinweisen:

31.7., Universum History, ORF2: Das Inferno von Hiroshima – Als die Bombe fiel. 

31.7. : Atombombenopfer als Forschungsobjekt

02.08., 20 Uhr 15, Tonspuren Ö1: Das schwarze Gewissen – ein Porträt des Literaturnobelpreisträgers Oe Kenzaburo 

3.8. – 6.8., jeweils 09:05 Uhr, Ö1-Radiokolleg: Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki 

6.8., 21 Uhr, Im Gespräch – Ö1: Die Journalistin und Japanexpertin Judith Brandner im Gespräch mit Birgit Dalheimer 

7.8., 16 Uhr 05, Im Gespräch – Ö1: Die Japanologin u. Genderforscherin Ingrid Getreuer-Kargl im Gespräch mit Judith Brandner 

„Robert Jungk würde heute mit Fridays for Future demonstrieren“ | Zu seinem 26. Todestag

Am 14. Juli 1994 ist der Zukunftsdenker und Aktivist der Friedens-, Antiatom- und Umweltbewegung Robert Jungk im Alter von 81 Jahren verstorben. Dass der Todestag zugleich der Tag der französischen Revolution ist, trifft wohl gut. Zeit seines Lebens hat sich Jungk für „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ eingesetzt. In seiner Streitschrift „Projekt Ermutigung“ bezieht er sich direkt auf die Aufklärung und die Werte der französischen Revolution. „Würde Jungk heute noch leben, würde er wohl gemeinsam mit Fridays for Future für einen ernsthaften Klimaschutz demonstrieren. Er würde sich für die Abrüstung aller Armeen und die Ausrufung von Ministerien für Frieden einsetzen, wie dies eine Initiative in Deutschland gerade fordert. Er würde die dramatische Ungleichheit in der Welt anprangern und sich für die Entrechteten einsetzen. Und er würde vorschlagen, in tausenden Zukunftswerkstätten die Menschen zu fragen, wie sie die Zukunft gestalten würden“, so Hans Holzinger, ein früher Mitstreiter des Zukunftsdenkers, der seit 1992 in Jungks „Bibliothek für Zukunftsfragen“ aktiv ist.

Robert Jungk gemeinsam mit dem Gründer des Right Livelihood Award Jakob von Uexküll in “seiner” 1986 eröffneten Bibliothek für Zukunftsfragen (Foto: JBZ-Archiv)

Die von Jungk 1986 mit Unterstützung von Stadt und Land Salzburg gegründete „Bibliothek für Zukunftsfragen“ versteht sich als Ort, an dem Zukunftswissen gesammelt und analysiert wird – und an dem über mögliche, wahrscheinliche und wünschbare Zukünfte diskutiert wird. In den Veranstaltungsreihen „Montagsrunden“, „Zukunftsbuch“ und „Projekte des Wandels“ werden aktuelle Themen zur Diskussion gestellt. Die Bücherdatenbank „proZukunft“, das gleichnamige „Buchmagazin über zukunftsweisende Debatten“ sowie die Reihe der „JBZ-Arbeitspapiere“ mit mittlerweile 50 Studien informieren über zukunftsrelevante Diskurse. 2014 übersiedelte die „Zukunftsbibliothek“ von der Imbergstraße 2, wo Robert Jungk im Dachgeschoß Arbeitsräume hatte, ins Stadtwerke-Areal,  Strubergasse 18. Mit übersiedelt werden konnte der „Robert-Jungk-Platz“, der nun am neuen „Haus für Bildung und Kultur“ situiert ist.

Nu aufgelegt im Rowohlt-Verlag, 2020.

Besonders freuen wir uns, dass der Rowohlt-Verlag fünf Bücher von Robert Jungk neu aufgelegt hat: „Die Zukunft hat schon begonnen“, „Strahlen aus der Asche“, „Heller als tausend Sonnen“, „Der Atomstaat“ und „Der Jahrtausendmensch“.

Links:
Wer war Robert Jungk?
Who was Robert Jungk?
Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Titelbild: Lillian Birnbaum

Robert Jungk zitiert in „Die Zeit“ und „Frankfurter Rundschau“

„In den Lehrplänen ist derzeit kaum Platz für das Entwerfen von Zukunftsbildern. Neue Ansätze gäbe es aber genug, wie auch das in Italien geplante neue Schulfach Klimakunde zeigt,“ so Stefan Brandt, Direktor des Futurium Berlin, in DIE ZEIT vom 19. Mai. 2020. Der Corona-Einschnitt sollte deshalb genutzt werden, um Schulen mehr als bisher zu Orten der Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen zu machen. Brandt zitiert abschließend Robert Jungk, der schon vor über 30 Jahren schrieb: „Nur wer die Zukunft im Voraus erfindet, kann hoffen, sie wirksam zu beeinflussen.“ Arno Widmann stellte in der Frankfurter Rundschau vom 24. Mai 2020 die Rowohlt-Neuauflage von Robert Jungks „Heller als tausend Sonnen“ und meinte: „Aktueller denn je“. „Heller als tausend Sonnen“ wurde zum Signum des Atomzeitalters, so der Rezensent.

Aus aktuellem Anlass | Robert Jungk bei der Präsentation seiner Autobiografie am Earth Day 1993

Dieses Foto zeigt Robert-Jungk bei der Präsentation seiner Autobiografie „Trotzdem. Mein Leben für die Zukunft“ am Earth Day 1993. Aufgenommen wurde es von dem Fotografen Delmar Mavignier. Anlässlich des heutigen Earth Day erinnern wir an das Wirken und Engagement unseres Gründers. Sein Lebenswerk ist beeindruckend, seine Autobiografie noch immer spannend zu lesen. Der Rowohlt-Verlag hat vier Bücher von Jungk neu aufgelegt: „Der Jahrtausendmensch“, „Die Zukunft hat schon begonnen“, „Der Atom-Staat“ und „Heller als tausend Sonnen“, das mit einem neuen Vorwort von Robert Habeck verfügbar ist.

161 Veranstaltungen mit über 6.200 BesucherInnen | JBZ-Tätigkeitsbericht 2019

161 Veranstaltungen mit über 6.200 BesucherInnen zählt der Tätigkeitsbericht 2019 der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen. Ob in „Montagsrunden“, in den Reihen „Zukunftsbuch“ und „Projekte des Wandels“, in Zukunftswerkstätten und MethodenAkademie-Workshops, in Kooperationsveranstaltungen oder in Vorträgen von JBZ-MitarbeiterInnen – im Berichtszeitraum konnte eine Vielzahl an Zukunftsthemen angesprochen werden. Die Bibliothek umfasst mittlerweile an die 18.000 Bücher, auf die Online-Datenbank mit mittlerweile über 5.000 Buchbeschreibungen wurde über 200.000 Mal zugegriffen, auf die Homepage knapp 50.000 Mal. Mehr finden Sie im umfangreichen Tätigkeitsbericht. Download

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