Category Archives: JBZ Montagsrunden

MR 146 | online am 27.4.2020 | Nietzsches langer Schatten. Eine Spurensuche in Kultur und Politik

Nietzsche ist tot – und das seit nunmehr bald 120 Jahren. Doch wie sieht es mit seinen Ideen aus? Immerhin werden, wie er selbst meinte, manche erst „posthum geboren“. Und in der Tat ist seine Wirkungsgeschichte höchst vielfältig. Als Kritiker der modernen Großerzählungen, als Verkünder von Mythen wie jenem der „ewigen Wiederkunft“ und als Verbreiter „verbotenen Wissens“ hat Nietzsche die Philosophie und Kunst gleichermaßen beeinflusst. Auch politische Bewegungen ließen sich von ihm inspirieren. Dass er dabei immer wieder missverstanden und für ideologische Zwecke missbraucht wurde, hat seinen Ruf bei vielen nachhaltig beschädigt. In der Postmoderne jedoch, deren Ahnherr er ist, ist sein polarisierendes Denken wieder neu aufgegriffen worden. In trivialer Form geistert Nietzsche mittlerweile sogar durch die Populärkultur. Eine ernsthaftere Auseinandersetzung mit ihm aber muss sich vor allem einem Befund stellen: Viele der Fragen, die sich in heutigen Gesellschaften aufdrängen, ähneln den Fragen, mit denen sich schon Nietzsche beschäftigt hat. In einer Zeit, in der über das „Postfaktische“, über Populismus, Trump und „politische Korrektheit“ diskutiert wird, wirft Nietzsche einen längeren Schatten, als viele meinen. Es gilt zu ergründen, was er uns posthum zu sagen hat.

 146. JBZ-Montagsrunde: „Nietzsches langer Schatten. Eine Spurensuche in Kultur und Politik“ Impuls: Mario Wintersteiger (Politikwissenschaftler, Salzburg). Montag, 27. April 2020, 19.30 Uhr. Ort des Vortrages: Homepage der JBZ (www.jungk-bibliothek.org). Anschließende Diskussion um 20.15 Uhr: ZOOM (Zur Veranstaltung auf ZOOM kommt man mittels eines Links, der an alle Angemeldeten einige Zeit vor der Veranstaltung verschickt wird.)

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

Resonanz als Strategie gegen den Wachstumszwang | Fritz Reheis in der 142. Montagsrunde

„Seit ich auf der Welt bin, hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht, der CO2-Ausstoß verfünffacht und unser Konsum verzehnfacht. Das kann nicht auf die Dauer gut gehen.“ So der Bamberger Erziehungswissenschaftler und Nachhaltigkeitsexperte Fritz Reheis, Jahrgang 1949, in der 142. Montagsrunde am 17. Februar 2019 in der JBZ. Das Problem sei freilich weniger die Zahl der Menschen, sondern die Ansprüche, die jene im wohlhabenden Teil der Welt stellen.

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WIRD DIGITAL ERSETZT | MR 144 | Künstliche Intelligenz 2030 | 16.3.2020

Wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen wird diese Montagsrunde nicht stattfinden sondern durch eine digitalen Vortrag ersetzt. Wann dieser Vortrag online zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. Er wird nun nicht am Montag in Salzburg aufgenommen, da das Hotel unserem Vortragenden die Unterkunft storniert hat.

Die Zukunft steht nicht fest. Zukunftsforschung arbeitet daher gerne mit plausiblen Szenarien. Klaus Burmeister ist einer der wichtigsten Zukunftsforscher des deutschsprachigen Raumes. Gemeinsam mit einem Team hat er für das anerkannte Fraunhofer-Institut und gefördert vom deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung sechs Szenarien durchgedacht, wie der Einsatz künstlicher Intelligenz unsere Arbeitswelt bis 2030 verändern wird. In der JBZ wird er die Ergebnisse der Studie erstmals in Österreich vorstellen. 

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MR 145 | Kürzer arbeiten für eine bessere Umwelt?| 6.4.2020

Klimawandel, steigende soziale Ungleichheit und Wachstumsgrenzen stellen unsere Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Kürzere Arbeitszeiten werden dabei in letzter Zeit immer wieder als Möglichkeit für mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Stefanie Gerold von der TU Berlin hat sich diesem Thema gewidmet und stellt einige Thesen zur Diskussion. Sie zeigt auf, unter welchen Rahmenbedingungen eine Arbeitszeitverkürzung zu einer ökologischen Entlastung führt und gleichzeitig das Wohlbefinden von Menschen steigert. Anhand von Beispielen aus österreichischen Betrieben wird veranschaulicht, wie Arbeitszeitverkürzung in der Praxis aussehen kann.

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Autoritäre Einstellungen in Salzburg | Präsentation von Studie bei der 141. Montagsrunde

Professor Dr. Wolfgang Aschauer hat sich 2017 erstmals mit Studierenden ein Semester lang mit autoritären Einstellungen in Salzburg beschäftigt. In Zusammenarbeit mit der Robert-Jungk-Bibliothek und dem Institut für Grundlagenforschung wurde erforscht, in welchem Ausmaß in Salzburg autoritäre Einstellungen präsent sind und welche Bedrohungswahrnehmungen und Reaktionsweisen in einzelnen gesellschaftlichen Milieus auftreten. 2019 hat er weitgehend die gleichen Fragen erneut aufgegriffen und gestellt. In einem umfangreichen Sample wurden mehr als 500 Salzburgerinnen und Salzburger befragt. Die Ergebnisse präsentierte Aschauer am 27. Jänner 2020 gemeinsam mit Janine Hainz in der 141. Montagsrunde.

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