Category Archives: Rückblicke Zukunftsbuch

„Globale Ungleichheit nimmt weiter zu“ | Zukuftsbuch mit der Entwicklungssoziologin Karin Fischer

Zahlen belegen es deutlich: Die Kluft zwischen Nord und Süd konnte trotz hehrer Ziele in den letzten Jahrzehtnen kaum verringert werden, jene zwischen Vermögenden und Normalverdienenden steigt rasant an. Dies trifft auch die unteren Einkommensschichten in den reichen Staaten.

Warum das so ist, welche Theorien es für Ungleichheit und die „Great Divergence“ gibt und welche Wege zu mehr Gleichheit zu beschreiten wären – das ist Thema des Buches „Globale Ungleichheit“, das 2019 im Mandelbaum-Verlag erschienen ist. Am 5. Dezember 2019 war eine der Herausgeberinnen, Karin Fischer von der Kepler Universität Linz, zu Gast in der 51. Ausgabe der Reihe JBZ-Zukunftsbuch.

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„Anders wirtschaften. Fünf konkrete Vorschläge“ | JBZ-Vortrag zum Nachhören

Am 22. Juli 2019 war der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Kessler in der 50.Ausgabe von JBZ-Zukunftsbuch mit seiner Streitschrift „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern“ zu Gast. Matthias Reichl von Radio Salzkammergut hat den Vortrag aufgezeichnet, Maria Reichl diesen bearbeitet und zum Nachhören auf die Datenbank der Freien Radios gestellt. Besten Dank! Hier geht es zum Download.

„Segelboot- statt Tankerwirtschaft“ | Wirtschaftspublizist Wolfgang Kessler bei JBZ-Zukunftsbuch

In seinem Buch „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern“ macht der Ökonom und Wirtschaftspublizist Wolfgang Kessler fünf konkrete Vorschläge für ein anderes Wirtschaften. Seine Überzeugung: Die Wirtschaft braucht eine neue Ethik und andere Rahmenbedingungen. Wolfgang Kessler war zwanzig Jahre Chefredakteur des Publik-Forum. Am  22. 7. 2019 hielt er einen spannenden Vortrag in der 50. Ausgabe von JBZ-Zukunftsbuch. Hier ein Bericht über die gut besuchte Veranstaltung in Kooperation mit der Leserinitiative Publik-Forum und Südwind Salzburg. Das Interesse war groß, der Saal bis auf den letzten Platz besetzt.

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Nachlese: „Faktencheck Migration.“ Buchpräsentation bei vollem Haus in der JBZ-Reihe Zukunftsbuch.

In der 49. Ausgabe der JBZ-Reihe „Zukunftsbuch“ präsentierten Univ. Prof. Max Haller (Akademie der Wissenschaften), Vizerektorin Sylvia Hahn (Universität Salzburg), Univ. Prof. Johann Bacher (Johannes Kepler Universität Linz) und Assoz. Prof. Wolfgang Aschauer (Universität Salzburg) vor 70 BesucherInnen den Sammelband „Migration und Integration: Mythen und Fakten“. Das Buch skizziert siebzehn aktuelle Mythen in der öffentlichen Debatte zur Migration und überprüft diese kritisch. Die ReferentInnen stellten einige der Mythen vor und zeigten, dass diese einer empirischen Untersuchung nicht standhalten.

Hier ein Bericht zur gemeinsamen Veranstaltung mit der Universität Salzburg, die im Rahmen von „Dialog 2019. Der Salzburger Weg der Integration“ ausgerichtet wurde.

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Marianne Gronemeyer über die Grenze als Paradox der Moderne

Tipp: Interview von Josef Bruckmoser in den Salzburger Nachrichten

Die Grenze als Hüterin der Verschiedenheit sei eine sinnvolle Schranke gegen eine imperialistische Welteinheitsunkultur und Gleichmacherei, so Marianne Gronemeyer bei der Vorstellung ihres Buchs „Die Grenze. Was uns verbindet, in dem es uns trennt“ in der 48. Ausgabe von JBZ-Zukunftsbuch. Die Grenze verstanden in diesem Sinne sei auf Komplementarität, Dialog und gegenseitige Anerkennung angewiesen. Grenze im Sinne von Abgrenzen bewirke das Gegenteil: „Wer sich abgrenzt, sperrt sich selber ein.“

Gronemeyers Buch enthält sieben Essays, die das Thema Grenze aus unterschiedlicher Perspektive behandeln. Es geht um Behausung, Gastfreundschaft und Schwellenbewusstsein, um die Fragwürdigkeit von Grenzwerten und die Manie, alles berechnen zu wollen, um die Festlegung von Obergrenzen des vermeintlich Zumutbaren im Kontext von Flüchtlingen sowie um die Grenzen des Wachstums.

Die Angst vor Flüchtlingen rühre nicht von deren Fremdheit her, sondern vielmehr daher, dass diese dasselbe wollen wie wir, nämlich materiellen Wohlstand, den wir so bedroht sehen, so Gronemeyer. Die Grenzen des Wachstums seien zwar bekannt, würden aber nirgends befolgt, da unser Wirtschaftssystem auf Wachstum angelegt sei. So kämen wir in die widersprüchliche Lage, konsumieren zu müssen um die Wirtschaft in Gang zu halten, zugleich sollten wir aber das Klima schützen.

Marianne Gronemeyer insistierte auf dem Recht auf Anderssein, dem Recht auf „meine Art des Daseins“, auf Achtsamkeit und wirkliche Begegnung. Die „erzählte Welt“ sei in diesem Sinne der „gezählten Welt“ vorzuziehen. Gronemeyers Buch „Die Grenze“ und weitere Bücher der Autorin, etwa „Das Leben als letzte Gelegenheit“ oder „Genug ist genug“, sind in Buchhandlungen erhältlich. Wirklich lesenswert!

Der Vortrag wird demnächst als Audiodatei zum Nachhören online gestellt. In den Salzburger Nachrichten erscheint ein Interview mit Marianne Gronemeyer, geführt von Josef Bruckmoser. Ausschnitte aus dem Film „Preis der Freiheit“ können online angesehen werden.

Bericht und Einführung: Hans Holzinger, Foto: Reinhard Geiger

Präsentation der Sozialwissenschaftlichen Rundschau bei JBZ-Zukunftsbuch

Die SWS-Rundschau ist die älteste sozialwissenschaftliche Zeitschrift Österreichs. In der Reihe JBZ-Zukunftsbuch präsentierten wir am 8. Mai 2019 die aktuelle Ausgabe mit Chefredakteur Christian Schaller, den Autorinnen Angela Wegscheider und Melanie Schaur von der Kepler-Universität Linz sowie JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger, der seinen Beitrag zu „Dogma Wachstum. Eine kritische Würdigung der Sustainable Development Goals vorstellte.

Das Abo der Sozialwissenschaftliche Rundschau kostet 32,- Euro. Jedes Heft bietet profunde Studien und Analysen auf über 100 Seiten. Foto: JBZ/Reinhard Geiger