Category Archives: PW Rückblicke

„Klimaschutz in der Verfassung verankern“ | Katharina Rogenhofer bei JBZ-Projekte des Wandels

„Wir haben vier Forderungen: Klimaschutz soll in der Verfassung verankert werden. Es muss ein verpflichtendes CO2-Budget geben, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Eine ökosoziale Steuerreform soll Treibhausgas besteuern – aber auf sozial verträgliche Weise. Zudem fordern wir eine Energie- und Verkehrswende. Kurzum: Nachhaltiges, klimaschützendes Verhalten soll einfach, leistbar und bequem werden.“ So Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Österreichischen Klimavolksbegehrens in der Reihe „Projekte des Wandels“. Im Gespräch mit Birgit Bahtic-Kunrath erläuterte die Biologin die Motive für ihr Engagement und die Ziele des Klimavolksbehrens. In den Salzburger Nachrichten erschien ein Interview mit der Klimaaktivistin.

„Zeitpolster“ – Ein spannender Infoabend in der JBZ mit konkreten Folgen

Gernot Jochum-Müller gilt in Vorarlberg als sozialer Innovator. Die von ihm gegründete Genossenschaft Allmenda hat nicht nur die landesweit gültige Zweitwährung „VTaler“ umgesetzt, sondern unterstützt auch Projekte wie Bürgerkraftwerke und war Heimat des inzwischen eigenständigen Caruso Carshing. Eines der Projekte ist „Zeitpolster“, das 2017 mit einem österreichischen Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Dieses stellte Jochum-Müller am 7. Oktober 2019 in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in der Reihe „Projekte des Wandels“ vor. Mit dem Erfolg, dass es nun auch in Salzburg eine Interessensgruppe dazu gibt.

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„Regionale Menschenrechtsarbeit in Salzburg“ | Josef Mautner im Gespräch

In der siebten Gesprächsrunde „Wie Betroffene zu Beteiligten wurden“ war Josef Mautner, langjähriger Sprecher der Salzburger Plattform für Menschenrechte, zu Gast. Er berichtete über die Aktivitäten der Plattform, die Etablierung Salzburgs als Menschenrechtsstadt, dem Umgang mit dem Thema „Notreisende“ u. a. mehr. Verwiesen sei auf das von Josef Mautner herausgegebene Buch „Regionale Menschenrechtspraxis“, das im Mandelbaum-Verlag erschienen ist.

Die Ergebnisse der Gesprächsreihe fließen in ein Forschungsprojekt der JBZ über die Anfänge der Zivilgesellschaft in Salzburg ein. Das nächste Gespräch findet am 9. Oktober, 17 Uhr, mit Peter Haibach über Verkehrsinitiativen in Salzburg statt.

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Die Anfänge der freien Kulturszene sowie der Frauenbewegung in Salzburg

Bernhard Handlbauer war eine zentrale Figur in der Arge Rainberg-Bewegung, die in den 1980er-Jahren ein autonomes Kulturzentrum für Salzburg forderte. Am 12. Juni 2019 war Handlbauer zu Gast in der JBZ-Reihe „Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden“. Er schilderte, wie mit kreativen Protesten – etwa bunten Demos bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele – die damalige Kulturförderpolitik von Stadt und Salzburg kritisiert („Zentrierung auf Hochkultur“) und ein Zentrum für die freie Kulturszene gefordert wurde. Die Proteste hatten Erfolg: Das gewünschte Areal eines aufgelassenen Gewerbegebiets am Rainberg wurde zwar nicht genehmigt, Stadt und Land Salzburg einigten sich jedoch auf ein anderes Areal im Stadtteil Nonntal, an dem ein „Kulturgelände“ unter tatkräftiger Mithilfe der einziehenden Gruppen errichtet wurde – der Vorgänge der heutigen „ARGEkultur Salzburg“.

Am 26. Juni 2019 war Dagmar Stranzinger zu Gast, die langjährige Leiterin des Frauenbüros Salzburg. Sie schilderte die Anfänge der Frauenbewegung in Salzburg. Ausführlichere Berichte sowie Mitschnitte der Gespräche gibt es demnächst auf unserer Homepage. In der Radiofabrik Salzburg erscheinen Reportagen zu den einzelnen Gesprächen.

Nachlese: Günter Gorbach im Gespräch

Günter Gorbach, langjähriger Sprecher der Salzburger Müllplattform, war am 22. Mai 2019 im Rahmen der Reihe „Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden“ zu Gast in der JBZ. Die Müllplattform kämpfte seit Ende der 80er Jahre gegen die Errichtung von Müllverbrennungsanlagen in Salzburg, und für eine umweltverträgliche Abfallwirtschaft – inklusive dem Vermeiden von Müll. Während der Jahre des Engagements hatte Günter Gorbach durchaus mit mächtigen Gegnern zu kämpfen. Zentral war hier das Aneignen von Expertise – durch internationale und österreichweite Vernetzung und permanentem Austausch in Vor-Internetzeiten mit anderen AktivistInnen. So gelang es der Müllplattform trotz Gegenwind, den Bau von Müllverbrennungsanlagen im Bundesland zu verhindern. Im Jahr 2000 wurde die Bewegung schließlich aufgelöst.  

Die Sendung von Günter Gorbach gibt es demnächst zum Nachhören.