Category Archives: Uncategorized

Artenvielfalt fördern – Zukunftswerkstatt für die LEADER-Region Donau-Böhmerwald

SONY DSC

„Artenvielfalt fördern“ – zu diesem Thema luden die Österreichische Naturschutzjugend (ÖNJ) Kasten und das LEADER Büro Donau-Böhmerwald Region im Rahmen der Unterkagerer Sunnseitn 2014 am 6. September 2014 zu einer Zukunftswerkstatt ein. Das Ziel war, so Organisator Helmut Eder in der Einführung, Kultur und Engagement für die Natur zu verbinden. Am Abend gab es ja ein Konzert der steirischen Band „Aniada A Noar“, am nächsten Tag das bereits traditionelle Musikantentreffen am Unterkagererhof mit Musikgruppen aus Österreich, Tschechien und Deutschland.

Der Zeitpunkt für die Zukunftswerkstatt war gut gewählt, denn im Frühjahr 2015 steht die Bewerbung der Donau-Böhmerwald Region für das neue LEADER-Programm 2015-2018 an. „Ideen seien hierfür immer willkommen“, ergänzte Klaus Diendorfer vom Leader-Büro in seiner Begrüßung. „In wertschätzender und lustvoller Atmosphäre gemeinsam neue Ideen entwickeln“, so erklärte Moderator Hans Holzinger die Philosophie der vom Zukunftsforscher und Mitbegründer der Umweltbewegung Robert Jungk gegründeten Methode der Zukunftswerkstatt.

15 Teilnehmende erarbeiteten einen halben Tag lang an  die 30 Ideen zur Förderung der Artenvielfalt in der Region. Die Gruppe zeichnete sich durch hohes Engagement, lustvolles „Werken“ und ein breites Experten- wie Erfahrungswissen aus. So waren die Forstwirtschaft und Jägerschaft ebenso vertreten wie Naturschutzvereine, der Biolandbau, Gemeinschaftsgärten, der Schulbereich sowie das Leader-Management (Teilnehmerliste siehe Anhang).

In einem Impulsreferat legte die Biodiversitätsexpertin Mathilde Stallegger vom Umweltdachverband zunächst die ökologischen und ökonomischen Kosten des rapide zunehmenden Artenschwundes sowie der biologischen Entleerung unserer Kulturlandschaften dar. Zugleich zeigte sie Möglichkeiten auf, wie wir wieder mehr ökologische Buntheit in unsere Regionen bringen können, etwa durch bunte Gärten und Blumenwiesen.

Mehr: http://www.oenj.at/fileadmin/jugend/gruppen/oberoesterreich/Kasten/sunnseitn/2014/C_OENJ_Flyer2014_final_small.pdf

Ideen für Erwachsenenbildung II

Zukunftswerkstatt über Erwachsenenbildung in Saalfelden

Zukunftswerkstatt über Erwachsenenbildung in Saalfelden

Befunde und Zukunftsideen zu den Angeboten der Erwachsenenbildung in der Region des Pinzgau zu erheben, war das Ziel der zweiten Zukunftswerkstatt im Rahmen des Projekts „Zukunft der Erwachsenenbildung“, die am 25. September 2014 unter Leitung von Anita Berner und  Hans Holzinger im Bildungszentrum Saalfelden stattfand. Einer Bestandsaufnahme („Was wir schätzen“, „Was Probleme macht“) folgte eine Ideensammlung zu aus den erfassten Problemen destillierten Zukunftsthemen.

Geschätzt wird u.a. die Arbeit der ehrenamtlichen Bildungsleiter_innen, das vielfältige Programm, das für unterschiedliche Interessen etwas bietet, das Angebot für Eltern, die Möglichkeit sich selbst einbringen zu können sowie der soziale Aspekte von Bildungsveranstaltungen, da so Menschen  zusammenkommen.

Als Probleme wurden v.a. die zu geringe Wertschätzung der Erwachsenenbildung durch die Politik, das Konkurrieren-Müssen im Freizeitmarkt, die Unübersichtlichkeit der Angebote sowie die Ausdünnung im ländlichen Raum genannt.

Über zwanzig Ideen wurden entwickelt

Insgesamt wurden von den Teilnehmenden, die sich aus zwei Mitarbeiter_innen in Erwachsenenbildungseinrichtungen und zwei Nutzer_innen zusammensetzten, über 20 Vorschläge benannt, die zu einer qualitätsvollen Erwachsenenbildung in Salzburg sowie in der Region beitragen sollen.

Um Angebote in der Region besser zu verankern, wurden etwa Kurspackages in Kooperation mit der Hotellerie für die Zwischensaison oder Schnupper-Workshops der Erwachsenenbildungseinrichtungen in Schulen vorgeschlagen. Um MigrantInnen besser zu erreichen, sollen Kurse gemeinsam mit den migrantischen Kulturvereinen angeboten werden. Wettbewerbe mit medialer Begleitung könnten für manche attraktiver sein als normale „Kurse“. Die Durchführung von Bildungs-„Marktplätzen“ sowie die Erstellung gemeinsamer Programme aller Anbieter in der Region sollen helfen, Transparenz in die Angebote zu bringen. Das Wissen und die Erfahrungen in der Region sollen besser genutzt werden. Bildungsangebote auf Abruf bzw. auf Nachfrage könnten bedarfsorientierte Programme ermöglichen. Initiativen aus der Region sollen an die Bildungsanbieter mit Wünschen und Vorschlägen herantreten (können). Schließlich wurden Bildungsbeauftragte für alle Gemeinden und die Errichtung von Bildungszentren, in denen alle Einrichtungen situiert werden, vorgeschlagen, um Erwachsenenbildung in den Gemeinden noch stärker zu verankern.

P1030334

Zwei der Vorschläge konnten in der abschließenden „Ideenschmiede“ vertiefend ausgearbeitet werden: Die Einrichtung von Bildungsbeauftragten in alle Gemeinden sowie ein exemplarisches Kursangebot, in dem Fußballspielen mit Englisch-Lernen verbunden werden.

In der Schlussreflexion, die in den Gastgarten verlegt wurde, ging es um die Realisierungschancen von Bildungszentren sowie von Bildungsbeauftragten in allen Gemeinden. Zudem wurden Möglichkeiten und Chancen neuer Arbeitszeitmodelle diskutiert, die neben der Erwerbsarbeit auch wieder Zeit für die Familie, für Engagement und eben auch Bildung lassen. Gesprochen wurde auch darüber, dass der Einladung zur Zukunftswerkstatt so wenige Personen gefolgt sind.

Ideen für die Erwachsenenbildung in Salzburg I

Zukunftswerkstatt über Erwachsenenbildung am 5. April 2014 in Seekirchen

Zukunftswerkstatt über Erwachsenenbildung am 5. April 2014 in Seekirchen

Fünfzehn Teilnehmer_innen führten unter der Anleitung von Hans Holzinger und Luisa Grabenschweiger am 5. April 2014 im Stadtamt Seekirchen eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Erwachsenenbildung – Ideen für Salzburg und für unsere Region“ durch. Die Zukunftswerkstatt war Teil des JBZ-Projekts „Zukunft der Erwachsenenbildung in Salzburg“. Mehr: http://projekterwachsenenbildung.wordpress.com

Einer Bestandsaufnahme („Was wir schätzen“, „Was Probleme macht“) folgte eine Ideensammlung zu folgenden aus den erfassten Problemen destillierten Zukunftsthemen: Nachhaltige Finanzierung, Ausbau politischer und ethischer Bildung, Vernetzung in der Region, Innovative Bildungsangebote für den ländlichen Raum, Offenheit für neue Technologien in der Bildungsvermittlung sowie Gewinnen der lokalen Medien und des ORF für die Anliegen der Erwachsenenbildung.

Über vierzig Ideen wurden entwickelt

Insgesamt wurden von den Teilnehmenden, die sich aus Mitarbeiter_innen in Erwachsenenbildungseinrichtungen und Nutzer_innen zusammensetzten, über 40 Vorschläge benannt, die zu einer qualitätsvollen Erwachsenenbildung in Salzburg sowie in der Region beitragen sollen. Sechs der Vorschläge konnten in der abschließenden „Ideenschmiede“ vertiefend ausgearbeitet werden. Im Hinblick auf eine nachhaltige Finanzierung wurde eine Initiative „1 Prozent des Landeshaushalts für Erwachsenenbildung“ vorgeschlagen, die gemeinsam mit einem transparenten Bürgerbudget umgesetzt werden soll. Zur Stärkung der Erwachsenenbildung soll eine landesweite Plattform aller Einrichtungen sichergestellt werden. Als Motto dafür wurde vorgeschlagen: „Wir sind Bildung“.

Um mehr Menschen insbesondere im ländlichen Raum anzusprechen, soll – so eine weitere Idee – eine Initiative „Wissen auf Rädern“ entwickelt werden, über die mobile Bildungsangebote („Roadshow“) in die Gemeinden kommen. Verbunden könnte dies werden mit einem „Jahr der Bildung“, das für 2016 vorgeschlagen wurde. In sogenannten „Webinaren“, also via Internet durchgeführten Seminaren, könnten Menschen kostengünstig mit Bildungsangeboten erreicht werden. Vorgeschlagen wurden etwa Elternkurse via Internet.

Bildungspat_innen sollen jüngere Menschen unterstützen, die für sie geeigneten Bildungsangebote zu finden und diese für die Bedeutung von Bildung zu sensibilisieren. Schließlich wurde ein Plan dafür entwickelt, wie der ORF gewonnen werden soll, Infosendungen über Bildungsangebote auszustrahlen. Vorgeschlagen wird ein „Bildungschecker“ analog dem „Pistenchecker“. Zudem soll wie derzeit vor der Wettersendung in Salzburg heute „Kochen in Salzburg“, „Gesund in Salzburg“, usw. gezeigt wird, auch „Bildung in Salzburg“ mit jeweils einem konkreten Vorschlag zur Weiterbildung gebracht werden.

Weiterarbeiten an konkreten Themen

Doch auch die übrigen Ideen, etwa gemeinsame Bildungskalender in den Regionen, neue Orte für Veranstaltungen wie Gaststätten und Kaffeehäuser oder die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Gruppen gehen nicht verloren. Die Ergebnisse fließen ein in einen Zustands- und Optionenbericht „Zukunft der Erwachsenenbildung in Salzburg“, der von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Auftrag der für Erwachsenenbildung zuständigen Landesrätin, Mag.a Martina Berthold, erstellt wird. Die vorliegende Dokumentation wird – so der Wunsch der Teilnehmer_innen – auch allen Bürgermeister_innen von Salzburgs Gemeinden übermittelt, um damit die Aufmerksamkeit der Gemeinden für Erwachsenenbildung (weiter) zu erhöhen. Diese Dokumentation dient nicht zuletzt den Teilnehmer_innen als Ansporn, gemeinsam entwickelte Ideen auch selbst voranzutreiben.

P1030218

Bildungsträger und Nutzer_innen waren vertreten

Die Mehrzahl der Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt ist selbst in der Erwachsenenbildung aktiv. Vertreten waren das Salzburger Bildungswerk Lamprechtshausen (Helmut Altenberger), jenes von Neumarkt (Ingrid Weydemann) sowie die Zentrale (GF Günther Signitzer), weiters das Katholische Bildungswerk Seekirchen (Monika Kronberger), die Volkshochschule Seekirchen (Brigitte Sattlegger) sowie die Öffentlichen Bibliotheken von Seekirchen (Leopold Ramminger), Hallwang (Ilse Gstöttner) und Köstendorf (Franziska Dürr). Vertreten waren auch die Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee (Brigitte Maria Gruber) und das Lungauer Bildungszentrum (Leonhard Gruber). Zudem haben mit Werner Windhager und Eva Moser auch zwei Senior-Unternehmer aus Seekirchen sowie Renate Schaber vom Tauschkreis WIR GEMEINSAM Seekirchen als Vertreterin der Zivilgesellschaft teilgenommen. David Röthler und Anita Pleschko-Röthler haben als Projektentwickler schließlich ihre Expertise im Bereich Neue Medien eingebracht.

Literatur im Umbruch

Zukunftswerkstatt der österreichischen Literaturhäuser

Fünfzehn Engagierte von neun Literaturhäusern aus sieben österreichischen Bundesländern spürten am 6./7. März 2014 in Goldegg/Salzburg den Veränderungen in der Literatur sowie in der Literaturvermittlung nach. Die von Tomas Friedmann vom Literaturhaus Salzburg angeregte , von Walter Spielmann und Hans Holzinger geleitete Zukunftswerkstatt im schönen Ambiente des „Literaturhotels“ der Familie Schellhorn diente dem Ziel, das gemeinsame Auftreten der Österreichischen Literaturhäuser zu stärken.

Jahrestreffen 2014 der Zukunftswerkstätten-ModeratorInnen

Einladung-ZW2014-Bregenz_1

2013 fand das alljährliche Treffen der ModeratorInnen von Zukunftswerkstätten in Salzburg statt. 2014 wird dieses in Lochau am Bodensee über die „Bühne“ gehen – und zwar vom 1.-4. Mai. Wie in Salzburg soll auch diesmal wieder sehr praxisnah gearbeitet werden. Das Dreiländereck und das Leben rund um den Bodensee stehen im Fokus des diesjährigen Jahrestreffens.
Unter dem Motto „Gemeinschaft entwickeln – solidarisch und partizipativ“ wollen wir mit lokalen Initiativen und Institutionen in Austausch gehen und neue, zukunftsorientierte Handlungsoptionen für die Bodenseeregion entwickeln. Es wird viel Raum geben zum Erfahrungsaustausch, zum Knüpfen von Kontakten und zum Diskutieren von Ideen und Projekten. Außerdem wollen wir feiern und gemeinsam eintauchen in die wunderbare Landschaft und Kultur des Bodensees, so die InitiatorInnen um Antonia Coffey, Stephan Geffers u.a. Mehr gibt es im Netzwerk Zukunftswerkstätten.
http://www.zwnetz.de/pages/ausbl-jt.html
Anmeldung bis 31.3.2014 erwünscht an Antonia Coffey: anmeldung@coffey.at

Zukunftswerkstatt in der Lehre

FH, Soza, Zukunftswerkstatt

Heiko Berner von der Fachhochschule für Soziale Arbeit, der im Oktober 2013 die Ausbildung zum Zukunftswerkstätten-Moderator der Robert-Jungk-Bibliothek absolviert hat, berichtet von seiner ersten Zukunftswerkstatt.

Im dritten Semester des Masterstudiengangs „Innovationsentwicklung im Social-Profit-Sektor“ findet die Lehrveranstaltung „Praxisfelder der Innovationsentwicklung“ statt. Diese wurde im Wintersemester 2013/14 in Form einer Zukunftswerkstatt durchgeführt. Die Lehrveranstaltung war in zwei Teile gegliedert: 1. An einem vorbereitenden Abend Mitte November wurden der historische Hintergrund der Methode und der Ablauf des folgenden Workshops besprochen. Zum zweiten entschieden die Studierenden über die Themen und die vorläufige Gruppeneinteilung zu den Themenbereichen. 2. Die eigentliche Zukunftswerkstatt fand schließlich am 29. und 30. November statt.
Die Studierendengruppe umfasste 25 Personen, die sich in vier gleichmäßig große Teilgruppen aufteilte. Da das Studium berufsbegleitend organisiert ist, ist ein Großteil der Teilnehmerinnen im Social-Profit-Bereich tätig. Ein Charakteristikum der Zukunftswerkstatt als Methode innerhalb der Lehrveranstaltung lag sicherlich darin, dass die Studierenden – anders als AuftraggeberInnen üblicherweise – kein real vorliegendes Problem hatten, das sie mithilfe einer Zukunftswerkstatt zu lösen erhofften. Das Ziel der Lehrveranstaltung lag insofern darin, einen Erkenntnisprozess in Gang zu bringen, der teils konkrete, teils fiktive Lösungen für reale Probleme bewirken sollte. Diese Lösungen können im Idealfall von einzelnen Studierenden innerhalb ihrer Berufsfelder real umgesetzt werden oder zumindest in Lösungswege in den beruflichen Tätigkeiten einfließen. Ein weiteres Lehrziel lag in der Vermittlung der Methode Zukunftswerkstatt selbst. Gerade für Personen, die im sozialen Bereich – eventuell in leitender Funktion oder in der Arbeit mit Gruppen – tätig sind, kann das Instrument eingesetzt werden. Hier empfiehlt sich eine Vertiefung – bei Bedarf kann hierfür sicher Kontakt zur Jungk-Bibliothek aufgenommen werden. Heiko Berner