Zukunft : International. Völkerverständigung heute.

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Rückkehr des Nationalen?

Eine Tagung der Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Kooperation mit der Universität Salzburg  im Rahmen des Stille-Nacht-Jahres 2018

29.-30. November 2018
Universität Salzburg und Stadtwerke-Areal Lehen

 

Völkerverständigung ist ein alter Traum der Menschheit, der nach dem Schock des Zweiten Weltkriegs endlich Wirklichkeit werden sollte: Die Gründung der Vereinten Nationen; die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, welche alle Menschen als „frei und gleich an Würde und Rechten“ anerkannte; die Evolution eines geeinten Europas – all dies zeigt, dass Menschen die alten Gräben überwinden und in eine neue Zeit der Zusammenarbeit im Frieden aufbrechen wollten. Aktuelle Ereignisse wie die Zunahme von Populismus, Angstmache, Abschottungstendenzen sowie verbaler und realer militärischer Aufrüstung lassen befürchten, dass wir in eine Phase der Erosion internationaler Kooperationsbereitschaft und damit auch der Völkerverständigung eintreten.

Was bedeutet es also heute, anno 2018, über Völkerverständigung zu sprechen? Wie gehen wir mit den an Aggressivität gewinnenden auf Hass gründenden rechten Strömungen in allen westlichen Demokratien um und wie grenzen wir diese von emanzipatorischen Bestrebungen nach neuer Lokalität und vielleicht sogar „De-Globalisierung“ ab? Wie finden wir zu neuen Ansätzen multipler Identitäten und Loyalitäten?

Diese und weitere Fragen werden in der von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen anlässlich 100 Jahre „Stille Nacht“ in Partnerschaft mit der Universität Salzburg ausgerichteten Tagung „Zukunft : International. Völkerverständigung heute“ erörtert.


PROGRAMMÜBERSICHT:

Tag 1

19:00: Zukunft:International und die Rückkehr des Nationalen (in Kooperation mit der Universität Salzburg – Salzburger Vorlesungen)
Ruth Wodak (Universität Wien): Zur diskursive Konstruktion österreichischer Identitäten 1995-2015
Abstract

Tag 2

9:00 Begrüßung und Programmüberblick

9:15 – 10:45: Vortrag + moderierte Diskussion: Gesellschaften der Angst – Das Ende der Globalisierung und Europäisierung?
Franz Fischler (ehem. EU-Kommissar; Europäisches Forum Alpbach)
Abstract

11:00-12:30: Workshop Session 1:
o WS1: Krieg, Konflikt, Versöhnung
Thomas Roithner (Uni Wien; Jungk-Stipendiat) UND Nadja Schmidt (ICAN Austria)
o WS2: Von der Völkerverständigung zu Interkultureller Bildung und Globalem Lernen
Heidi Grobauer (komment, Global Citizen Education) UND Sonja Schachner (Südwind)
o WS3: Menschenrechte und Demokratie – ein Zwillingspaar?
Andreas Gross (Schweiz, Europarat) UND Gudrun Rabussay-Schwald (Amnesty International Österreich)

12:30-14:00: Mittagspause

14:00-15:30: Workshop Session 2:
o WS4: Fluchtursache Klimawandel und die Perspektiven internationaler Klimavereinbarungen
Gunter Sperka (Klimakoordinator Land Salzburg) UND Patrick Sakdapolrak (Univ. Wien)
o WS5: Religion im neuen Zeitalter der Extreme
Ernst Fürlinger (Donau-Uni Krems) UND Nedzad Mocevic (Anti-Extremismus-Trainer, Salzburg)
o WS6: Nationale Verfassungen und Menschenrechte: Kooperation oder Konflikt?
Philip Czech (ÖIM)

Ab 15:45-16:30: Plenumsberichte – Präsentation der Thesen

Ab 16:30: Wie findet Völkerverständigung in Salzburg statt?
Internationales Buffet mit Info-Tischen/Postern von ProponentInnen der Völkerverständigung

Rückfragen: Dr. Birgit Bahtic-Kunrath birgit.bahtic-kunrath.jungk-bibliothek.org

 


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