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Arianna Ferrari: Wurstsemmel im Weltall | JBZ-TV

Wer einen Menschen ins All schickt, muss eine uralte Frage neu stellen: Wie ernährt man ein Leben, wenn nichts wächst? Die Antworten — Fleisch ohne Tier, Protein ohne Acker — landen gerade auf der Erde, genau wenn wir sie am dringendsten brauchen.

Zellkultiviertes Fleisch wächst aus wenigen Tierzellen im Bioreaktor, mit einem Bruchteil des Landverbrauchs, und verspricht eine Ernährungswende, die Klimakrise und Welthunger gleichermaßen adressiert. Aber es geht nicht nur um technische Erfindungen — es geht auch um Beteiligung und gesellschaftliche Entscheidungen. Zwischen der Vision einer gerechteren, resilienteren Ernährungszukunft und der Angst vor synthetischem Essen aus dem Labor liegt eine unbequeme Wahrheit: Essen war noch nie Privatsache.

Input: Arianna Ferrari ist Ethikerin und Philosophin für Wissenschaft und Technologie mit einem umfassenden Hintergrund in der Technologiebewertung, der Bewertung von Visionen im Zusammenhang mit technologischen Zukunftsperspektiven (Vision Assessment) und Mensch-Tier-Studien. 2006 promovierte sie in Philosophie zwischen der Universität Turin und der Universität Tübingen. Sie arbeitete für die Universitäten Darmstadt, Münster und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Deutschland. Anschließend arbeitete sie für ein Zukunftsmuseum (Futurium in Berlin) und eine Umwelt-NGO (NABU e.V.).

Zum Buchmagazin der JBZ: https://www.prozukunft.org/

Foto: © JBZ
Ferrari: © Christian Husar

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