Und was kommt danach 15 | In Zukunft gemeinsam?

In dieser Folge erzählt Ulrike Guérot, warum ihre Vorschläge für ein politisch geeintes Europa in den Büchern „Was ist die Nation?“ und „Warum Europa eine Republik werden muss“ für die gemeinsame Bewältigung der aktuellen Krise topaktuell sind.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach? Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Wir bitten, die fallweise nicht optimale Tonqualität bei den Passagen des Interviewers zu entschuldigen.

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PW 46 | Harald Frey: Mobilität mit Zukunft. Vorschläge für Salzburg. Mit Smart City Salzburg. 24.6.

Wie könnte eine urbane Mobilität der Zukunft aussehen, die mit bedeutend weniger Individualverkehr auskommt, den Öffentlichen Verkehr in den Mittelpunkt rückt und die Stadt der Fußgänger- und Radfahrer*innen umsetzt? Gemeinsam mit Smart City Salzburg lädt die Robert-Jungk-Bibliothek in der Reihe „Projekte des Wandels“ zu einem Vortrag mit dem Verkehrsplaner DI Dr.tech Harald Frey von der TU Wien Wien. Anschließend Diskussion mit Stadträtin Mag.a Martina Berthold und Landesbaudirektor DI Dr. Daniel Burtscher. Moderation: Mag. Hans Holzinger, JBZ.
24. Juni 2020, 19 Uhr. Im JBZ-Onlineraum. Nach Anmeldung erhalten Sie den Link zur Veranstaltung sowie Hinweise, wie sie sich einloggen und in die Diskussion einbringen können. Anmeldung

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MR 147 | online am 25.5.2020 | Liebe im Kapitalismus in Zeiten der Epidemie

Wie funktioniert die Liebe in Zeiten des Kapitalismus? Warum sehnen wir uns nach Sicherheit? Was wird uns die Zukunft bringen? An welchen Gott wollen wir noch glauben? Warum finden wir Geiz geil? Was bedeutet uns Freiheit? Welche Konsequenzen hat Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung? Robert Misik, der renommierte Sachbuchautor, macht sich Gedanken zu unserer Gegenwart. Anhand zehn exemplarischer Begriffe, die Zeitgeist und Verfasstheit unserer Gesellschaft treffend skizzieren, geht er der Frage nach, welchen Paradigmen wir unsere Leben unterwerfen. Wir haben ihn gefragt, ob der Coronavirus etwas daran ändert…

Hier findet ihr den Vortrag und die Diskussion zum Nach-Schauen…

Eine Kooperation mit de, Studiengang „Soziale Arbeit“ bzw. dem Master „Soziale Innovation“ der FH Salzburg.

AP 49 | Wann lernen Gesellschaften?

Die Coronavirus-Krise zeigt, dass gesellschaftliche Ressourcen mobilisiert und Einschränkungen umgesetzt werden können, um Bedrohungen zu begegnen. Viele fragen sich nun, warum dies in Bezug auf Umwelt- und Klimagefahren nicht in diesem Ausmaß gelingt. Das Wissen über Umweltgefahren und ökologische Zerstörungen ist zwar stark gestiegen. Doch mehr Wissen ist offensichtlich noch keine hinreichende Bedingung für ein geändertes Umweltverhalten. Hans Holzinger, Nachhaltigkeitsexperte der Robert-Jungk-Bibliothek, geht davon aus, dass jenseits von intrinsischer Motivation und Bewusstseinsbildung weitere, systemisch bedingte Handlungsbarrieren für ein nachhaltiges Verhalten bestehen. Pressetext

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ZB 59 online | Helga Kromp-Kolb: +2 Grad. Warum wir uns für die Rettung der Welt erwärmen sollten. | 20.5.

Hier geht es zur Liveübertragung

Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb gilt als wohl renommierteste Klimaforscherin Österreichs. Wir diskutieren mit Helga Kromp-Kolb über Strategien wirksamen Klimaschutzes, über Beiträge jedes Einzelnen sowie über Maßnahmen der Politik. Dabei wird auch das Maßnahmenprogramm der neuen österreichischen Regierung Thema sein.
Mittwoch, 20. Mai 2020, 19.00 Uhr. Der Vortrag wird live übertragen und auch auf JBZ TV online gestellt. Die TeilnehmerInnen können per Chat Fragen einbringen. Durch die Anmeldung erhalten Sie den Zugangscode. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der FH Salzburg, Studiengang „Soziale Innovation“. Moderation: Mag. Hans Holzinger (JBZ), Dr.in Daniela Molzbichler (FH Salzburg). Anmeldung

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Was kommt danach 19 | Gesundheit vor Freiheit

In dieser Folge erzählt Dhenya Schwarz von der RWTH Aachen, warum das Buch „Corpous Delicti“ von Julia Zeh für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Corpous Delicti“ von Julia Zeh lernen,
sagt Dhenya Schwarz 
Nach Corona sollten wir…
…einen öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche Imperative und Wünsche führen, in dem Transparenz über die Pole Sicherheit, hier Gesundheit und Freiheit geschaffen wird. Durch die aktuellen Entwicklungen steht die Gesundheit und das „Kümmern um sich selbst“ mehr denn je für alle als quasi ethisches Projekt im Zentrum. Damit solche Tendenzen nicht zu Kontrollzwecken instrumentalisiert werden können, ist eine gesellschaftliche Reflektion und Bewusstwerdung solcher Imperative angebracht.
Das ist wichtig, weil …
…Gesundheit schon vor COVID-19 als symbolisches Kapital instrumentalisiert wurde und diese Tendenz nun aus dem privaten Projekt hinaus in die Gesellschaft als moralische Verpflichtung gerückt ist. Um mit Juli Zehs Worten zu sagen wo wir nicht hinwollen: „Ein Mensch der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon.“ (S.8)
Die Chancen stehen…
…in Europa langfristig gut, durch öffentlich Auseinandersetzung und Transparenz Ängsten entgegenwirken zu können und damit dem Wunsch nach Unfehlbarkeit wie auch der damit einhergehenden Freiheitseingrenzung. Die jetzige Krise könnte ein dankbarer Warnschuss sein, um sich den Chancen aber eben auch Herausforderungen demokratischer Systeme bewusst zu werden, diese gegeneinander abzuwägen und darin einen Mittelweg zu finden, der uns Freiheitseinschränkungen freiwillig eingehen lässt, um andere erhalten zu können.

AP 50 | Die Macht geht vom Volk aus

Im 50. Arbeitspapier der JBZ haben sich Birgit Bahtic-Kunrath und Stefan Wally auf die Spuren des bürgerschaftlichen Engagements in Salzburg gemacht. Ihr Ziel war es, die verschiedenen Traditionen und Erfahrungen zusammenzutragen. Herausgekommen ist eine kompakte Geschichte der politischen Partizipation in Salzburg.

Für den Band wurde Interviews mit Akteur*innen der Bewegungen geführt, Archive durchsucht und Literatur über einzelne Initiativen zusammengestellt.

In dem Arbeitspapier wird die Verschiebung bei den Themen der Partizipation im Zeitlauf klar. Waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Themen wie Wahlrecht, die schlechte Versorgungslage bzw. Hunger und illegale politische Aktivitäten in Zeiten von Ständestaat und Nationalsozialismus zentral, ging es ab den 60er Jahren vor allem um die Gestaltung der eigenen Lebenswelten, die oft mit den Vorstellungen der offiziellen Politik kollidierte: Sei es Grünland- und Altstadtschutz, seien es Maßnahmen im Bereich Umwelt und Verkehr, oder die Gestaltung von Kultur- und Stadtleben. Einen breiteren, gesellschaftsverändernden Ansatz verfolgten insbesondere die Neuen Sozialen Bewegungen.

Aus dem Inhalt: Demonstrationen gegen Ausgrenzung und Hunger |
Widerstand gegen den Nationalsozialismus | Stadtentwicklung | Energiepolitik, Umwelt und Verkehr | Bildung | Frauenbewegung und LGBT | Friedensbewegung | Soziale Anliegen | Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus, Unterstützung für Flüchtlinge, Menschenrechtsarbeit | Kultur und Stadtleben

Die Studie ist hier im Volltext nachzulesen.
Sie kann hier bestellt werden.

Was kommt danach? 18 | Respekt für alle Lebewesen?

In dieser Folge erzählt der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Furche“ Oliver Tanzer, warum sein Buch „Animal Spirits“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Animal Spirits“ lernen,
sagt Oliver Tanzer:
Nach Corona sollten wir…
… erkennen, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist, Krisen nicht durch noch mehr vom selben, sondern nur durch eine Vielfalt an Wegen gelöst werden können und die Natur in ihrer Komplexität uns dazu wertvolle Hinweise geben kann.
Das ist wichtig, weil …
… wir uns von allem Lebendigen entfremdet haben, die Natur und andere Lebewesen instrumentalisieren und ausbeuten, schließlich, weil Konsum und Konkurrenz statt Nutzen und Kooperation oberste Prinzipien in Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind.
Die Chancen stehen…
… gut, weil wir nach der Krise die Sackgasse, in die wir uns manövriert haben, verlassen können. Aufgabe der Politik wäre es nun, alle Hilfen umwelt- und sozialverträglich zu gestalten und die Potenziale der Solidarität in der Zivilgesellschaft zu fördern.