MR 132 | Klima. Tourismus. Zukunft. Mit Christian Baumgartner

Wird Skifahren im Jahr 2050 ein absolutes Luxusgut? Wird es Weintourismus in den Salzburger Tälern geben? Oder können wir das Ruder noch herumreißen und war dann alles ein Sturm im Wasserglas? Tourismus ist einerseits durch seine Mobilität relevanter Mitverursacher des Klimawandels, andererseits zählt er zu denjenigen Wirtschaftszweigen, die unmittelbar mit den Auswirkungen des Wandels umgehen müssen.

Der Tourismusexperte Christian Baumgartner zeigt in dieser Montagsrunde auf wo wir heute stehen, was mit mit ziemlicher Sicherheit wissen und welche Spielräume wir haben. Vor allem aber werden unterschiedliche Zukunftsszenarien für den österreichischen Tourismus im Klimawandel entwickelt und zur Diskussion gestellt.

Christian Baumgartner, Landschaftsökologe und Prof. für Nachhaltigen Tourismus an der HTW Chur (CH) und Eigentümer von response & ability gmbh arbeitet seit langem zu unterschiedlichsten Themen im Bereich Nachhaltiger Tourismus und Regionalentwicklung. Projekterfahrung in Europa, Asien und Afrika verbindet er mit politischen Beratungen auf nationaler und internationaler Ebene. Der Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sind naturgemäß ein zentraler Teil seiner Arbeit.

132. JBZ-Montagsrunde: „Klima. Tourismus. Zukunft. Szenarien wie es weiter geht.“ Impuls: Christian Baumgartner (Landschaftsökologe und Prof. für Nachhaltigen Tourismus an der HTW Chur), Montag, 1. Juli 2019, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

Smart City | Fitnesscenter Arbeitsweg. Aktive Mobilität und Gesundheit | 24.6.

In dieser Kooperationsveranstaltung mit Smart City Salzburg wird Prim. Dr. Josef Niebauer, Vorstand des Universitätsinstituts für Sportmedizin Salzburg, über die gesundheitlichen Aspekte von ausreichend Bewegung referieren. Dr. Bernhard Zagel von Z GIS / Universität Salzburg wird über das Projekt GISMO – Förderung gesunder Mobilität im Kontext des betrieblichen Mobilitätsmanagements berichten. Mag. Josef Reithofer von Smart City Salzburg informiert über weitere Pläne der Fahrradstadt Salzburg. Moderation: Sarah Gruber, ORF.

Im Anschluss lädt „Smart City Salzburg“ zu einem kleinen Umtrunk ein.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Der Stadtgalerie Salzburg danken wir herzlich für die Gastgeberschaft.

24. Juni 2019, 19.00 – 21.00 Uhr, Stadtgalerie, Inge Morath Platz 31, 5020 Salzburg. Wir bitten um Anmeldung hier.

„Sitzen ist das neue Rauchen“ – darum diese Veranstaltung!

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben mehr als ein Drittel der Erwachsenen und über zwei Drittel der Jugendlichen in Europa zu wenig Bewegung. „Sitzen ist das neue Rauchen“ – so bringt es der Salzburger Sportmediziner Josef Niebauer auf den Punkt. In der Europäischen Union lassen sich jährlich eine Million Todesfälle und der Verlust von etwa acht Millionen Lebensjahren auf Bewegungsmangel zurückführen.

Das heißt: Ausreichend Bewegung verlängert unser Leben und zählt ganz wesentlich zu Gesundheitsvorsorge. Mit „aktiver Mobilität“ werden die Fortbewegungsweisen Radfahren und Zu Fuß-Gehen bezeichnet. Sie empfehlen sich nicht nur als sinnvolle Freizeitaktivität, sondern auch und ganz besonders für die Zurücklegung unserer Alltagswege. Im Sinne des Arbeitsweges als „Fitnesscenter“.

Die Stadt Salzburg zählt heute mit Graz zu den fahrradfreundlichsten Städten in Österreich: 20 Prozent der Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Zum Einkaufen in der Innenstadt verwenden sogar über 30 Prozent das Fahrrad. An Spitzentagen werden an den Staatsbrücken-Unterführungen bis zu 16.000 RadlerInnen gezählt. Doch Salzburg will noch mehr erreichen: Ein durchgängiges Radwegenetz soll Radfahren in der Stadt noch attraktiver machen. Zudem ist ein flächendeckendes Bike Sharing-Konzept geplant.

Rückfragen: Mag. Hans Holzinger, Tel. 0662.873206

JBZ Sommerschule: Für eine lebenswerte Zukunft

Die JBZ führt in Kooperation mit Salzburg 2050 – Klima+Energie zum ersten Mal eine Sommerschule zum Thema Klimawandel durch.

Wir laden engagierte junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahre ein, von 12. bis 14. September 2019 im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf Salzburg zu diskutieren – und darüber zu sprechen, was man selbst dagegen tun kann.

Wer Teil eines jungen und progressiven Zukunftsnetzwerks sein möchte, ist herzlich willkommen! Es sind keine Vorkenntnisse oder besondere Qualifikationen nötig.

Für Teilnahme, Übernachtung so wie Verpflegung ist ein Unkosten-Beitrag von € 90 fällig. Sollten Sie ehrenamtlich aktiv sein, wird die JBZ die jeweilige Organisation um die Übernahme des Unkosten-Beitrags zu bitten.

Alle Informationen zur Sommerschule finden Sie hier.

Hier geht es zum Programm.

Fragen und Anmeldungen bitte an:
birgit.bahtic-kunrath@jungk-bibliothek.org

„Pluralität von Zukunftsmöglichkeiten aufzeigen“ | Stefan Brandt vom FUTURIUM Berlin zu Gast

Drei Denkräume umfasst das FUTURIUM Berlin: Technik – Natur – Mensch. Auf 5000 Quadratmeter Nutzfläche wird es Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops geben. Eröffnet wird das FUTURIUM am 5. September 2019. Am 17. Juni war Stefan Brandt, Direktor der Einrichtung, zu Gast in einer JBZ-Montagsrunde, in der er das Projekt vorstellte. Im Bild mit Stefan Wally von der JBZ und Karoline Tanzer, der Vorsitzenden des Kulturausschusses der Stadt Salzburg, die die Veranstaltung einleitete.

Die Pluralität der Zukunftsmöglichkeiten aufzuzeigen unter der Leitfrage, wie wir leben wollen, sei das Ziel des FUTURIUM, so Brandt. Es gäbe viele Fragen an die Zukunft, die Kunst sei es daher, diese in einem Haus zu vereinen. Dies erfordere den Mut zur Lücke. Kriterien seien Lebensnähe, Offenheit im Denken und Partizipation.

Geplant sind „liquide Dauerausstellungen“, die ständig adaptiert werden. Aber auch Workshops, Zukunftswerkstätten, Kunstevents und Dialoge. Für Schulen werden eigene Unterrichtsmaterialien angeboten. Technik sei ein wichtiges Thema des FUTURIUM, so Brandt, aber immer im Kontext mit Natur und Mensch- im Sinne des „Anthropozäns“. Zudem soll der Kreativität breiter Raum gegeben werden. „Wir brauchen eine Phantasiebewegung“, so Brandt im Sinne Robert Jungks.

Die Veranstaltung gemeinsam mit dem Literaturarchiv Salzburg fand in Erinnerung an die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Robert Jungk durch die Stadt Salzburg vor 30 Jahren statt. Karoline Tanzer, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Salzburg, verwies in ihrer Einführung auf die Ziele der Wissensstadt Salzburg und würdigte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Robert-Jungk-Bibliothek. Die Stadt werde auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Einrichtung sein.