AP 50 | Die Macht geht vom Volk aus

Im 50. Arbeitspapier der JBZ haben sich Birgit Bahtic-Kunrath und Stefan Wally auf die Spuren des bürgerschaftlichen Engagements in Salzburg gemacht. Ihr Ziel war es, die verschiedenen Traditionen und Erfahrungen zusammenzutragen. Herausgekommen ist eine kompakte Geschichte der politischen Partizipation in Salzburg.

Read more…

PW 47 Online | Urban Farming – neue Ansätze zur Versorgung der Stadt? 22.7.

Was ist Urban Farming überhaupt, welche Art von Projekten gibt es? Kann Urban Farming die krisenanfälligen Versorgungsketten entlasten – auch in größeren Städten, die ja sehr verwundbar sind? Hat Urban Farming ein Potenzial über kleinere Initiativen hinaus? Kann Urban Farming die Qualität von Lebensmitteln verbessern? Was sind aktuelle Hürden für Urban Farming bzw. was sind die Grenzen – welche Möglichkeiten gibt es, diese zu überwinden? 

Online-Veranstaltung mit Ronny Regensburger von Urban Roots, Michael Berlin, Geschäftsführer blün GmbH, Patrick Müller, Geschäftsführer bloom.s Saalfelden. Moderation: Birgit Bahtic-Kunrath

Mi., 22. Juli 2020, 19.00-20.30 Uhr, JBZ Online-Raum. Den Link zur Teilnahme gibt es nach der Anmeldung.  Ob auch eine Publikumsveranstaltung möglich sein wird, richtet sich nach den zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden COVID 19-Vorgaben.
www.jungk-bibliothek.org/anmeldung

AP 49 | Wann lernen Gesellschaften?

Die Coronavirus-Krise zeigt, dass gesellschaftliche Ressourcen mobilisiert und Einschränkungen umgesetzt werden können, um Bedrohungen zu begegnen. Viele fragen sich nun, warum dies in Bezug auf Umwelt- und Klimagefahren nicht in diesem Ausmaß gelingt. Das Wissen über Umweltgefahren und ökologische Zerstörungen ist zwar stark gestiegen. Doch mehr Wissen ist offensichtlich noch keine hinreichende Bedingung für ein geändertes Umweltverhalten. Hans Holzinger, Nachhaltigkeitsexperte der Robert-Jungk-Bibliothek, geht davon aus, dass jenseits von intrinsischer Motivation und Bewusstseinsbildung weitere, systemisch bedingte Handlungsbarrieren für ein nachhaltiges Verhalten bestehen. Pressetext

Read more…

Call | Zukunftsideen für Klimaschutz & soziale Innovation

Call für die TAGE DER ZUKUNFT SALZBURG 2020. Du hast eine zukunftsweisende Projektidee in den Themenbereichen Klimaschutz und soziale Innovation? Die TAGE DER ZUKUNFT SALZBURG bringen Deine Projektidee auf die Bühne und unterstützen Dich mit Coaching auf dem Weg zur Umsetzung. Bewerbungsfrist: 31. Juli 2020

Die Tage der Zukunft finden am Freitag 25. & Samstag 26. September 2020 im Kulturzentrum Schloss Goldegg statt.

Nähere Informationen und Anmeldung | pdf zum Download:
Bei Rückfragen: office@zukunftslabor-salzburg.at bzw. mobil: +43 664 18 250 18

Infos über neue Publikationen, Veranstaltungen und Videos auf JBZ TV

Wer noch Sommerlektüre sucht, findet Tipps in der neuen Ausgabe von proZukunft, unserem „Buchmagazin für zukunftsweisende Debatten“. Das mittlerweile vierte JBZ-Arbeitspapier dieses Jahres dokumentiert die Rede von Ulrike Guérot anläßlich der Verleihung des Salzburger Landespreises für Zukunftsforschung 2019 sowie die Laudatio von Klaus Firlei. „Die ökologische Wende kommt – wohl eher nicht“ vermutet der Soziologe Ingolfur Blühdorn (6.7.) in der nächsten Montagsrunde.  „Urban Farming“-Start ups als neue Versorgungswege für die Stadt werden in der Reihe „Projekte des Wandels“ vorgestellt (22.7.).

Auf JBZ TV findet ihr Nachlesen zu den Vorträgen „Energiewenden in Europa“ und „Mobilität der Zukunft“ sowie neue Ausgaben unserer Interviewreihe „Was kommt danach?“, u.a. mit einem schönen Gespräch mit Marianne Gronemeyer. Nicht zuletzt tragen MitarbeiterInnen der JBZ zum zivilgesellschaftlichem Engagement bei: aktuell mit der Unterstützung des Klimavolksbegehrens sowie publizistischen Beiträgen dazu, der Einladung zum 7. Salzburger NGO-Stammtisch (7.7.) sowie der Betreuung der Homepage „Gofair Salzburg“. Und einige wenige Plätze gibt es noch in unserer Herbstschule in Kooperation mit der Energie- und Klimastrategie 2050 des Landes Salzburg zu vergeben.

Wir wünschen einen schönen Sommer und hoffen auch wieder auf persönliche Begegnungen in der JBZ ab Herbst.
Mit besten Grüße
Hans Holzinger (für das Team)

Download Newsletter | Bestellung Newsletter

Was kommt danach? 24 | Mit Entschleunigung zu mehr Resonanz?

In dieser Folge erzählt der Nachhaltigkeits- und Zeitfforscher Fritz Reheis, warum sein Buch „Die Resonanzstrategie“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Die Resonanzstrategie“ lernen,
sagt Fritz Reheis:
In der Coronakrise sollten wir …
…innehalten und in uns hinein spüren, um wieder stärker in Resonanz zu treten mit anderen Menschen, der Natur und uns selbst. Aufgabe der Politik wäre eine Zeitpolitik, die dieses Schwingen und die passenden Zeitmaße dazu ermöglicht. Denn Verhalten hängt immer mit den Verhältnissen zusammen, in denen wir leben. Zudem muss die Politik Obergrenzen für den Naturverbrauch festlegen, was etwa den modernen Reisewahnsinn begrenzen würde.

  Das ist wichtig, weil ….
… das alleinige Setzen auf die Logik des Geldes und die Abwertung des Langsamen gegenüber dem Schnellen, etwa der Pflege anderer Menschen oder der Natur gegenüber dem Produzieren von immer mehr Gütern, uns in die aktuellen Krisen geführt hat.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil die Pandemie uns zeigt, dass die gegenwärtige Turboglobalisierung uns in die Krisen treibt, die betriebswirtschaftliche Logik des Immer-Schneller nun der virologischen Logik weichen musste. Neben dem persönlichen Suchen nach Resonanz und einer Politik, die Rahmenbedingungen hierfür schafft, könnte auch – das sage ich als Erziehungswissenschaftler – die Schule dazu beitragen, wenn sie die Kinder in ihrer Neugierde ernst nimmt und Schule mit dem Leben verbindet.  

„Der Rettung eine Richtung geben“ | JBZ-Gastkommentar in der Wr. Zeitung

„Es kann nicht mehr Aufgabe des Staates sein, allen immer mehr Wohlstand aus einem immer weiterwachsenden Kuchen zu versprechen. Die Abkehr von der Status-quo-Sicherung auch für Besserverdienende darf kein Tabu mehr sein. Umverteilung ist angesagt. Wer mehr hat, kann und soll auch mehr zur Krisenbewältigung sowie generell zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beitragen. Neben dem Argument der Fairness gibt es auch ein ökologisches: Menschen mit höherem Einkommen beziehungsweise Vermögen sind nachweislich auch größere Umweltsünder.“ Hans Holzinger in der Wiener Zeitung vom 1. Juli 2020 | Download pdf

„Kunst und Nachhaltigkeit“ | JBZ-Beitrag zu Vernissagen des Artforum Lehen

Am 16. Juni 2020 wurde die Ausstellung „Kunst und Nachhaltigkeit“ des Artforum Lehen eröffnet. Nanna Peter aus dem Vorstand des Vereins (im Bild mit einem ihrer Kunstwerke) bat JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger um einführende Worte: Aufgabe der Wirtschaft sei es, uns die für ein gutes leben nötigen Güter zur Verfügung zu stellen. Die Politik müsse den Unternehmen und uns als Bürgern und Bürgerinnen Regeln setzen. „Kunst muss nichts, darf aber (fast) alles“, so Holzinger mit Verweis auf das JBZ-Projekt „Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit“, das 2006 anlässlich 200 Jahre Mozart durchgeführt wurde. Kunst könne sensibilisieren, berühren, betroffen machen, Resonanz erzeugen und zum Nachdenken anregen. Die Ausstellung ist noch bis 4. Juli vor Ort zu betrachten. Die Exponate der Künstlergilde können aber auch online besichtigt werden. Für 17. Juli ist die Eröffnung der nächsten Ausstellung zum Motto „Halt mal an“ geplant. Holzinger wurde wieder gebeten, ein Einführungsreferat zu halten. mehr