Neue Ausgabe von proZukunft | Mit Top Ten der Zukunftsliteratur

Am 15. Dezember erscheint das nächste Heft unserer Zeitschrift proZukunft, erstmals gestaltet von der neuen Chefredakteurin Katharina Kiening. Die Schwerpunkte der Ausgabe: „Demokratie in der Krise“, „Künstliche Intelligenz“, „Die Linke neu denken“, „Die Welt mit anderen Augen sehen“, „Neue digitalisierte Gesellschaft“ sowie „Wirtschaft verstehen und gestalten“. Über 30 Bücher werden vorgestellt. Und wie immer gibt es News aus der Zukunftsforschung. Diesmal mit den vom proZukunft-Team gekürten Top Ten der Zukunftsliteratur 2019.

Abo 2019 bestellen | Geschenkabo 2019 bestellen | pdf-Abo bestellen

NEU: Ab 15. Dezember könnt ihr das Rezensionsmagazin digital bei PressReader, Readly und Austria-Kiosk lesen.

Micaela Latini: Zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Zum Verhältnis von Robert Jungk, Günther Anders und Ernst Bloch | 7.1.19

Micaela Latini ist Literatrurwissenschaftlerin und hat sich u.a. intensiv mit Ersnt Bloch auseinandergesetzt. Im Rahmen ihres Robert-Jungk-Stipendiums 2018 arbeitet sie zum Verhältnis von Robert Jungk, Günther Anders und Ernst Bloch. Sie recherchiert dazu u.a. über den Nachlass von Robert Jungk im Salzburger Literaturarchiv. Die Ergebnisse ihrer Recherchen werden in einem JBZ-Arbeitspapier publiziert. An diesem Abend gibt Latini Einblicke in ihre Arbeit im Rahmen des Jungk-Stipendiums. 7.1.2019, 19 Uhr in der JBZ, Strubergasse 18

Anmeldung erwünscht

Micaela Latini lehrt Neuere deutsche Literatur an der „Universität Cassino e Lazio meridionale“. Sie hat zahlreiche Beiträge zu G. Anders, Th.W. Adorno, I. Bachmann, W. Benjamin, Th. Bernhard, E. Bloch, G. Büchner, M. Haneke, Fr. Kafka, J.M.R. Lenz, R. Musil, L. Tieck, L. Wittgenstein veröffentlicht. Sie hat folgende Werke geschrieben: Il possibile e il marginale. Studio su Ernst Bloch (Mimesis, Mailand 2006); La pagina bianca. Thomas Bernhard e il paradosso della scrittura (Mimesis, Mailand-Udine 2011); Il museo degli errori. Thomas Bernhard e gli Antichi Maestri (Albo Versorio, Mailand 2012). mehr

Das Robert-Jungk-Stipendium wird jährlich von der Stadt Salzburg in Kooperation mit der JBZ vergeben.

    2

MR 123 | Zukunft Gesund Altern

MR 123 Altern

Soziale Interessen bestimmen unsere Lebensräume und Lebensumstände. Der Mensch gestaltet lebenslang Beziehungsgeflechte und befindet sich in einer ständigen nicht nur gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die geprägt ist von generationenübergreifenden Fragestellungen. Das Geronto_Netzwerk der Universität Salzburg mit seiner breiten Expertise zu den unterschiedlichen Aspekten des Alterns stellt in dieser Gesprächsrunde soziogerontologische Ergebnisse aus den Bereich der Rechtswissenschaften, der Sozialgeografie und der Technik im Bereich der Human-Computer-Interfaktion in den Mittelpunkt. Referenten sind Walter Pfeil, Andreas Koch und Alexander Meschtscherjakov. Zur Diskussion werden auch weitere anwesende Experten des Geronto_Netzwerkes aus den Bereichen der Naturwissenschaften beitragen.

– 123. JBZ-Montagsrunde: „Zukunft Gesund Altern: Rechtliche, soziale und technische Perspektiven“. Impulse: Walter Pfeil (Rechtswissenschaftler), Andreas Koch (Sozialgeograph), Alexander Meschtscherjakov (Computerwissenschaftler, alle Universität Salzburg). Montag, 14. Jänner 2019, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Anmeldungen sind hier möglich.

Comments: 0 Posted by: Categories: JBZ

Multilateralismus und zivilgesellschaftliches Engagement als Zukunftswege für eine friedliche Welt | Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL

Atomwaffen sind der Heißkalt der Weltpolitik. Einerseits wird mit nuklearer Rüstung gewetteifert und andererseits hat die Welt einen Atomwaffenverbotsvertrag. Welche Konzeptionen von Frieden und Sicherheit gibt es mit und ohne Atomwaffen? Sowohl Barack Obama, die EU, die Atomenergiebehörde und die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons ICAN wurden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Was leisten sie für Abrüstung und Frieden und wie können wir – im Sinne von Robert Jungk – „Betroffene zu Beteiligten“ machen und Beiträge zur Völkerverständigung leisten? Diese Fragen waren Thema von Workshop 1 der Tagung ZUKUNFT:INTERNATIONAL.

Nadja Schmidt, Obfrau und Gründungsmitglied von ICAN, schilderte zunächst die Arbeit ihrer NGO. ICAN hat wesentlich dazu beigetragen, dass im Juli 2017 der UN-Vertrag über das allegmeine Verbot von Atomwaffen verabschiedet wurde. Nun setzt sich die Gruppe für die Unterzeichnung, Ratifikation und Anerkennung dieses Vertrages als Instrument zur Ächtung und Abschaffung von Nuklearwaffen durch alle Staaten ein. Denn keiner der Atomwaffen besitzenden Mächte hat den Vertrag bisher unterschrieben.

Thomas Roithner, Friedensforscher und Privatdozent an der Universität Wien, betonte die Wichtigkeit und Notwendigkeit multilateraler Beziehungen in einer komplexen Welt, die derzeit von Fragmentierungsprozessen und Renationalisierungsbestrebungen geprägt sei. Zudem unterstrich er die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Gruppen, die sich gegen Militarisierung und Rüstungsgeschäfte stellen. Er plädierte auch für die Forcierung ziviler Friedensfachdienste, die er als Robert-Jungk-Stipendiat 2017 in dem JBZ-Arbeitspapier „Europa Macht Frieden“ beschrieben hat.

Thesen aus dem Workshop

Folgende Thesen wurde in dem von Hans Peter Graß, Geschäftsführer des Friedensbüros Salzburg, moderierten Workshops erarbeitet:

  • Multilateralismus ist der beste Weg zu guten Lösungen. Wir müssen daran festhalten und glauben.
  • Krieg, Frieden und Sicherheit sind nicht nur eine Angelegenheit von Staaten, sondern auch der Zivilgesellschaft.
  • Wir müssen (gewaltfreie) Konzepte von Frieden und Sicherheit jenseits von Massenvernichtungswaffen (ABC-Waffen) diskutieren und weiterentwickeln.

Link zu den Thesen aller Workshops

MR 124 | Um wen es sich zu kümmern lohnt |28.1.2019

Innovationen stehen hoch im Kurs. Sie sollen technischen Fortschritt ermöglichen, ökonomische Prosperität sichern, und gesellschaftliche Herausforderungen lösen. Innovationen implizieren generell nicht nur eine Veränderung, sondern auch eine Verbesserung der Verhältnisse. Insbesondere im sozialen Sektor sollen „kreative Lösungen“ und soziale Innovationen zu einer Steigerung der sozialstaatlichen Versorgung beitragen.

FH-Prof. Dr. Heiko Berner und FH-Prof. Dr. Elmar Schüll werfen in ihrem Vortrag einen kritischen Blick auf soziale Innovationen und zeigen auf, wie häufig der Innovationsbegriff zur Legitimation von durchaus ambivalenten Entscheidungen verwendet wird. So sorgt die Dominanz ökonomischer und effizienzbezogener Werte dafür, dass Innovationen im sozialen Sektor mitunter nicht zur Steigerung der gesellschaftlichen Inklusion beitragen, sondern strukturelle Diskriminierung fördern.

28.1.2019, JBZ, Strubergasse 18, 2. Stk, 19.30 Uhr | Anmeldung

Menschenwürdige Arbeit | JBZ-Vortrag bei Entwicklungstagung Wien

Auf Einladung von Stadt Wien und Südwind referierte JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger anläßlich 70 Jahre „Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte“ über „Menschenwürdige Arbeit im globalen Kontext“. Weitere Referierende der Tagung im Wiener Rathaus waren Pin-Yu Chen von der Asian Floor Wage Alliance, der ecudarorianische UN-Diplomat Walter Schuldt vom UN-Treaty Process for Business and Human Rights sowie Nationalratsabgeordneter Alois Stöger. mehr