MR 145 | Kürzer arbeiten für eine bessere Umwelt? | Online 6.4.2020

Klimawandel, steigende soziale Ungleichheit und Wachstumsgrenzen stellen unsere Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Kürzere Arbeitszeiten werden dabei in letzter Zeit immer wieder als Möglichkeit für mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Stefanie Gerold von der TU Berlin hat sich diesem Thema gewidmet und stellt einige Thesen zur Diskussion. Sie zeigt auf, unter welchen Rahmenbedingungen eine Arbeitszeitverkürzung zu einer ökologischen Entlastung führt und gleichzeitig das Wohlbefinden von Menschen steigert. Anhand von Beispielen aus österreichischen Betrieben wird veranschaulicht, wie Arbeitszeitverkürzung in der Praxis aussehen kann.

Wir bitten Stefanie Gerold (TU Berlin, Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre) um ihren Vortrag:

Ein paar Fragen zum Vortrag gibt es noch zu ergänzen. Stefan Wally stellte sie stellvertretend für uns in der Diskussion des Vortrages.

Und was kommt danach? (3) | Mehr autoritäre Herrscher?

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?

Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

In dieser Folge erzählt Birgit Bahtic-Kunrath über Ivan Krastevs „The LIght That Failed“.

Das könnte man aus Ivan Krastevs und Stephen Holmes‘ Buch lernen, sagt Birgit Bahtic-Kunrath: 
Nach Corona sollten wir …
… sehr wachsam in Bezug auf autoritäre Tendenzen sein: Auch wenn es zur Einhegung der Pandemie eine Einschränkung unserer Freiheiten braucht, müssen diese wieder umfassend hergestellt werden, sobald die Krise vorbei ist.
Das ist wichtig, weil ….
… wir sonst unser demokratisches Gefüge ernsthaft in Frage stellen würden. Besonders besorgniserregend ist die Situation in Ungarn, wo mit Verweis auf die Corona-Krise das ungarische Parlament ausgeschaltet wurde.
Die Chancen stehen ….
… gut, zumindest in konsolidierten Demokratien, wo vor allem Medien und eine kritische Zivilgesellschaft die Freiheitseinschränkungen kritisch begleiten und nach dem Ende der Pandemie energisch einfordern werden.
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Und was kommt danach? (2) | Zeit für mehr Gleichheit?

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?

Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

In dieser Folge erzählt Stefan Wally über Walter Scheidels „Nach dem Krieg sind alle gleich“. In unserer Datenbank prozukunft.org kann man lesen, worum es in diesem Buch geht. Und hier ist zuhören, warum diese Buch jetzt aktuell ist. Und hier kann man lesen, worum es in diesem Buch geht.

Das könnte man aus Walter Scheidels Buch lernen, sagt Stefan Wally:
Nach Corona sollten wir
… die Erfahrungen aus der Krise nicht vergessen und den allgemeinen Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle sichern.
Das ist wichtig, weil …
… unsere Gesundheit eng damit zusammenhängt, ob andere gesund sind.
Die Chancen stehen …
… gut, weil in Zeiten großer Katastrophen Vieles neu sortiert wird. Das kann aus ökonomischen Gründen sein, wie Scheidel zeigt, aber auch durch gemeinsame Erfahrungen von Gesellschaften
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Und was kommt danach? (1) | Das Ende der Überflussgesellschaft?

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?

Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

In dieser ersten Folge erzählt Hans Holzinger über Niko Paechs „Befreiung vom Überfluss“. In unserer Datenbank prozukunft.org kann man lesen, worum es in diesem Buch geht.

Das könnte man aus Niko Paechs Buch lernen,
sagt Hans Holzinger:
Nach Corona sollten wir
… die Resilienz der Wirtschaft erhöhen, die Fremdversorgung schrittweise zurückbauen und die Grundversorgung mit öffentlichen Gütern in den Mittelpunkt stellen.
Das ist wichtig, weil …
… der Verbrauch an Ressourcen drastisch sinken muss, Energie regional produziert und Wohlstand mit weniger Zeug und mehr freier Zeit erreicht werden soll.
Die Chancen stehen …
… gut, ein Umdenken hinsichtlich dessen zu erreichen, was wirklich wichtig ist im Leben. Zu hoffen ist, dass die notwendigen Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft sozial und ökologisch treffsicher erfolgen.
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JBZ ab 16. März nur mehr digital erreichbar

Auf der Grundlage der neuesten Vorgaben der Bundesregierung werden die Räumlichkeiten der Robert-Jungk-Bibliothek ab Montag, 16. März, bis auf Widerruf geschlossen. Das gesamte Team der JBZ ist aber weiterhin digital erreichbar.

Die Bibliothek ist in Betrieb, aber Bücher werden nur mehr nach digitaler Bestellung versandt, das Lesen in den Räumlichkeiten der JBZ ist nicht mehr möglich.
Die Zeitschrift proZukunft erscheint in unveränderter Frequenz.
Die Arbeitspapiere der Jungk-Bibliothek erscheinen ohne Verzögerung.
Das OpenAccess-Angebot an Rezensionen wird unverändert ausgebaut.

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Corona-Kommentare 3 | Nach der Krise: Andere Wirtschaft, bessere Welt?

Die JBZ stellt sich der Frage: Was kommt nach der Krise? (siehe dazu unsere neue Videoreihe). Der Nachhaltigkeitsexperte der JBZ Hans Holzinger plädiert in diesem Kommentar dafür, größer zu denken. Wohlstand neu zu verorten und wirtschaftlichen Erfolg anders zu messen, nennt er als Stichworte. Nicht zuletzt gehe es darum eine Ökonomie zu entwickeln, die für die Hungernden arbeitet, nicht für die Satten. Dafür würde er einen Wirtschaftsnobelpreis vergeben.

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Corona-Kommentare 2 | Krisenzeiten sind Umbruchszeiten – Lernen aus der Krise

Die JBZ stellt sich der Frage: Was kommt nach der Krise? (siehe dazu unsere neue Videoreihe). Der Nachhaltigkeitsexperte der JBZ Hans Holzinger setzt in diesem Kommentar darauf, die Krise für den ökologischen Umbau zu nutzen. Eine faire Verteilung des Wirtschaftsprodukts, neue Konsumprioritäten, eine Stärkung der öffentlichen Leistungen, Arbeitszeitverkürzungen und eine andere Mobilität nennt er als Stichworte. Fatal wäre die Rückkehr zur alten Normalität.

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