Herbstfest und Hommage an Ruth Jungk

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Das mittlerweile Tradition gewordene JBZ-Montagsrunden-Herbstfest bietet Besuchern und Besucherinnen unserer Veranstaltungen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Diesmal mit einem speziellen Programmpunkt: Der langjährige Leiter der Kulturredaktion der Salzburger Nachrichten, Werner Thuswaldner, wird anhand eines Textes für das Buch „Schillerndes Leben in Salzburg“ über Robert Jungks Gattin Ruth Jungk erzählen.

Wann: Montag, 26. September, 19:30

Wo: Robert-Jungk-Bibliothek, Strubergrasse 18

Anmeldung

Volles Haus: Dr. Wolfgang Petritsch in der Reihe Zukunftsbuch in der JBZ

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Am 21. September 2016 war Dr. Wolfgang Petritsch, ehemaliger österreichischer Botschafter bei der UNO und OSZE und Hoher Repräsentant in Bosnien und Herzegowina in der Reihe Zukunftsbuch zu Gast in der Robert-Jungk-Bibliothek. Die Veranstaltung, welche in Kooperation mit dem Friedensbüro Salzburg anlässlich des Weltfriedenstages abgehalten wurde, widmete sich der Frage nach einem Frieden für den Nahen Osten. Vor vollem Haus führte uns Dr. Petritsch in den historischen Kontext der zahlreichen Konfliktherde im Nahen Osten ein und erläuterte sehr eindringlich die Konsequenzen dieser Konflikte – in erster Linie die Zerstörung ganzer Gesellschaften und permanente Traumatisierung der Menschen vor Ort. Aber auch die gewaltigen Herausforderungen für Europa seien zu bedenken, welches stärker als die Großmächte USA und Russland von den Konflikten betroffen ist.

Der Befund des Diplomaten: Der Nahe Osten kämpft nicht nur mit dem postkolonialen Erbe willkürlicher Grenzziehungen, sondern auch mit säkularen und theokratischen Autokratien sowie einer sozialen Krise, die den letztlich erfolglosen Arabischen Frühling ausgelöst hat. Die geostrategischen Interessen der Großmächte tun ihr Übriges, um die Region permanent zu destabilisieren.

Viel Grund für Optimismus gibt es laut Wolfgang Petritsch nicht: Mit dem Verweis, dass lang dauernde Konflikte an Komplexität gewönnen und immer schwieriger zu lösen seien, wurden keine einfachen Lösungen präsentiert, jedoch eine Reihe von kleinen Schritten, welche die Situation vor Ort zumindest verbessern könnten. Darunter fallen ein Verbot von Waffenexporten in die Region, eine gezielte Ausbildung von Flüchtlingen in den Aufnahmestaaten, die den Wiederaufbau ihrer Heimat – vor allem Syrien – unterstützt, sowie wirtschaftliche Perspektiven, um die Konfliktpotenziale zu entschärfen. Für Syrien wünscht sich Petritsch einen Marshallplan zum Wiederaufbau. Politisch wäre eine Föderalisierung früherer Zentralstaaten wie Irak und Syrien sowie eine Autonomie-Regelung für Kurden in den von ihnen bewohnten Staaten ein erster Schritt zur Stabilisierung der Region.

Der Abend wurde mit einer lebhaften Diskussion zu Dr. Wolfgang Petritschs Thesen sowie einer Benefizaktion beschlossen. Anstelle eines Eintritts zur Veranstaltung wurden Spenden für das Projekt Hiketides gesammelt, das traumatisierten Flüchtlingen Therapie ermöglicht. Petritsch spendete sein Honorar einer Flüchtlingsinitiative seines Kärntner Heimatortes.

Birgit Bahtic-Kunrath

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Vorgestellt: Global Marshall Plan Initiative Österreich

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Seit 2003 setzt sich die Global Marshall Plan Initiative auch in Österreich für eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft ein – unabhängig, überparteilich, interkulturell und überkonfessionell. Träger in Österreich ist das Ökosoziale Forum. Das Österreichische Global Marshallplan Netzwerks vereint über 30 Mitgliedsorganisationen und –körperschaften und bündelt mit diesem Netzwerk Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, die Welt „zukunftsfähig“ zu machen. Dabei spielt der Nord-Süd-Dialog mit Fokus auf Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur eine wesentliche Rolle. Die Robert Jungk Bibliothek freut sich, Teil dieses Netzwerks zu sein.

Für Herbst und Winter 2016 /17 bietet die Global Marshall Plan Initiative Österreich ein spannendes Programm an:

Von 22.-25. September findet in Krems ein Zukunftslabor zu technologischen, klimatischen, demokratie- und sozialpolitischen Umbrüchen statt. Am 6. Oktober organisiert die Initiative in Graz mit Partnern eine Tagung zum Thema Bioökonomie, wo hochkarätige ExpertInnen das Thema aus verschiedenen Perspektiven diskutieren. Ein besonderes Anliegen ist die jährliche Wintertagung des Ökosozialen Forums, welche dieses Mal von 30. Jänner bis 3. Februar 2016 stattfindet und die größte agrarische Diskussions- und Informationsveranstaltung Österreich ist.

Nähere Informationen zur Global Marshall Plan Initiative mit allen Veranstaltungshinweisen finden Sie hier.

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Ehrung: Umweltverdienstzeichen für Walter Spielmann

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Ehrungsfestakt – Verleihung des Salzburger Umwelt-Verdienstzeichens Foto: LMZ/Neumayr/MMV 20.9.2016 Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler, Walter Spielmann und Landesrat Josef Schwaiger

 

Wir freuen uns sehr, dass der langjährige Leiter der JBZ Dr. Walter Spielmann am 20. September 2016 mit dem Umweltverdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt wurde. Das Umweltverdienstzeichen zeichnet besondere Verdienste und Leistungen auf den Gebieten des Salzburger Natur- und Landschaftsschutzes, des Umwelt- und Klimaschutzes, der nachhaltigen Entwicklung sowie der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz aus. Dr. Walter Spielmann erhielt das Verdienstzeichen in der Kategorie Umweltschutz und Klima, in Bezug auf seine Aktivitäten als Leiter der JBZ.

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