Porträt über Robert Jungk auf „Jüdische Geschichte in Salzburg“ des Salzburger Stadtarchivs

Helga Embacher hat für die Seite „Jüdische Geschichte in Salzburg“ des Salzburger Stadtarchivs ein Porträt über Robert Jungk verfasst. Dieses ist neben anderen „prägenden Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte Salzburgs“ nachzulesen. Die Robert-Jungk-Bibliothek wird darin als ein „wichtiger Ort des Dialoges über Zukunftsfragen“ erwähnt. Hier geht es zur Seite.

Foto: Screenshot der Homepage

SCIENCE MEETS FICTION 2021

2021 setzt das Festival SCIENCE MEETS FICTION wieder in vielen Veranstaltungen fiktionale Zukunftsentwürfe und wissenschaftliche Erkenntnisse in Beziehung zueinander. Vom 27. September bis 10. Oktober geht es wieder um das Wechselspiel zwischen technologischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Transformationsprozessen und deren Verarbeitung in künstlerischen Beiträgen zu fragen. Wo übertrifft die Gegenwart bei genauem Hinsehen die Zukunftsvisionen der Vergangenheit? Was sind aus heutiger Perspektive wahrscheinliche, was wären wünschenswerte Entwicklungen? Was wird auf absehbare Zeit Fiktion bleiben? Um diesen Fragen nachzugehen, gibt es Kinofilme, Ausstellungen sowie gesellschaftskritische und technologiebezogene Vorträge. „It’s the end of the world as we know it“ lautet das diesjährige Motto.

Seit 2018 wird das Festival jede Jahr im Herbst im Auftrag der Wissensstadt Salzburg und durch die Unterstützung zahlreicher Institutionen durchgeführt. Auch dabei – und zugleich für Konzeption und Organisation verantwortlich – sind die Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft der FH Salzburg und die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.

Unter www.sciencemeetsfiction.org gibt es mehr Infos und alle Programminhalte.

MR 168 | Mario Wintersteiger über die Politik des Erhabenen und Schönen. 13.9.2021

Seit jeher schlägt Schönheit die Menschen in ihren Bann. Selbiges gilt auch für das Erhabene. Es kann daher nicht verwundern, dass es eine jahrtausendealte Beziehung zwischen Ästhetik und Macht gibt. Seit den frühen Hochkulturen hatte die Legitimation politischer Autorität stets auch eine ästhetische Dimension, galten doch nach klassischer Auffassung das Schöne und das Gute als miteinander identisch. Die uns erhaltenen Skulpturen und Bauwerke der Antike und des Mittelalters legen noch heute steinernes Zeugnis von dieser Auffassung ab; ihre Formensprache erwies sich bis weit in unsere Zeit hinein als stilbildend. Dass die Ästhetik zudem ein Mittel sein kann, Menschen sprichwörtlich zu fesseln und den eigenen Machtanspruch zu symbolisieren, wussten auch die revolutionären und totalitären politischen Bewegungen der Moderne; in deren Selbstdarstellung spielte nicht zufällig die Kunst eine Schlüsselrolle.

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Mitbegründer der Zukunftswerkstätten | Nachruf auf Norbert Müllert

Norbert Müllert hat gemeinsam mit Robert Jungk in den 1970er-Jahren die Methode der Zukunftswerkstatt gegründet. Gemeinsam mit Studierenden der TU Berlin experimentierten die beiden an Verfahren einer partizipativen Zukunftsforschung. Das von Jungk und Müllert verfasste Buch „Zukunftswerkstätten. Mit Phantasie gegen Routine und Resignation“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und gilt nach wie vor als Standardwerk für die Arbeit in Zukunftswerkstätten. 1998 erschien die von Müllert gemeinsam mit Beate Kuhnt erstellte „Moderationsfibel Zukunftswerkstätten verstehen, anleiten, einsetzen. Das Praxisbuch zur Sozialen Problemlösungsmethode.“ Gestern erhielten wir die Nachricht, dass Norbert Müllert am 15. Juli 2021 verstorben ist. Bei einem Besuch 2017 in seiner Wahlheimat Markt Schellenberg erzählte Müllert Stefan Wally und Dagmar Ziegler von seiner Zusammenarbeit mit Robert Jungk und der Entwicklung der Zukunftswerkstätten (s. Bild). Seine Verdienste um die Verbreitung und Weiterentwicklung der Zukunftswerkstätten werden bleiben. Hans Holzinger

Link zu einem Nachruf von Stephan Geffers auf ZW Netz