Die JBZ

Kontakt:
Strubergasse 18/2. Stock, A-5020 Salzburg jungkSW
Telefon 0043 (0)662 – 873206
E-Mail: jungk-bibliothek@salzburg.at

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch        09-14 Uhr
Donnerstag                           16-21 Uhr
und nach Vereinbarung
Sommeröffnungszeiten (Juli/August) Di bis Do 10-14 Uhr

AGB der JBZJBZ-Zukunftspass/Fördermitgliedschaft | Team/Referenzen

Unser Auftrag

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen versteht sich als Einrichtung einer kritischen und kreativen Zukunftsforschung, die nicht marktorientiert agiert und sich damit von Ansätzen der Trendforschung sowie der vorwiegend kurzfristig ausgerichteten Forschung unterscheidet (Anm. 1). Nach der Stiftungserklärung  Robert Jungks ist es ihr Auftrag „mögliche, wahrscheinliche, gewünschte oder unerwünschte Zukünfte“ in den Blick zu nehmen und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen (Anm. 2). Engagiert in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur und dabei regional, national und international aktiv, ist die Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) Teil der Wissenslandschaft Salzburg. Zukunftsorientierung, Interdisziplinarität und Unabhängigkeit im Sinne der Prinzipien Robert Jungks sind für sie von zentraler Bedeutung. Aufgrund dieser Ausrichtung findet die Arbeit der Einrichtung in Salzburg und weit über die Grenzen Salzburgs hinaus Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die Satzung der Robert-Jungk-Stiftung definiert seit 1986 die Zukunftsperspektiven der Einrichtung:  Die JBZ soll zu einer Informationszentrale für alle die Zukunft betreffenden Fragen und Probleme werden.  Ziel ist die Sammlung und Vermittlung von zukunftsrelevanten Informationen an die breite Öffentlichkeit, die Förderung interdisziplinären und zukunftsoffenen Denkens und die Schaffung von Möglichkeiten zur Begegnung. „Den Organen und MitarbeiterInnen der Stiftung ist aufgetragen, die Bibliothek im Sinne dieser Stiftungserklärung zu erhalten und zu einem Informations-, Lehr- und Forschungszentrum für alle die Zukunft betreffenden Fragen und Problemen auszubauen.“(§ 3 Punkt 4 der Satzung der Robert-Jungk-Stiftung, Anm. 3) Um den eigenen  Ziele gerecht zu werden, wird auch der Weiterbildung der MitarbeiterInnen besondere Bedeutung zugemessen.

Vier Bereiche

Die Umsetzung dieses Auftrags führte zu einer Strukturierung der Arbeit in vier Bereiche. Diese sind Kommunizieren, Dokumentieren, Forschen und Aktivieren. Mittelfristig wird die JBZ diese Bereiche weiterentwickeln, um soweit wie möglich dazu beizutragen, gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden.

Kommunizieren: Die JBZ will die Bühne für die interessantesten Debatten in Salzburg bieten.
Die JBZ versteht sich als Ort des kritischen Zukunftsdiskurses, der Bildung, der Begegnung und des Austauschs zur Förderung vielfältiger Zukünfte. Als Einrichtung in der Tradition Robert Jungks steht sie für die Fähigkeit, Wissen und Themen unvoreingenommen und kritisch aufzugreifen. Deswegen ist die JBZ als Organisator von Diskussionen besonders geeignet. Ihr gelingt es, Menschen mit unterschiedlichen Weltsichten, Interessen und Berufen zu einem Dialog über eine Vielzahl von zukunftsrelevanten Themen in Form von Diskussionsrunden, Buchpräsentationen, Zukunftswerkstätten u. a. m. zu gewinnen.

Dokumentieren: Von der Bibliothek zum Creative-Commons-Provider
Die Bibliothek der JBZ wächst weiter. Sie umfasst mittlerweile 16.000 Bände und ist die größte Spezialsammlung zukunftsbezogener Literatur in Österreich. Ziel ist der niederschwellige Zugang zu Medien und Informationen. Wir bekennen uns weiter zur Sammlung, Dokumentation und Aufbereitung zukunftsrelevanter Daten in Form von Printmedien. Wir wollen damit dezidiert auch einen Beitrag zur Kultur des Buchs als prinzipiell freie und eigenständige Basis der Informationsaneignung leisten.  Die Zeitschrift „proZukunft“ erscheint seit 1987 in der Auflage von 1.800 Stück und ist als Radar der Zukunftsforschung im gesamten deutschsprachigen Raum anerkannt. Sie ist Ausdruck der systematischen Rezeption der wichtigsten Diskurse in der JBZ.

Forschen: Wir sind zukunftsbezogen, interdisziplinär und eigenständig
Das interdisziplinäre Team verfolgt den Ansatz einer kritischen und kreativen Zukunftsforschung. Die Forschungstätigkeit der MitarbeiterInnen konzentriert sich auf diese Prinzipien und schlägt sich in Aufsätzen, Buchpublikationen, Vorträgen, Lehrtätigkeit und Diskussionsbeiträgen nieder.

Aktivieren: Unsere Instrumente weitergeben
Robert Jungk steht für den Satz „Betroffene zu Beteiligten machen“. Die JBZ sieht dies als Auftrag. Das wichtigste von Robert Jungk entwickelte Instrument, diesem Anliegen zu entsprechen, ist die Methode „Zukunftswerkstatt“. Die JBZ organisierte bereits mehr als 100 Zukunftswerkstätten, in denen Menschen auf der Basis eines sie verbindenden Anliegens gemeinsam Zukunftslösungen entwickelt haben.

Robert Jungk als zentraler Bezugspunkt
Robert Jungk ist für uns ein zentraler Bezugspunkt. Seine Ideen, die in engem Austausch mit der Friedens-, Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Demokratiebewegung entstanden, wirken noch heute inspirierend, zumal viele der heute aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten mit seinen zentralen Anliegen aufs Engste verbunden sind.

Die Geschichte der JBZ wurde vom langjährigen Geschäftsführer Dr. Walter Spielmann aus Anlass des 30. Geburtstags der Einrichtung 2016 in einer Sonderbeilage der „proZukunft“ dokumentiert.
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(1) Basierend auf einer Zusammenstellung für das Kuratorium der Stiftung vom 15.1.2014 mit Ergänzungen durch die Mitgliederversammlung am 7. 12.2016.
(2) Vgl. Stiftungserklärung v. 23.12.1985.
(3) Satzung der Robert-Jungk-Stiftung in aktuellen Fassung v. 19.12.2012
Foto: Lilian Birnbaum

Präsident der Stiftung

Univ.-Prof. Dr. Klaus Firlei
Professor gem. § 104 UG, Arbeitsrecht und Sozialrecht

Team  und Referenzen

Mag. MAS Stefan Wally
Politikwissenschaftler und Universitätslektor, wissenschaftlicher Mitarbeiter seit 2009.
Seit 01. 07. 2016 Geschäftsführer.
Arbeitsschwerpunkte: JBZ-Montagsrunden,
JBZ-Arbeitspapiere, Mitarbeit Pro Zukunft.

Dr. Alfred Auer
Politik- und Kommunikations­wissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter seit 1986.
Arbeitsschwerpunkte: Bibliothek, EDV, Zeitschrift Pro Zukunft (hauptverantwortlich).

Mag. Hans Holzinger
Geograph und Nachhaltigkeits­experte, wissenschaftlicher Mitarbeiter seit 1992.
Arbeitsschwerpunkte: Zeitschrift Pro Zukunft, Zukunftswerkstätten und
MethodenAkademie, Reihe Zukunftsbuch, JBZ-Verlag, Öffentlichkeitsarbeit.

Dr. Birgit Bahtic-Kunrath
Politikwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin seit 1.9.2016. Themenschwerpunkte: Wirtschaft und Menschenrechte, soziale Grundrechte, Demokratisierung und State Building in Post-Konflikt Staaten, Westbalkan.
(derzeit Elternkarenz)

Mag.a Dagmar Baumgartner
Kommunikationswissenschaftlerin, Expertin für Partizipationsprozesse, Karenzvertretung seit 1.2.2017. Arbeitsschwerpunkte: Partizipation, Bürgerbeteiligung, Zukunftswerkstätten, JBZ auf den Neuen Medien, Zeitschrift Pro Zukunft.
Referenzen

Organigramm

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Partner und Mitgliedschaften
Die JBZ ist Mitglied in der Salzburger Erwachsenenbildung (SEB), im Dachverband Salzburger Kulturstätten, im Zukunftswerkstätten-Netzwerk, in der Plattform Zivilgesellschaft Salzburg und im Salzburger Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (sabine).

Stadt und Land Salzburg fördern seit Jahren die Einrichtung.

Qualitätskriterien
Die Qualität der Angebote der JBZ erkennen wir an folgenden Kriterien:
·          Bei allen Produkten ist es ein Qualitätskriterium, der Inter-bzw. Transdiziplinarität  und der Zukunftsorientierung des Stifters Robert Jungk Rechnung zu tragen.
·          Bei Veranstaltungen: Wenn der öffentliche Diskurs aufgrund der Gestaltung der Veranstaltung mit beeinflusst wird.
·          Bei Veröffentlichungen: Wenn sie Beiträge zur wissenschaftlichen Debatte liefern, über tagespolitische Diskurse hinaus reflektieren und aufgrund ihrer Ausdrucksweise allgemein nachvollziehbar sind.
·          In der Organisation: Durch die Ergebnisse der regelmäßigen Selbstreflexion sowie durch  externe Zertifizierung.
·          Im Außenauftritt: Durch die dokumentierte Rezeption in den Medien, in den sozialen Netzwerken und der direkten Kontakte.
·          Bei den Methoden: Durch die Frequenz der Nachfrage nach den Methoden der Jungk-Bibliothek, vor allem der Zukunftswerkstätten, sowie die Beschäftigung mit neuen und anderen Methoden.
·          Bei den ReferentInnen: Durch den gewissenhaft geprüften Nachweis ihrer Relevanz für den öffentlichen Diskurs. Durch Feedbackschleifen nach Veranstaltungen im direkten Gespräch, in den sozialen Medien und durch Onlineumfragen in größeren Abständen zur Rezeption der Veranstaltungsserien.