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Was kommt danach? 24 | Mit Entschleunigung zu mehr Resonanz?

In dieser Folge erzählt der Nachhaltigkeits- und Zeitfforscher Fritz Reheis, warum sein Buch „Die Resonanzstrategie“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Die Resonanzstrategie“ lernen,
sagt Fritz Reheis:
In der Coronakrise sollten wir …
…innehalten und in uns hinein spüren, um wieder stärker in Resonanz zu treten mit anderen Menschen, der Natur und uns selbst. Aufgabe der Politik wäre eine Zeitpolitik, die dieses Schwingen und die passenden Zeitmaße dazu ermöglicht. Denn Verhalten hängt immer mit den Verhältnissen zusammen, in denen wir leben. Zudem muss die Politik Obergrenzen für den Naturverbrauch festlegen, was etwa den modernen Reisewahnsinn begrenzen würde.

  Das ist wichtig, weil ….
… das alleinige Setzen auf die Logik des Geldes und die Abwertung des Langsamen gegenüber dem Schnellen, etwa der Pflege anderer Menschen oder der Natur gegenüber dem Produzieren von immer mehr Gütern, uns in die aktuellen Krisen geführt hat.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil die Pandemie uns zeigt, dass die gegenwärtige Turboglobalisierung uns in die Krisen treibt, die betriebswirtschaftliche Logik des Immer-Schneller nun der virologischen Logik weichen musste. Neben dem persönlichen Suchen nach Resonanz und einer Politik, die Rahmenbedingungen hierfür schafft, könnte auch – das sage ich als Erziehungswissenschaftler – die Schule dazu beitragen, wenn sie die Kinder in ihrer Neugierde ernst nimmt und Schule mit dem Leben verbindet.  

Was kommt danach? 23 | Rückkehr zu menschlichen Erfahrungsräumen?

In dieser Folge erzählt die Erziehungswissenschaftlerin und Autorin Marianne Gronemeyer, warum ihr Buch „Die Grenze. Nachdenken über ein Paradox der Moderne“ (oekom-Verlag) für den Umgang mit der Corona-Krise und die Zeit danach lehrreich sein könnte. Insbesondere der Glaube an Zahlen und Grenzwerte müsse hinterfragt werden, Erfahrungen und die erzählte Welt müssten wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Die Grenze. Nachdenken über ein Paradox der Moderne“, lernen, sagt Marianne Gronemeyer:
In der Coronakrise sollten wir …
… eine gründliche Skepsis gegenüber Grenzwerten behalten und uns nicht auf abstrakte Zahlen verlassen, sondern Erfahrungen und die erzählte Welt kultivieren. Wir sollten uns dagegen aussprechen, Menschen in Risikogruppen einzuteilen, und das Leid in der Welt jenseits von Corona nicht vergessen.  

Das ist wichtig, weil ….
…der Wirklichkeitsschwund durch Entpersönlichung und Technologie in die Unmündigkeit führt, wir uns wieder jenseits des Konsumismus im Gespräch begegnen und darüber nachdenken sollen, was uns bewegt. Notwendig wäre hier auch eine Schule, die Spielräume für wirkliches Denken eröffnet.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil wir in der Krise die Erfahrung gemacht haben, wie gut es tut, etwas nicht zu brauchen, und weil Nachbarschaft ganz neu erlebbar geworden ist. Dennoch besteht die Gefahr einer Entmündigung in einer solchen Krise, die sich verfestigen könnte.  

Was kommt danach? 22 | Den Zugriff auf den Umweltraum begrenzen?

In dieser Folge erzählt der Berliner Historiker, Autor und Fernsehmacher Fabian Scheidler, warum seine Bücher „Das Ende der Megamaschine“ und „Chaos. Das Zeitalter der neuen Revolutionen“ angesichts der Corona-Krise lehrreich sein könnten.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Das Ende der Megamaschine“, „Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen“ und „Der Kampf für globale Gerechtigkeit“ lernen, sagt Fabian Scheidler:
In der Coronakrise sollten wir …
… erkennen, dass die fortschreitende Zerstörung von Naturräumen durch den Menschen zuletzt auf uns selbst zurückschlägt. Pandemien haben hier ihren Ursprung, ebenso wie die Klimakrise und die viel zu wenig beachtete Krise des Artensterbens, die das langfriste Übeleben der Menschheit bedrohen.  

Das ist wichtig, weil ….
… nur ein Leben in Kooperation mit der nicht-menschlichen Natur möglich ist, der Expansions- und Wachstumsdrang der industriell-kapitalistischen Wirtschaftsweise überwunden und die Konversion bzw. Abwicklung destruktiver Wirtschaftszweige nötig ist.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil die Staaten in der Corona-Krise gezeigt haben, dass sie rasch und entschlossen handeln können. Die Investitionen, die nun zur Wiederbelebung der Wirtschaft getätigt werden, müssen in den sozial-ökologischen Umbau fließen. Hierfür brauchen wir starke zivilgesellschaftliche Bündnisse.  

Was kommt danach 21 | Mehr Bezug zu Lebensmitteln?

In dieser Folge erzählt die Kulturanthropologin und Konsumforscherin Gabriele Sorgo, warum das Buch „Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten“ von Andrea Heistinger für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten“ von Andrea Heistinger lernen, sagt Gabriele Sorgo:
Nach Corona sollten wir …
… uns der wesentlichen Dinge im Leben wieder stärker erinnern. Dazu zählen Lebensmittel hoher Qualität, ein Minimum an Wissen über Ernährung, ein neuer Bezug zu Landwirtschaft und Gärtnerei sowie der Respekt vor dem, was uns die Natur gibt.  

Das ist wichtig, weil ….
… durch die industrialisierte Landwirtschaft und anonymisierte Lebensmittelversorgung hohe ökologische Schäden und kulturelle Defizite entstehen. Durch eigenes Gärtnern machen wir neue Erfahrungen im Umgang mit der Natur.  
Die Chancen stehen ….
… gut, weil nach der Corona-Krise das Bewusstsein für eine wieder stärker regional orientierte Lebensmittelproduktion gewachsen ist und es unter jungen Menschen seit längerem einen Trend zum Selbermachen, etwa in den Bewegungen des Urban Gardening und der Gemeinschaftsgärten, gibt.  

Was kommt danach? 20 | Die Kannibalen?

In dieser Folge erzählt Markus Grüner-Musil, warum das Buch „Die Kannibalen“ von George Tabori für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnten wir aus George Taboris „Die Kannibalen“ lernen,
sagt Markus Grüner-Musil 
nach corona sollten wir…
… nicht einfach weiter machen wie bisher. es war vorher nicht alles gut –  ökologisch, sozial, kulturell –  und es wird auch nach corona nicht alles gut sein. eine Zäsur wie corona ist auch eine chance um dinge die vorher sehr festgefahren waren, in eine neue Bewegung zu bringen.  
das ist wichtig weil ….
… wir jetzt dinge vermisst haben, und dadurch werte neu geordnet werden. soziale empathie, kulturelle partizipation, persönliche bedürfnisse wie nähe und intimität  – all das können wir nicht bei amazon bestellen oder über netflix streamen. haben wir jetzt gelernt. – hoffentlich.  
die chancen stehen ….
… überall dort gut, wo wir die widersprüche nicht immer auflösen müssen. wenn man das aushält kann man auch einen veränderungsprozess – in dem wir mit sicherheit sein werden –  positiv erleben und mitgestalten.