Category Archives: JBZ TV

Urban Farming – neue Ansätze zur Versorgung der Stadt | Drei Start-Ups bei Projekte des Wandels | Nachlese auf JBZ TV

Die 47. Ausgabe der JBZ-Veranstaltungsreihe „Projekte des Wandels“ am 22. Juli 2020 beschäftigte sich mit dem Thema „Urban Farming“. Dazu luden wir drei Vertreter einschlägiger Start-Ups in den Online-Raum der JBZ, um ihre Initiativen zu präsentieren. Mehr im folgenden Bericht sowie im Videomitschnitt auf JBZ TV.

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„Unser Lebensstil ist nicht verhandelbar“ | Ingolfur Blühdorn in der 149. Montagsrrunde | Nachlese auf JBZ-TV

Er bleibe Optimist, aber als Sozialwissenschaftler versuche er, die Dinge nüchtern zu analysieren, so Ingolfur Blühdorn von der WU Wien in der 149. Montagsrunde am 6. Juli 2020. Diese Analysen haben es in sich. Die mangelnde Steuerungsfähigkeit unserer komplexen ausdifferenzierten Gesellschaften, bestehende Herrschaftsverhältnisse in unserem Wirtschaftssystem oder zu wenig Aufklärung mögen Gründe dafür sein, dass die ökologische Wende nicht gelingen mag. Der entscheidende Punkt sei jedoch, so Blühdorn, dass unsere Vorstellungen von Freiheit und einem guten Leben der Nachhaltigkeit diametral entgegenstehen. Und diese Vorstellungen seien unverhandelbar, der gebotene Wandel daher nicht mehrheitsfähig. Der Vortrag und die Diskussion sind auf JBZ TV anzusehen.

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Was kommt danach? 24 | Mit Entschleunigung zu mehr Resonanz?

In dieser Folge erzählt der Nachhaltigkeits- und Zeitfforscher Fritz Reheis, warum sein Buch „Die Resonanzstrategie“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Die Resonanzstrategie“ lernen,
sagt Fritz Reheis:
In der Coronakrise sollten wir …
…innehalten und in uns hinein spüren, um wieder stärker in Resonanz zu treten mit anderen Menschen, der Natur und uns selbst. Aufgabe der Politik wäre eine Zeitpolitik, die dieses Schwingen und die passenden Zeitmaße dazu ermöglicht. Denn Verhalten hängt immer mit den Verhältnissen zusammen, in denen wir leben. Zudem muss die Politik Obergrenzen für den Naturverbrauch festlegen, was etwa den modernen Reisewahnsinn begrenzen würde.

  Das ist wichtig, weil ….
… das alleinige Setzen auf die Logik des Geldes und die Abwertung des Langsamen gegenüber dem Schnellen, etwa der Pflege anderer Menschen oder der Natur gegenüber dem Produzieren von immer mehr Gütern, uns in die aktuellen Krisen geführt hat.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil die Pandemie uns zeigt, dass die gegenwärtige Turboglobalisierung uns in die Krisen treibt, die betriebswirtschaftliche Logik des Immer-Schneller nun der virologischen Logik weichen musste. Neben dem persönlichen Suchen nach Resonanz und einer Politik, die Rahmenbedingungen hierfür schafft, könnte auch – das sage ich als Erziehungswissenschaftler – die Schule dazu beitragen, wenn sie die Kinder in ihrer Neugierde ernst nimmt und Schule mit dem Leben verbindet.  

„Von der autogerechten zur menschengerechten Stadt“ | Verkehrsplaner Harald Frey und Stadträtin Martina Berthold in der Reihe „Projekte des Wandels“ mit Smart City Salzburg | Nachlese auf JBZ TV

Öffentliche Räume nicht mehr aus der „Windschutzscheibenperspektive“ der Autos, sondern aus der Perspektive der Lebensqualität für die Menschen zu denken, nennt der Verkehrsplaner Harald Frey als zentrales Anliegen für eine nachhaltige Stadtplanung. Er war Referent der Veranstaltung „Mobilität der Zukunft“ der Reihe Projekte des Wandels der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Kooperation mit Smart City Salzburg am 24. Juni 2020. Stadträtin Martina Berthold berichtete von Zukunftsplänen für nachhaltige Mobilitätslösungen in Salzburg und die Hürden, die es dafür zu nehmen gibt. Der von Hans Holzinger moderierte Abend kann hier auf JBZ TV nachverfolgt werden.

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Was kommt danach? 23 | Rückkehr zu menschlichen Erfahrungsräumen?

In dieser Folge erzählt die Erziehungswissenschaftlerin und Autorin Marianne Gronemeyer, warum ihr Buch „Die Grenze. Nachdenken über ein Paradox der Moderne“ (oekom-Verlag) für den Umgang mit der Corona-Krise und die Zeit danach lehrreich sein könnte. Insbesondere der Glaube an Zahlen und Grenzwerte müsse hinterfragt werden, Erfahrungen und die erzählte Welt müssten wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Die Grenze. Nachdenken über ein Paradox der Moderne“, lernen, sagt Marianne Gronemeyer:
In der Coronakrise sollten wir …
… eine gründliche Skepsis gegenüber Grenzwerten behalten und uns nicht auf abstrakte Zahlen verlassen, sondern Erfahrungen und die erzählte Welt kultivieren. Wir sollten uns dagegen aussprechen, Menschen in Risikogruppen einzuteilen, und das Leid in der Welt jenseits von Corona nicht vergessen.  

Das ist wichtig, weil ….
…der Wirklichkeitsschwund durch Entpersönlichung und Technologie in die Unmündigkeit führt, wir uns wieder jenseits des Konsumismus im Gespräch begegnen und darüber nachdenken sollen, was uns bewegt. Notwendig wäre hier auch eine Schule, die Spielräume für wirkliches Denken eröffnet.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil wir in der Krise die Erfahrung gemacht haben, wie gut es tut, etwas nicht zu brauchen, und weil Nachbarschaft ganz neu erlebbar geworden ist. Dennoch besteht die Gefahr einer Entmündigung in einer solchen Krise, die sich verfestigen könnte.