Category Archives: JBZ TV

Was kommt danach? 22 | Den Zugriff auf den Umweltraum begrenzen?

In dieser Folge erzählt der Berliner Historiker, Autor und Fernsehmacher Fabian Scheidler, warum seine Bücher „Das Ende der Megamaschine“ und „Chaos. Das Zeitalter der neuen Revolutionen“ angesichts der Corona-Krise lehrreich sein könnten.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Das Ende der Megamaschine“, „Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen“ und „Der Kampf für globale Gerechtigkeit“ lernen, sagt Fabian Scheidler:
In der Coronakrise sollten wir …
… erkennen, dass die fortschreitende Zerstörung von Naturräumen durch den Menschen zuletzt auf uns selbst zurückschlägt. Pandemien haben hier ihren Ursprung, ebenso wie die Klimakrise und die viel zu wenig beachtete Krise des Artensterbens, die das langfriste Übeleben der Menschheit bedrohen.  

Das ist wichtig, weil ….
… nur ein Leben in Kooperation mit der nicht-menschlichen Natur möglich ist, der Expansions- und Wachstumsdrang der industriell-kapitalistischen Wirtschaftsweise überwunden und die Konversion bzw. Abwicklung destruktiver Wirtschaftszweige nötig ist.  

Dafür gibt es Chancen, ….
… weil die Staaten in der Corona-Krise gezeigt haben, dass sie rasch und entschlossen handeln können. Die Investitionen, die nun zur Wiederbelebung der Wirtschaft getätigt werden, müssen in den sozial-ökologischen Umbau fließen. Hierfür brauchen wir starke zivilgesellschaftliche Bündnisse.  

Was kommt danach 21 | Mehr Bezug zu Lebensmitteln?

In dieser Folge erzählt die Kulturanthropologin und Konsumforscherin Gabriele Sorgo, warum das Buch „Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten“ von Andrea Heistinger für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten“ von Andrea Heistinger lernen, sagt Gabriele Sorgo:
Nach Corona sollten wir …
… uns der wesentlichen Dinge im Leben wieder stärker erinnern. Dazu zählen Lebensmittel hoher Qualität, ein Minimum an Wissen über Ernährung, ein neuer Bezug zu Landwirtschaft und Gärtnerei sowie der Respekt vor dem, was uns die Natur gibt.  

Das ist wichtig, weil ….
… durch die industrialisierte Landwirtschaft und anonymisierte Lebensmittelversorgung hohe ökologische Schäden und kulturelle Defizite entstehen. Durch eigenes Gärtnern machen wir neue Erfahrungen im Umgang mit der Natur.  
Die Chancen stehen ….
… gut, weil nach der Corona-Krise das Bewusstsein für eine wieder stärker regional orientierte Lebensmittelproduktion gewachsen ist und es unter jungen Menschen seit längerem einen Trend zum Selbermachen, etwa in den Bewegungen des Urban Gardening und der Gemeinschaftsgärten, gibt.  

Was kommt danach? 20 | Die Kannibalen?

In dieser Folge erzählt Markus Grüner-Musil, warum das Buch „Die Kannibalen“ von George Tabori für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnten wir aus George Taboris „Die Kannibalen“ lernen,
sagt Markus Grüner-Musil 
nach corona sollten wir…
… nicht einfach weiter machen wie bisher. es war vorher nicht alles gut –  ökologisch, sozial, kulturell –  und es wird auch nach corona nicht alles gut sein. eine Zäsur wie corona ist auch eine chance um dinge die vorher sehr festgefahren waren, in eine neue Bewegung zu bringen.  
das ist wichtig weil ….
… wir jetzt dinge vermisst haben, und dadurch werte neu geordnet werden. soziale empathie, kulturelle partizipation, persönliche bedürfnisse wie nähe und intimität  – all das können wir nicht bei amazon bestellen oder über netflix streamen. haben wir jetzt gelernt. – hoffentlich.  
die chancen stehen ….
… überall dort gut, wo wir die widersprüche nicht immer auflösen müssen. wenn man das aushält kann man auch einen veränderungsprozess – in dem wir mit sicherheit sein werden –  positiv erleben und mitgestalten.  

MR 148 | online am 15.6.2020 | Energiewenden. Europäische Klimapolitik im Vergleich

Sie alle wollen den gleichen Klimawandel begrenzen: die EU genauso wie ihre Mitgliedsstaaten. Die Wege dorthin unterscheiden sich jedoch beträchtlich: Photovoltaik, Windkraft an Land und EEG in Deutschland, Wasserstoff und das Verrechnen selbst erzeugten Sonnenstroms mit dem Verbrauch in den Niederlanden, weiterhin Atomstrom in Frankreich.

Der Vortrag von Achim Eberspächer warf Schlaglichter auf die  Energiewenden Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande, Österreichs und der Europäischen Kommission. Dabei identifizierte er, was sich auf alle Fälle ändern muss, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Zuletzt skizziert er, wie erfolgreiche Klimapolitik unseren Alltag im Jahr 2050 verändern wird.

– 148. JBZ-Montagsrunde: „Energiewenden. Europäische Klimapolitik im Vergleich.“ Impuls: Achim Eberspächer (Berater europäische Energieforschungsprogramme, Den Haag). Montag, 15. Juni 2020, 19.30 Uhr.

Die Diskussion fand im Rahmen der „SALZBURG 2050 – Partnerschaft“ im Rahmen der Klima- und Energiestrategie des Landes statt.

Was kommt danach 19 | Gesundheit vor Freiheit

In dieser Folge erzählt Dhenya Schwarz von der RWTH Aachen, warum das Buch „Corpous Delicti“ von Julia Zeh für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Corpous Delicti“ von Julia Zeh lernen,
sagt Dhenya Schwarz 
Nach Corona sollten wir…
…einen öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche Imperative und Wünsche führen, in dem Transparenz über die Pole Sicherheit, hier Gesundheit und Freiheit geschaffen wird. Durch die aktuellen Entwicklungen steht die Gesundheit und das „Kümmern um sich selbst“ mehr denn je für alle als quasi ethisches Projekt im Zentrum. Damit solche Tendenzen nicht zu Kontrollzwecken instrumentalisiert werden können, ist eine gesellschaftliche Reflektion und Bewusstwerdung solcher Imperative angebracht.
Das ist wichtig, weil …
…Gesundheit schon vor COVID-19 als symbolisches Kapital instrumentalisiert wurde und diese Tendenz nun aus dem privaten Projekt hinaus in die Gesellschaft als moralische Verpflichtung gerückt ist. Um mit Juli Zehs Worten zu sagen wo wir nicht hinwollen: „Ein Mensch der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon.“ (S.8)
Die Chancen stehen…
…in Europa langfristig gut, durch öffentlich Auseinandersetzung und Transparenz Ängsten entgegenwirken zu können und damit dem Wunsch nach Unfehlbarkeit wie auch der damit einhergehenden Freiheitseingrenzung. Die jetzige Krise könnte ein dankbarer Warnschuss sein, um sich den Chancen aber eben auch Herausforderungen demokratischer Systeme bewusst zu werden, diese gegeneinander abzuwägen und darin einen Mittelweg zu finden, der uns Freiheitseinschränkungen freiwillig eingehen lässt, um andere erhalten zu können.

Was kommt danach? 18 | Respekt für alle Lebewesen?

In dieser Folge erzählt der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Furche“ Oliver Tanzer, warum sein Buch „Animal Spirits“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Animal Spirits“ lernen,
sagt Oliver Tanzer:
Nach Corona sollten wir…
… erkennen, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist, Krisen nicht durch noch mehr vom selben, sondern nur durch eine Vielfalt an Wegen gelöst werden können und die Natur in ihrer Komplexität uns dazu wertvolle Hinweise geben kann.
Das ist wichtig, weil …
… wir uns von allem Lebendigen entfremdet haben, die Natur und andere Lebewesen instrumentalisieren und ausbeuten, schließlich, weil Konsum und Konkurrenz statt Nutzen und Kooperation oberste Prinzipien in Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind.
Die Chancen stehen…
… gut, weil wir nach der Krise die Sackgasse, in die wir uns manövriert haben, verlassen können. Aufgabe der Politik wäre es nun, alle Hilfen umwelt- und sozialverträglich zu gestalten und die Potenziale der Solidarität in der Zivilgesellschaft zu fördern.