In fast allen Grimm’schen Märchen stirbt die gute Mutter am Beginn oder ist einfach nicht da. Die gute Mutter steht dabei nicht für eine konkrete Person, sondern für ein ganzes System. Sie steht stellvertretend für das matriarchal-egalitäre Zeitalter, in dem wir Menschen – jedenfalls in Mitteleuropa – bis vor 2.500 Jahren gelebt haben. Gekommen ist die böse Stiefmutter, die stellvertretend für das patriarchal-hierarchische, kapitalistische Zeitalter steht. Märchen erzählen Geschichten der Verwandlung, sie weisen einen Weg, wie die höchst notwendige, grundlegende Verwandlung unserer Gesellschaft gelingen kann, so Markus Pühringer in seinem Buch „Vom Zauber der Verwandlung“ (Planet-Verlag). Wir präsentieren den Band in der Reihe JBZ-Zukunftsbuch und sind gespannt, wie sich Märchen wie der Froschkönig, Aschenputtel oder Schneewittchen systemisch deuten lassen.

Markus Pühringer studierte Volkswirtschaft in Linz, er ist Referent für Citypastoral, selbständig tätig im Bereich von Supervision, Coaching und Moderation. 2018 erschien sein Buch „Herrschaftsfrei leben“, 2013 „Im Bann des Geldes“, 2021 „Vom Zauber der Verwandlung“

JBZ-Zukunftsbuch 73 | 10. Februar 2022
Systemwandel à la Aschenputtel?
Was wir aus Märchen für die Verwandlung der Welt lernen können
Mit: Markus Pühringer, Ökonom, Coach, Citypastoral Linz

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