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AP + | Zwischen Verzweiflung und Hoffnung

Seit 2008 vergibt die Stadt Salzburg jährlich ein Robert-Jungk-Stipendium im Rahmen des Programms „Scientists in Residence“. Das in Erinnerung an den Zukunftsforscher in Kooperation mit der JBZ vergebene Stipendium ermöglicht Forscherinnen und Forschern zwei Monate in Salzburg zu einen Zukunftsthema zu arbeiten. Die italienische Literaturwissenschaftlerin Michaela Latini war Robert-Jungk-Stipendiatin 2018.

Jetzt legt Latini in einem Arbeitspapier ihre Forschungsergebnisse zu den Beziehungen zwischen Robert Jungk, Ernst Bloch und Günter Anders vor. Latini schreibt, man könne „die philosophische Praxis und die praktische Theorie von Robert Jungk als eine Perspektive lesen, die die Notwendigkeit des intellektuellen Engagements (wie Anders es in seinen Schriften immer wieder formuliert) mit einem konkreten utopischen Denken (im Blochschen Sinn) verbindet,  das der Hoffnung auf eine bessere Welt Raum lässt. Es ist dazu allerdings notwendig, die Spuren der Zukunft zu erkennen, die unsere Zeit durchziehen, konstituieren und begründen. Und dies ist keine einfache Aufgabe!“

Die Studie ist hier im Volltext nachzulesen.
Sie kann hier bestellt werden.

MR 145 | Kürzer arbeiten für eine bessere Umwelt? | Online 6.4.2020

Klimawandel, steigende soziale Ungleichheit und Wachstumsgrenzen stellen unsere Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Kürzere Arbeitszeiten werden dabei in letzter Zeit immer wieder als Möglichkeit für mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Stefanie Gerold von der TU Berlin hat sich diesem Thema gewidmet und stellt einige Thesen zur Diskussion. Sie zeigt auf, unter welchen Rahmenbedingungen eine Arbeitszeitverkürzung zu einer ökologischen Entlastung führt und gleichzeitig das Wohlbefinden von Menschen steigert. Anhand von Beispielen aus österreichischen Betrieben wird veranschaulicht, wie Arbeitszeitverkürzung in der Praxis aussehen kann.

Wir bitten Stefanie Gerold (TU Berlin, Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre) um ihren Vortrag:

Ein paar Fragen zum Vortrag gibt es noch zu ergänzen. Stefan Wally stellte sie stellvertretend für uns in der Diskussion des Vortrages.

Und was kommt danach? (3) | Mehr autoritäre Herrscher?

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?

Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

In dieser Folge erzählt Birgit Bahtic-Kunrath über Ivan Krastevs „The LIght That Failed“.

Das könnte man aus Ivan Krastevs und Stephen Holmes‘ Buch lernen, sagt Birgit Bahtic-Kunrath: 
Nach Corona sollten wir …
… sehr wachsam in Bezug auf autoritäre Tendenzen sein: Auch wenn es zur Einhegung der Pandemie eine Einschränkung unserer Freiheiten braucht, müssen diese wieder umfassend hergestellt werden, sobald die Krise vorbei ist.
Das ist wichtig, weil ….
… wir sonst unser demokratisches Gefüge ernsthaft in Frage stellen würden. Besonders besorgniserregend ist die Situation in Ungarn, wo mit Verweis auf die Corona-Krise das ungarische Parlament ausgeschaltet wurde.
Die Chancen stehen ….
… gut, zumindest in konsolidierten Demokratien, wo vor allem Medien und eine kritische Zivilgesellschaft die Freiheitseinschränkungen kritisch begleiten und nach dem Ende der Pandemie energisch einfordern werden.
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