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AP 47 | Warum wollen wir uns selbstoptimieren?

Glück ist eine Sehnsucht, die nicht altert. Der römische Philosoph Seneca schrieb im ersten Jahrhundert n. Chr.: »Glücklich leben wollen alle, aber wenn es darum geht zu durchschauen, was es ist, das ein glückliches Leben ausmacht, dann ist ihr Blick getrübt.« Heute – so scheint es – kann unser Blick unmöglich getrübt sein: Der Ratgeber- und Weiterbildungsmarkt produziert am Fließband Angebote, wie wir schnell und einfach glücklicher & erfolgreicher werden. Das ist das Glücksversprechen unserer Zeit ist: Wir können unsere Persönlichkeit und alle Bereiche unseres Lebens optimieren.

Der Band wirft einen kritischen Blick auf die Glücks- und Erfolgsverheißungen des Ratgebermarktes und analysiert unsere ambivalente Suche nach einem gelingenden Leben. Mit einer Fülle an Quellen aus Wissenschaft, Geschichte, Literatur und Ratgebern wird unserem Streben, etwas zu optimieren, skeptisch, aber keineswegs nur negativ nachgegangen.

Wie sehen Selbstoptimierungsangebote aus? Was an ihnen ist problematisch? Was macht »Glück« eigentlich aus? Und welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen treiben die Selbstoptimierung heute an? Warum wollen wir uns selbstoptimieren? Ziel des Bandes ist, die eigene Haltung zur »Kultur der Selbstoptimierung« besser zu verstehen und zu bestimmen. Eines aber ist sicher: Selbstoptimierung allein gibt letztlich keine Antwort darauf, was wir »wirklich« suchen.

Girkinger, Michael (2019): Warum wollen wir uns selbst optimieren? JBZ-Arbeitspapier 47. Salzburg. 78 S. 3,90 Euro. ISBN 978-3-902876-41-6

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MR 137 | Künstliche Intelligenz: Zwischen Hype und Panik | 14.10.2019

Die Diskussionen über künstliche Intelligenz schwanken zwischen dystopischen Zukunftsszenarien und großen Hoffnungen für die Menschheit. So verspricht etwa das digitale Zuhause der Zukunft verspricht mehr Wohn- und Lebensqualität, weil uns Aufgaben erleichtert oder ganz abgenommen werden. Gleichzeitig besteht oft Angst vor dem Verlust der Privatsphäre, dem „gläsernen Haushalt“ und der Abhängigkeit von Energie- und Internetanbietern. Daraus ergeben sich Fragen, mit denen wir uns bei dieser Montagsrunde beschäftigen wollen. Wer profitiert von diesen neuen technischen Möglichkeiten? Was passiert mit den dadurch erzielten Gewinnen? Ist die gewonnene Bequemlichkeit wirklich jeden Eingriff in die Privatsphäre wert? Wie verändert sich dadurch unser Zusammenleben?

Achtung: Diese Montagsrunde findet ausnahmsweise in der Arbeiterkammer Salzburg statt, weil dort die Möglichkeit besteht, sich die dazu gehörende Ausstellung „Smart Home – Sweet Home?“ anzusehen.

– 137. JBZ-Montagsrunde: „Künstliche Intelligenz: Zwischen Hype und Panik„. Impulse: Tobias Hinterseer (Arbeiterkammer Salzburg) und Michael Mondria (Ars Electronica Solutions Linz). Montag, 14. Oktober 2019, 19.30 Uhr. Ort: Arbeiterkammer Salzburg, Foyer, Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg. Eine Kooperation mit dem Ars Electronica Solutions Linz und der Arbeiterkammer Salzburg.

– Vor der Diskussion bieten wir den BesucherInnen der Runde um 18.30 Uhr an, an einer Führung durch die Ausstellung in der Arbeiterkammer Salzburg teilzunehmen. Treffpunkt: Arbeiterkammer Salzburg, Foyer.

Eine Kooperation mit dem Ars Electronica Solutions Linz und der Arbeiterkammer Salzburg.

Anmeldungen zur Montagsrunde und zur Führung sind hier möglich. Die Eintritte sind frei.

MR 136 | Unsere Zukunft: Bessere Technik, schlechteres Leben?| 30.9.2019

Im alten Traum führte bessere Technik zu einem besseren Leben der Menschen. Heute wissen wir, dass das nicht sein muss. Bessere technische Möglichkeiten verteilen die mit ihnen verbundenen Zugewinne, die Risiken und die Kosten ungleich. Arno Brandt untersucht genau diese Effekte. Im Rahmen des Festivals Science meets Fiction besucht er die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen zu einer besonderen Montagsrunde mit dem Titel „Unsere Zukunft: Bessere Technik, schlechteres Leben?“ Brandt wird an diesem Abend Thesen darüber aufstellen, in welche Richtung wir uns bewegen und wo bessere Technik zu einem schlechteren Leben führt.

Diese Montagsrunde ist Teil des Science meets Fiction-Festivals 2019.

Arno Brandt ist als freiberuflicher Regionalberater Partner des Instituts für Innovation und Technik (iit) in Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem regionale Branchenanalysen, Innovationskonzepte, Wissensvernetzung, ökonomische Effekte von Infrastrukturmaßnahmen, Industrie- und Strukturpolitik sowie Wirtschaftsförderung. Ein besonderer Fokus seiner Arbeiten liegt auf dem Feld der Digitalisierung der Wirtschaft.

– 136. JBZ-Montagsrunde: „Unsere Zukunft: Bessere Technik, schlechteres Leben?“ Impuls: Arno Brandt (Institut für Innovation und Technik, Berlin) Montag, 30. September 2019, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.