All posts by jbz

MR 172 | Laurenz Bub darüber, was Klimakatastrophe und Corona-Pandemie gemein haben. 22.11.2021

Sind die Klimakatastrophe und die Corona-Pandemie Krisen gleicher Art? Laurenz Bub meint, sie weisen zahlreiche Parallelen und Gemeinsamkeiten auf. Beide Krisen seien keine natürlichen, sondern in erster Linie gesellschaftlich-kulturelle Phänomene. Sie seien jeweils das Resultat der spezifischen Entwicklungsdynamik und Funktionslogik moderner kapitalistischer Wachstumsgesellschaften. Auch ihre Folgen und Implikationen müssen im Kontext jener gesellschaftlichen Strukturen betrachtet werden, die aus dieser Entwicklung hervorgegangen sind. Diese Thesen stellt der Politikwissenschaftler in der 172. Montagsrunde zur Diskussion.

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MR 171 | Gisela Kubon-Gilke und Remi Maier-Rigaud : Eine andere Welt ist (un)denkbar? 8.11.2021

Gibt es heute noch Utopien? Sehr wohl! Unsere Gäste haben sich sechs aktuelle Realutopien unterschiedlicher Denker:innen – von Eduard Heimann über Erik Olin Wright bis hin zu Jürgen Habermas und Harald Welzer – angesehen. Bei unsere Montagsrunde berichten Sie, was diese Ideen ausmacht und diskutieren, welche Transformationswege es für die Umsetzbarkeit der Utopien es gibt. Dabei werden u.a. Gerechtigkeits-, Partizipations- und Nachhaltigkeitsfragen aufgeworfen sowie Bezüge zu aktuellen Protestbewegungen hergestellt. Sie fragen, ob wir nicht sofort kluge Anregungen für Reformen der Sozialpolitik aus diesen Realutopien ziehen könnten?

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MR 170 | Kurt Kotrschal über Menschen als Krone der Schöpfung? 11.10.2021

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen Menschen und Tieren? Was unterscheidet uns. Kurt Kotrschal gibt einen Überblick über den Stand der naturwissenschaftlicher Erkenntnis.  Der Mensch interessiert sich vor allem für sich selbst. Unsere Sucht nach Sinn lässt uns seltsame Konstrukte erschaffen: zweitausend Jahre Selbstüberschätzung mit dem Ergebnis, dass wir uns ernsthaft als „Krone der Schöpfung“ wahrnehmen. Bei dieser Montagsrunde rückt der Biologe und Verhaltensforscher Kurt Kotrschal dieses Bild zurecht.

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MR 169 | Wenzel Mehnert über Future Follows Fiction. 4.10.2021

Die Zukunft beginnt immer zuerst als Fiktion. Das, was wir uns vorstellen können, ist das, was wir für die Zukunft erwarten. Die Science-Fiction arbeitet dabei konstant an unseren Vorstellungen mit, um unseren Blick auf die Zukunft verändern, zu erweitern aber auch zu verengen. Was wir dabei oft vergessen: Die SF folgt ihren eigenen Regeln und muss sich soziokulturellen Strömungen sowie mediengestalterischen Anforderungen unterwerfen. So spiegeln SF-Dystopien unsere eigenen Ängste vor dem Kontrollverlust durch Technologien, den Folgen des Klimawandels oder politischen Demagogen. Die Utopien hingegen zeigen uns unsere Hoffnungen, Ideale und Werte, umgesetzt und erlebbare über imaginäre Welten. So gesehen, wird SF nicht zu einem Zukunfts- sondern einem Gegenwartsmedium, das seismographisch die Sorgen und Hoffnungen unserer Gesellschaft abbildet und sie im Rahmen ihrer gestalterischen Möglichkeiten als Metaphern präsentiert. In dem Vortrag wirft Wenzel Mehnert einen kritischen Blick auf die Konstruktion der SF, bringe Beispiele für ihre Verschränkungen mit der Realität und verweist auf die Denkblockaden des Genres. Denn eins ist klar, das Ende der Welt ist erst erreicht, wenn wir sie uns nicht mehr anders vorstellen können.

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