All posts by jbz

MR 156 | Anita Heindlmaier & Carina Kobler: Arbeitsbedingungen der Covid-Held*innen in 24h-Betreuung und Transport. 14.12. Nur ONLINE

Sie sind oftmals „unsichtbar“, doch spätestens die weltweite Covid-Krise zeigt, wie wichtig ihre Arbeit für unsere Gesellschaft ist: Personen, die in der 24h-Betreuung (auch „24h-Pflege“ benannt) oder im Transportwesen tätig sind. Großteils handelt es sich dabei um Bürger*innen aus osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten. Die Montagsrunde nimmt diese beiden Gruppen, deren Arbeitszeit stark entgrenzt ist, in den Blick. Wie lassen sich Personen, die derartige Arbeit verrichten, soziodemographisch beschreiben? Wie gestaltet sich der (EU-)rechtliche Rahmen? Und wie sehen ihre Arbeitsbedingungen letztlich in der Praxis aus – und warum?

Anita Heindlmaier und Carina Kobler vom Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie / Salzburg Centre of European Union Studies der Universität Salzburg forschen zu prekärer Arbeit in der EU und möchten mit Ihnen in der Montagsrunde u.a. diskutieren, welche Schritte unternommen werden können bzw. müssen, damit sich Arbeitsbedingungen und soziale Rechte in der EU verbessern.

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Der Bibliothek ist für Besucher:innen ab Dienstag, dem 17. November, geschlossen. Die Veranstaltungen der JBZ finden online statt, bitte beachtet die Anmeldemöglichkeiten. Unsere Printprodukte erscheinen wie geplant.

MR 155 | Gunter Sperka: Wie Corona das Klima (nicht?) veränderte. 23.11. Nur ONLINE

Wir haben Gunter Sperka, den Klimaschutzkoordinator des Landes und Leiter der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit, gefragt, wie sich die Corona-Krise auf den Ausstoß von Treibhausgasen ausgewirkt hat. Er hat die verfügbaren Daten analysiert, die während er Lockdowns, während der Wiedereröffnung und zuletzt angefallen sind. Und er hat internationale Erfahrungen studiert. Bei der Montagsrunde wird er ein Zwischenfazit ziehen. Rettet uns Corona? Wurden wir wenigsten ein wenig klüger? Oder bleibt der zu erklimmende Berg des Klimaschutzes so hoch, wie er immer aussah? Und was kommt – zumindest in Konturen- , danach?

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MR 154 |Eva Linsinger: Was ist heute noch Qualitätsjournalismus? 2.11. Nur ONLINE

Medien stehen unter vielfältigem Druck: Printauflagen unter Druck, geschürtes Misstrauen, weniger Zeit für Recherche, die Konkurrenz der sozialen Medien. Was bedeutet dies alles für die Qualität des Journalismus? Eva Linsinger kennt die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte genau. Als Leiterin der Innenpolitik des Magazins „profil“ reflektiert sie in dieser Montagsrunde, was es heute noch bedeutet, wenn man „Qualitätsjournalismus“ anbieten will.

– 154. JBZ-Montagsrunde: „Was ist heute noch Qualitätsjournalismus?“ Impuls: Eva Linsinger (Leiterin Innenpolitik, profil). Montag, 2. November 2020, 19.30 Uhr.

Die Veranstaltung wird gestreamt im Zoom-Raum 864 224 5575.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

MR 153 | Klaus Burmeister: Künstliche Intelligenz 2030. 19. 10.

Die Zukunft steht nicht fest. Zukunftsforschung arbeitet daher gerne mit plausiblen Szenarien. Klaus Burmeister ist einer der wichtigsten Zukunftsforscher des deutschsprachigen Raumes. Gemeinsam mit einem Team hat er für das anerkannte Fraunhofer-Institut und gefördert vom deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung sechs Szenarien durchgedacht, wie der Einsatz künstlicher Intelligenz unsere Arbeitswelt bis 2030 verändern wird. In der JBZ wird er die Ergebnisse der Studie erstmals in Österreich vorstellen. 
Klaus Burmeister ist Gründer von Z_punkt und Head des foresightlabs. Der gelernte Starkstromelektriker war nach seinem Studium der Politologie an der Freien Universität Berlin, am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) sowie beim Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) tätig. Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit zukünftigen Herausforderungen und Innovationen für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Prozess der digitalen Transformation und die Zukunft der Arbeit sind für ihn in diesem Kontext zentrale Leitthemen.

– 153. JBZ-Montagsrunde: „Künstliche Intelligenz 2030. So ändert sich die Arbeitswelt: Die Szenarien.“ Impuls: Klaus Burmeister (Zukunftsforscher, Berlin). Montag, 19. Oktober 2020, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Die Veranstaltung wird auch gestreamt im Zoom-Raum 864 224 5575. Ist die Veranstaltung vor Ort nicht zulässig, wird nur der Stream angeboten. Die Angemeldeten werden rechtzeitig informiert.

Diese Montagsrunde war ursprünglich im März geplant gewesen und war abgesagt worden.

Noch Leben im Westen | Yannick Stiller bei der 151. JBZ-Montagsrunde

Der Salzburger Politikwissenschaftler Yannick Stiller stellte sich der Frage, wie es um den „Abstieg des Westens“ bestellt sei. Er referierte die wichtigen Thesen, die allesamt diesen Abstieg zum Inhalt haben. Stiller stellte diesen Thesen aber Argumente entgegen, die den Abstieg in Frage stellen. Es ist noch Leben im Westen.

Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurde vom Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ propagiert. Damit meinte Fukuyama, dass sich durch den Sieg „des Westens“ Demokratie und Marktwirtschaft nun endgültig und weltweit durchsetzen würden. Drei Jahrzehnte später wirkt diese Prognose stark verfehlt und viele Autorinnen und Autoren sprechen gar von einem bevorstehenden oder gar bereits vonstattengehenden Untergang „des Westens“. Geopolitisch erwachsen der NATO neue Konkurrenten in Asien, wirtschaftlich wird die liberale Marktwirtschaft von staatlich gelenktem Kapitalismus untergraben, normativ befindet sich die Demokratie in der Krise und auch kulturell wird das bisherige Monopol des Westens in Frage gestellt. Hier unsere Interview mit dem Politikwissenschaftler.