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Was kommt danach 19 | Gesundheit vor Freiheit

In dieser Folge erzählt Dhenya Schwarz von der RWTH Aachen, warum das Buch „Corpous Delicti“ von Julia Zeh für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Corpous Delicti“ von Julia Zeh lernen,
sagt Dhenya Schwarz 
Nach Corona sollten wir…
…einen öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche Imperative und Wünsche führen, in dem Transparenz über die Pole Sicherheit, hier Gesundheit und Freiheit geschaffen wird. Durch die aktuellen Entwicklungen steht die Gesundheit und das „Kümmern um sich selbst“ mehr denn je für alle als quasi ethisches Projekt im Zentrum. Damit solche Tendenzen nicht zu Kontrollzwecken instrumentalisiert werden können, ist eine gesellschaftliche Reflektion und Bewusstwerdung solcher Imperative angebracht.
Das ist wichtig, weil …
…Gesundheit schon vor COVID-19 als symbolisches Kapital instrumentalisiert wurde und diese Tendenz nun aus dem privaten Projekt hinaus in die Gesellschaft als moralische Verpflichtung gerückt ist. Um mit Juli Zehs Worten zu sagen wo wir nicht hinwollen: „Ein Mensch der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon.“ (S.8)
Die Chancen stehen…
…in Europa langfristig gut, durch öffentlich Auseinandersetzung und Transparenz Ängsten entgegenwirken zu können und damit dem Wunsch nach Unfehlbarkeit wie auch der damit einhergehenden Freiheitseingrenzung. Die jetzige Krise könnte ein dankbarer Warnschuss sein, um sich den Chancen aber eben auch Herausforderungen demokratischer Systeme bewusst zu werden, diese gegeneinander abzuwägen und darin einen Mittelweg zu finden, der uns Freiheitseinschränkungen freiwillig eingehen lässt, um andere erhalten zu können.

Was kommt danach? 18 | Respekt für alle Lebewesen?

In dieser Folge erzählt der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Furche“ Oliver Tanzer, warum sein Buch „Animal Spirits“ für die Zeit nach der Krise lehrreich sein könnte.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Animal Spirits“ lernen,
sagt Oliver Tanzer:
Nach Corona sollten wir…
… erkennen, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist, Krisen nicht durch noch mehr vom selben, sondern nur durch eine Vielfalt an Wegen gelöst werden können und die Natur in ihrer Komplexität uns dazu wertvolle Hinweise geben kann.
Das ist wichtig, weil …
… wir uns von allem Lebendigen entfremdet haben, die Natur und andere Lebewesen instrumentalisieren und ausbeuten, schließlich, weil Konsum und Konkurrenz statt Nutzen und Kooperation oberste Prinzipien in Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind.
Die Chancen stehen…
… gut, weil wir nach der Krise die Sackgasse, in die wir uns manövriert haben, verlassen können. Aufgabe der Politik wäre es nun, alle Hilfen umwelt- und sozialverträglich zu gestalten und die Potenziale der Solidarität in der Zivilgesellschaft zu fördern.

PW 47 Online | Urban Farming – neue Ansätze zur Versorgung der Stadt? 22.7.

Was ist Urban Farming überhaupt, welche Art von Projekten gibt es? Kann Urban Farming die krisenanfälligen Versorgungsketten entlasten – auch in größeren Städten, die ja sehr verwundbar sind? Hat Urban Farming ein Potenzial über kleinere Initiativen hinaus? Kann Urban Farming die Qualität von Lebensmitteln verbessern? Was sind aktuelle Hürden für Urban Farming bzw. was sind die Grenzen – welche Möglichkeiten gibt es, diese zu überwinden? 

Online-Veranstaltung mit mit Ronny Regensburger von Urban Roots, Lukas Norman, Betriebsleiter blün GmbH, Patrick Müller von bloom.s.. Moderation: Birgit Bahtic-Kunrath

Mi., 22. Juli 2020, 19.00-20.30 Uhr, JBZ Online-Raum. Den Link zur Teilnahme gibt es nach der Anmeldung. 
www.jungk-bibliothek.org/anmeldung