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MR 131 | Das Futurium – ein Haus der Zukünfte“ | Mit Direktor Stefan Brandt | 17.6.2019

Direkt an der Spree, zwischen Hauptbahnhof und Reichstagsgebäude in Berlin, wurde mit dem Futurium ein „Haus der Zukünfte“ errichtet. Auf über 5.000 Quadratmetern stehen künftig eine Ausstellung, ein Mitmach-Labor und ein Veranstaltungsforum zur Verfügung. In wenigen Wochen, am 5. September, wird das Futurium eröffnet. Es gelang uns, den Direktor des Hauses aus Berlin nach Salzburg zu holen: Stefan Brandt wird in dieser Montagsrunde unter anderem berichten, welche Bedeutung Robert Jungk für das Futurium hat.

In diesem Sommer jährt sich zum 30. Mal die Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg an Robert Jungk. Für die Stadt wird die Vorsitzende des Kulturausschusses Mag. Karoline Tanzer Grüße überbringen.

131. JBZ-Montagsrunde: „Das Futurium – ein Haus der Zukünfte.“
Impuls: Dr. Stefan Brandt (Direktor des Futuriums, Berlin)
Montag, 17. Juni 2019, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Wir bitten um Anmeldung hier

Xanthe Hall sprach über atomare Rüstung

Am Montag, 13. Mai 2019, referierte Xanthe Hall, Vorsitzende von Internationale ÄrztInnen für die Verhütung eines Atomkriege zur globalen Lage atomarer Rüstung. Tatsächlich ist ein Verbot von Atomwaffen unumgänglich: Keine Waffe sonst verursacht ähnlich weitreichende humanitäre Katastrophen, die noch dazu über Jahrzehnte bestehen bleiben. Die Effekte sind immer global, auch bei regionalen Atomwaffen-Konflikten, denn neben den menschlichen Verlusten werden auch Natur und Klima empfindlich gestört. Bis heute beharren die 5 ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates auf den Besitz von Atomwaffen, dazu gibt es vier weitere Staaten, die illegalerweise Atomwaffen erworben haben. Macht, Status, Abschreckung – dies sind die zentralen Motive dahinter. Xanthe Hall betonte hier auch die Rolle von Bündnispartnern. Selbst wenn ein Staat selbst keine Atomwaffen besäße, könne dieser zur globalen Bedrohung beitragen, durch Stationierungen, Abwehrschilden, etc.

Tatsächlich konnten Atomwaffen bislang keine Konflikte verhindern; sie sind zudem auch nicht sicher – das Fehlerpotenzial bleibt enorm hoch. Obwohl all diese Probleme bekannt sind, ist derzeit ein Rückschritt auf internationaler Ebene zu beobachten, wenn es um Rüstungskontrolle geht – das Aufkündigen des INF-Vertrags durch die USA und Russland ist nur ein Beispiel.

Trotz aller Herausforderungen endete Xanthe Halls Vortrag mit einem positiven Ausblick: Der globalen Zivilgesellschaft ist mit der Internationalen Kampagne zum Verbot von Atomwaffen (ICAN) gelungen, einen internationalen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen auf die politische Agenda zu setzen. Der Vertrag durchläuft gerade den Ratifizierungsprozess – ein großer Erfolg der internationalen Friedensbewegung, die ICAN 2017 den Friedensnobelpreis einbrachte, und ein erster Schritt zur internationalen Ächtung dieser verheerenden Waffen.

Krieg verhindern

JBZ bei Veranstaltung vor 200 Schülerinnen und Schülern in Bregenz

JBZ-Geschäftsführer Stefan Wally referierte der Veranstaltung „Treffpunkt Europa: innen – außen – zwischendrin“, am Donnerstag, 9. Mai 2019, vor rund 200 Schülerinnen und Schüler, die ins Kunsthaus Bregenz gekommen waren. „Wenn wir über Europa nachdenken, dürfen wir nie vergessen, dass die Verhinderung von Krieg eine oberste Priorität sein muss,“ so Wally.

Aus verschiedenen Blickwinkeln – Innen, Außen und Zwischendrin – wurden die aktuelle Entwicklungen rund um das EU-Gemeinschaftsprojekt von drei sachkundigen Referierenden in Impulsvorträgen beleuchtet. Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner appellierte bei der Veranstaltung an die junge Generation, unbedingt vom Wahlrecht bei den Europawahlen Gebrauch zu machen.

Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner im Gespräch mit Stefan Wally von der JBZ.

Neben dem Politikwissenschaftler und Universitätslektor Stefan Wally lieferten die langjährige ORF-Auslandskorrespondentin Sabine Schuster und der Feldkircher Laurenz Mathei und der in London als Economist im Department of Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS) tätig ist, aus der jeweils eigenen Sichtweise fundierte Einblicke in Abläufe sowie Hintergründe europäischer Politik. In die anschließende Diskussion brachten sich die Schülerinnen und Schüler engagiert ein.