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AP 50 | Die Macht geht vom Volk aus

Im 50. Arbeitspapier der JBZ haben sich Birgit Bahtic-Kunrath und Stefan Wally auf die Spuren des bürgerschaftlichen Engagements in Salzburg gemacht. Ihr Ziel war es, die verschiedenen Traditionen und Erfahrungen zusammenzutragen. Herausgekommen ist eine kompakte Geschichte der politischen Partizipation in Salzburg.

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Übrigens: Ein genauer Leser

Übrigens: Jürgen Habermas´ neues Buch wird in der Wochenzeitung „der Freitag“ von Michael Jäger rezensiert. Jäger haben wir als Jungk-Bibliothek in bester Erinnerung. Gemeinsam mit der ARGEkultur hatten wir Jäger 2018 bei einer Diskussion des Openmind-Festivals zu Gast. Er diskutierte mit den brillianten Politikwissenschaftlerinnen Birgit Sauer und Tamara Ehs. Jäger war einer der ruhigsten Diskutanten, die je bei uns zu Gast waren. Aber so ruhig er auch vortrug, so genau überlegt war jeder Satz.

Im Freitag rezensiert er Jürgen Habermas´ „Auch eine Geschichte der Philosophie“. Für Jäger ist das Aufregendste an dem Buch, wie Habermas Feuerbachs Religionskritik auf die Achsenzeit bezog. Unter Achsenzeit versteht man die Periode der Ideengeschichte, in der Sokrates, Buddha und Konfuzius und jüdische Propheten auftraten und erstmals die „Welt im Ganzen“ von einem Ort konzipierten, der nicht zu ihr gehörte. Sie hätten von sich als Individuen abgesehen, um als Menschen – in solcher Abstraktheit – nach den Menschen zu fragen. Und das habe auch Marx getan. Diese Begeisterung für die weiten Sprünge, die aber präzise gesetzt sind, war schon damals der Veranstaltung von JBZ und ARGEkultur zu spüren. Zeit ihn wieder nach Salzburg einzuladen. (stefanwally)

Übrigens: Kromp-Kolb, Misik und Guérot in einer Woche

Die JBZ ist seit heute wieder geöffnet. Und wir haben in den kommenden Tagen gleich drei große Angebote für euch.

Helga Kromp-Kolb haben wir für euch digital am 20. Mai zu Gast. Sie ist mit Sicherheit die bedeutendste Klimaforscherin des Landes.

Und auch Robert Misik ist am Montag, dem 25. Mai, noch digital zu erleben. Kaum ein Autor steht in Österreich für eine vergleichbar anwendungsorientierte Sozialkritik. Bei uns spricht er aber über Liebe und exklusiv für uns uns stellt er Thesen auf, was der Corona-Virus mit unserer Art zu lieben angestellt hat.

Und Ulrike Guérot hat mit uns über „Was kommt danach?“ gesprochen. Die bedeutende Wissenschaftlerin reflektiert im Gespräch mit Hans Holzinger, wie Europa sich neu erfinden muss. Ab sofort bei uns online.

Und unsere Zeitschrift proZukunft wird gerade fertiggestellt. Und die gibt es bei uns digital und analog: In Apps, Onlinekiosken oder doch per Post. (stefanwally)

Alte Freundschaften bleiben interessant

(20 05 14) Übrigens: Am Dienstag war in der Jungk-Bibliothek Franz-Josef Radermacher zu Gast. Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher ist Vorstand des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, ehem. Professor für Datenbanken und Künstliche Intelligenz an der Universität Ulm, Vizepräsident des Ökosozialen Forum Europa, Mitglied im Club of Rome und Mitglied im Advisory Board, Österreichisches Zentrum für Nachhaltigkeit und Ratsmitglied im Österreichischen Rat für Nachhaltige Entwicklung.

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Und was kommt danach? 14 | Abschied vom Wachstumszwang

In dieser Folge erzählt Friedrich Hinterberger über sein gemeinsam mit Christine Ax verfasstes Buch „Wachstumswahn: Was uns in die Krise führt – und wie wir wieder herauskommen“. Und er macht Vorschläge für ein Wirtschaften nach der Krise.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Wachstumswahn“ lernen,
sagt Fritz Hinterberger:
Nach Corona sollten wir…
… unser persönliches Leben wie unsere Wirtschaft von Wachstum unabhängig machen und einen ökologischen Strukturwandel, neue Arbeitszeitmodelle sowie ein für alle gesichertes Auskommen, etwa durch ein Grundeinkommen, angehen.
Das ist wichtig, weil …
… die Zeiten weiteren Wirtschaftswachstums vorbei sind, beim erneuten Hochfahren der Wirtschaft ökologische Aspekte wichtig sind und Verteilungsfragen eine bedeutendere Rolle spielen werden (müssen).
Die Chancen stehen…
… gut, weil der Staat, aber auch die Sozialpartnerschaft aus Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften in der Krise aufgewertet wurden. Wichtig wird sein, die Verlierer des Strukturwandels mitzunehmen und jene Gruppen der Gesellschaft, die mehr zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beitragen können, auch zur Verantwortung zu ziehen.  

In der JBZ mit Kromp-Kolb ins Detail gehen

(20 05 07) Übrigens: Vorwärts. In die Vergangenheit. So titelt diese Woche der Falter eine Geschichte über den drohenden Backlash in der Klimapolitik. Dabei könnte man doch aus der Covid-19-Krise dich lernen: Katastrophen können wirklich eintreten. War es nicht so, dass wir immer wieder gehört hatten, dass Pandemien wahrscheinlich sind? Und haben wir nicht immer gedacht, dass wir das wohl eher nicht erleben würden? Und verhält es sich nicht genau so mit katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels? Wir sehen sehr eindeutige Hinweise der Wissenschaft. Aber irgendwie denken wir leider immer noch, dass Wissenschaft ein Teil der Belletristik ist.

Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb plädiert in den Artikel: „Wenn man ein ohnehin renovierungsbedürftiges Haus hat, das bei einem Erdbeben einstürzt, dann werde ich es nicht wieder genauso aufbauen wie vorher und sagen: Um den Umbau kümmere ich mich später.“

Schön, dass Helga Kromp-Kolb in wenigen Tagen bei uns in der Jungk-Biblitohek zu Gast sein wird. Am 20. Mai diskutiert sie mit Hans Holzinger in unserer Reihe „Zukunftsbuch“ über Strategien wirksamen Klimaschutzes, über Beiträge jedes Einzelnen sowie über Maßnahmen der Politik. Eine Gelegenheit mit der Forscherin die Details ihres Arguments zu diskutieren. Das Ganze findet online statt. Das klappt ja eh auch, haben wir schon festgestellt. (stefanwally)