Jedem Menschen eine Erbschaft? Erbschaften spielen eine zunehmende Rolle beim Vermögen und dessen Verteilung. Wenige bekommen große Erbschaften, die meisten erben nichts oder nur wenig und kämpfen verzweifelt, sich Eigentum aufzubauen. Wäre es nicht gerechter, wenn jeder zumindest ein Grunderbe erhalten würde, das über die Besteuerung hoher Vermögen oder Erbschaften finanziert wird?

Seit längerem kursiert die Idee, dass der Staat allen jungen Erwachsenen ein Startkapital schenkt. Entweder cash zur freien Verwendung oder gebunden für Aus- und Weiterbildung, Erwerb von Wohneigentum, Unternehmensgründungen, Finanzvermögensbildung oder Altersvorsorge. Sinnvoll wäre ein Betrag von bis zu 20.000 Euro. Damit kann man keine großen Sprünge machen. Aber, ergänzt um eigene Ersparnisse, ist das schon mal ein erstes Vermögenspolster, das vieles erleichtert. Ein Grunderbe in dieser Höhe könnte noch realistisch über höhere Steuern auf hohe Vermögen oder Erbschaften finanziert werden, ohne dass größere wirtschaftliche Schäden entstehen.

Stefan Bach, wissenschaftlicher Mitarbeiter des renommierten Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, hat das Modell durchgedacht und durchgerechnet. Bei der Montagsrunde diskutieren wir Vor- und Nachteile und ob so etwas irgendwie realistisch wäre.

Grunderbe: JEDEM sein Startkapital?
mit Stefan Bach: Deutsches Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin
JBZ Montagsrunden 252 | MO 20.04.2026 | 19:00

Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 | Strubergasse 18/2 | 5020 Salzburg

Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird auch gestreamt.
Anmeldungen sind hier möglich.
Foto: © DIW