In Zeiten von Klimakrise, Kriegen und sozialer Überforderung wächst die Sehnsucht nach Einfachheit. Nach Rückzug, Natur, Überschaubarkeit. Achtsamkeit und kleine ökologische Gesten versprechen Halt – mitten in einer Welt der Polykrisen. Doch dieser Rückzug ist ambivalent. Wenn Natur zur privaten Wohlfühlkulisse wird und die Sehnsucht nach Einfachheit mit traditionellen, konservativen Rollenbildern einhergeht, stellt sich eine unbequeme Frage: Entlastet uns der Rückzug – oder entpolitisiert er uns?
Diese Veranstaltung nimmt diese Spannung ernst. Sie fragt nach unserem Verhältnis zur Natur, nach der Bedeutung von Rückzug als Schutzraum und nach seinen Grenzen. Wie viel Rückzug brauchen wir, um handlungsfähig zu bleiben? Und wie verhindern wir, dass die Sehnsucht nach Einfachheit in einen unkritischen Rückzug ins Private kippt?
Einblick gibt die Politikwissenschaftlerin Lena Ramstetter, deren Forschung sich im Spannungsfeld zwischen dem Potenzial von Achtsamkeitspraktiken und deren Grenzen bewegt.
Eine thematische Initiative der Sozialen Stadt Salzburg und dem Team Vielfalt.
Waldbaden gegen Weltkrisen?
Unsere Sehnsucht nach Einfachheit
mit Lena Ramstetter, Politikwissenschaftlerin
JBZ Projekte des Wandels 105 | MO 11.05.2026 | 19:00
Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 | Strubergasse 18/2 | 5020 Salzburg
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird auch gestreamt.
Anmeldungen sind hier möglich.
Foto: © privat
