Seit vielen Jahrzehnten kämpfen Frauen für ihre wirtschaftliche Gleichstellung und Unabhängigkeit. Themen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit stehen dabei im Fokus. Trotz der von Arbeiter:innen- und Frauenbewegung erkämpften Fortschritte geht die Umsetzung vieler, insbesondere gleichstellungspolitischer Forderungen, nur schleppend voran. In der Textsammlung Pionierinnen der Feministischen Ökonomie in Österreich. Ausgewählte Texte von 1892 bis 2021 wird aufgezeigt, dass viele der heutigen Debatten bereits in früheren Generationen geführt wurden.
Frauen, die sich mit ökonomischen Fragestellungen befassten, wurden häufig aufgrund ihres Geschlechts und ihrer behandelten Themengebiete in der Geschichtsschreibung übergangen. Ziel der Veranstaltung ist es, genau diesen Pionierinnen in Österreich eine Bühne zu bieten und darzulegen, wie durch ihre Beiträge der vorherrschende männlich geprägte Blick auf die Ökonomie erweitert wird. Judith Derndorfer forscht und publiziert seit vielen Jahren selbst zu Themen der feministischen Ökonomie. Sie bietet einen Einblick in verschiedene Epochen, Themen und Kämpfe, von den Anfängen der Frauenbewegung im späten 19. Jahrhundert über die institutionelle Etablierung der feministischen Ökonomie in den 1990er Jahren bis hin zu aktuellen Analysen und Forderungen.
Judith Derndorfer ist Ökonomin und arbeitet als Referentin für Verteilungsfragen und feministische Ökonomie in der Abteilung Wirtschaftswissenschaften und Statistik der AK Wien. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen hat sie die Textsammlung Pionierinnen der Feministischen Ökonomie in Österreich. Ausgewählte Texte von 1892 bis 2021 herausgegeben.

In Kooperation mit AK Salzburg

Wirtschaft feministisch denken
Ideen von Pionierinnen aus mehr als 100 Jahren

mit Judith Derndorfer: Ökonomin und Buchautorin
JBZ Montagsrunden 262 | MO 16.11.2026 | 19:00

Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Robert-Jungk-Platz 1 | Strubergasse 18/2 | 5020 Salzburg

Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird auch gestreamt.
Anmeldungen sind hier möglich.
Foto: © Lisi Specht