ZB 57 | Sepp Eisenriegler: Ist Kreislaufwirtschaft möglich? Aktionsprogramm der EU, Reparaturbonus, Repair Cafes | 21.9.

In dem von Sepp Eisenriegler herausgegebenen Buch „Kreislaufwirtschaft in der EU. Eine Zwischenbilanz“ (Springer-Verlag) vermitteln ExpertInnen der EU, des Konsumentenschutzes sowie der Wissenschaft den aktuellen Stand der Bemühungen, der linearen Verschleißwirtschaft den Kampf anzusagen und Wege in eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft einzuschlagen. Wir stellen das Buch mit dem Herausgeber vor, diskutieren mit ihm Vorschläge für eine reparaturfreundliche Wirtschaft sowie Prüfmethoden gegen frühzeitige Obsoleszenz, an denen der Experte gerade arbeitet. Weitere Mitwirkende: Andrea Hohenwarter, Christian Reisinger (Repair Café Salzburg), Angelika Brunner (Reparaturbonus Land Salzburg), Michael Loderbauer, Bettina Wimmer (Abfallservice Stadt Salzburg).
Mo. 21. September 2020 | 19.00 Uhr | Robert-Jungk-Bibliothek, am Robert-Jungk-Platz Struberg. 18, 5020 Salzburg. In Kooperation mit dem Repair Café Salzburg. Moderation: Mag. Hans Holzinger (JBZ), Co-Autor des Bandes. Aufgrund von Corona begrenzte TeilnehmerInnen-Zahl vor Ort. Die Veranstaltung wird aber auch online übertragen. Den Link gibt es nach der Anmeldung. Wir empfehlen frühzeitige Anmeldung.

Sepp Eisenriegler Foto: R.U.S.Z

Zum Referenten: Sepp Eisenriegler leitet seit 20 Jahren das Reparatur- und Service Zentrum R.U.S.Z in Wien und gilt als Pionier des Reparierens in Österreich. Seine langjährigen Erfahrungen im Bereich „Elektroaltgeräte“ und in der Konfrontation mit immer kurzlebigeren Produkten führten ihn dazu, als „Lobbyist“ für Ressourcenschonung und Klimaschutz politisch aktiv zu werden. Als Experte arbeitete er mit an einem neuen EU-Programm für „Circular Economy“. Die von ihm geschaffene österreichische Norm für Elektrogeräte diente als Vorlage für die aktuelle EU-Standardisierung von Energy Related Products. 2016 erschien sein Buch „Konsumtrottel: Wie uns die Konzerne austricksen und wie wir uns wehren“, im Februar 2020 der von ihm herausgegebene Band „Kreislaufwirtschaft in der EU. Eine Zwischenbilanz“. 

Sepp Eisenriegler (Hg.): Kreislaufwirtschaft in der EU. Springer-Verl. 2020

Zum Buch: Die Kreislaufwirtschaft (engl. „Circular Economy“) ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich genutzt, geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Der Nutzungsverlängerung von Produkten und ihrer Reparaturfähigkeit kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Im Buch „Kreislaufwirtschaft in der EU“ werden Ansätze einer ressourcenschonenden Wirtschaft, Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis sowie das Aktionsprogramm für Circular Ecopnomy“ der EU vorgestellt.

Zu den namhaften AutorInnen zählen Walter Stahel, Direktor des Instituts für Produktdauerforschung Genf und Sonderbeauftragter Kreislaufwirtschaft der EU-Kommission, die Konsumentenschützerinnen Sylvia Mandl und Nina Tröger, Nancy Bocken, Professorin am International Institute for Industrial Environmental Economics der Lund Universität sowie der Postwachstumsökonom Niko Paech. JBZ-Mitarbeiter Hans Holzinger ist mit einem Beitrag „Mehr Effizienz allein reicht nicht“ vertreten.

Dem Vortrag und der Buchpräsentation folgt ein Runder Tisch zur aktuellen Situation in Salzburg mit Andrea Hohenwarter, Christian Reisinger (Repair Café Salzburg), Angelika Brunner (Reparaturbonus Land Salzburg), Michael Loderbauer (Abfallservice Stadt Salzburg).

Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

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