Category Archives: JBZ Montagsrunden

Die ökologische Wende kommt wohl eher nicht. Nachlese zu Montagsrunde mit Ingolfur Blühdorn

Gerade als wir glaubten, dass unsere Gesellschaft sich dem ökologischen Umbau widmet, folgt Rückschlag auf Rückschlag. Die Klimapolitik steckt fest, die SUVs brummen und unser Lebensstil gönnt sich einen immer größeren ökologischen Fußabdruck. Warum ist die Nicht-Nachhaltigkeit so beharrlich?

Ingolfur Blühdorn ist dieser Frage nachgegangen. Blühdorn ist Professor für Soziale Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sein aktuelles Buch mit dem Titel „Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit“ ist vor kurzem beim transcript-Verlag erschienen.

– 149. JBZ-Montagsrunde: „Die Ökologische Wende kommt – wohl eher nicht. Covid-19 und die Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit. Impuls: Ingolfur Blühdorn (Professor für Soziale Nachhaltigkeit, Wirtschaftsuniversität Wien). Montag, 6. Juli 2020, 19.30 Uhr. Ort des Vortrages: Homepage der JBZ (www.jungk-bibliothek.org). Anschließende Diskussion um 20.15 Uhr: Zoom-Raum 864 224 5575.

In Kooperation mit der ARGEkultur.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

MR 148 | online am 15.6.2020 | Energiewenden. Europäische Klimapolitik im Vergleich

Sie alle wollen den gleichen Klimawandel begrenzen: die EU genauso wie ihre Mitgliedsstaaten. Die Wege dorthin unterscheiden sich jedoch beträchtlich: Photovoltaik, Windkraft an Land und EEG in Deutschland, Wasserstoff und das Verrechnen selbst erzeugten Sonnenstroms mit dem Verbrauch in den Niederlanden, weiterhin Atomstrom in Frankreich.

Der Vortrag von Achim Eberspächer warf Schlaglichter auf die  Energiewenden Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande, Österreichs und der Europäischen Kommission. Dabei identifizierte er, was sich auf alle Fälle ändern muss, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Zuletzt skizziert er, wie erfolgreiche Klimapolitik unseren Alltag im Jahr 2050 verändern wird.

– 148. JBZ-Montagsrunde: „Energiewenden. Europäische Klimapolitik im Vergleich.“ Impuls: Achim Eberspächer (Berater europäische Energieforschungsprogramme, Den Haag). Montag, 15. Juni 2020, 19.30 Uhr.

Die Diskussion fand im Rahmen der „SALZBURG 2050 – Partnerschaft“ im Rahmen der Klima- und Energiestrategie des Landes statt.

MR 147 | online am 25.5.2020 | Liebe im Kapitalismus in Zeiten der Epidemie

Wie funktioniert die Liebe in Zeiten des Kapitalismus? Warum sehnen wir uns nach Sicherheit? Was wird uns die Zukunft bringen? An welchen Gott wollen wir noch glauben? Warum finden wir Geiz geil? Was bedeutet uns Freiheit? Welche Konsequenzen hat Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung? Robert Misik, der renommierte Sachbuchautor, macht sich Gedanken zu unserer Gegenwart. Anhand zehn exemplarischer Begriffe, die Zeitgeist und Verfasstheit unserer Gesellschaft treffend skizzieren, geht er der Frage nach, welchen Paradigmen wir unsere Leben unterwerfen. Wir haben ihn gefragt, ob der Coronavirus etwas daran ändert…

Hier findet ihr den Vortrag und die Diskussion zum Nach-Schauen…

Eine Kooperation mit de, Studiengang „Soziale Arbeit“ bzw. dem Master „Soziale Innovation“ der FH Salzburg.

Nietzsche – missbrauchter Philosoph und aktueller Denker? | Montagsrunde online als Nachlese auf JBZ TV

Die 146. Montagsrunde – und zugleich die erste, die Online durchgeführt wurde – war nicht Covid 19 gewidmet, sondern der sehr unterschiedlichen Rezeption des Philosophen Friedrich Nietzsche. Der Politikwissenschaftler Mario Wintersteiger zeigte in seinem Vortrag und dann im Gespräch mit Stefan Wally, dass Nietzsches Denken durchaus ambivalent ist und auch missbraucht wurde, aber dennoch sehr aktuelle Bezüge aufweist. Es gab eine anregende Online-Diskussion. Und: Sowohl der Vortrag wie auch das Gespräch von Stefan Wally mit dem Nietzsche-Experten können auf JBZ TV angesehen werden.

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MR 146 | online am 27.4.2020 | Nietzsches langer Schatten. Eine Spurensuche in Kultur und Politik

Nietzsche ist tot – und das seit nunmehr bald 120 Jahren. Doch wie sieht es mit seinen Ideen aus? Immerhin werden, wie er selbst meinte, manche erst „posthum geboren“. Und in der Tat ist seine Wirkungsgeschichte höchst vielfältig. Als Kritiker der modernen Großerzählungen, als Verkünder von Mythen wie jenem der „ewigen Wiederkunft“ und als Verbreiter „verbotenen Wissens“ hat Nietzsche die Philosophie und Kunst gleichermaßen beeinflusst. Auch politische Bewegungen ließen sich von ihm inspirieren. Dass er dabei immer wieder missverstanden und für ideologische Zwecke missbraucht wurde, hat seinen Ruf bei vielen nachhaltig beschädigt. In der Postmoderne jedoch, deren Ahnherr er ist, ist sein polarisierendes Denken wieder neu aufgegriffen worden. In trivialer Form geistert Nietzsche mittlerweile sogar durch die Populärkultur. Eine ernsthaftere Auseinandersetzung mit ihm aber muss sich vor allem einem Befund stellen: Viele der Fragen, die sich in heutigen Gesellschaften aufdrängen, ähneln den Fragen, mit denen sich schon Nietzsche beschäftigt hat. In einer Zeit, in der über das „Postfaktische“, über Populismus, Trump und „politische Korrektheit“ diskutiert wird, wirft Nietzsche einen längeren Schatten, als viele meinen. Es gilt zu ergründen, was er uns posthum zu sagen hat. Hier ist der Vortrag zum Nachsehen:

Und hier eine kurze Diskussion der Thesen:

MR 145 | Kürzer arbeiten für eine bessere Umwelt? | Online 6.4.2020

Klimawandel, steigende soziale Ungleichheit und Wachstumsgrenzen stellen unsere Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Kürzere Arbeitszeiten werden dabei in letzter Zeit immer wieder als Möglichkeit für mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Stefanie Gerold von der TU Berlin hat sich diesem Thema gewidmet und stellt einige Thesen zur Diskussion. Sie zeigt auf, unter welchen Rahmenbedingungen eine Arbeitszeitverkürzung zu einer ökologischen Entlastung führt und gleichzeitig das Wohlbefinden von Menschen steigert. Anhand von Beispielen aus österreichischen Betrieben wird veranschaulicht, wie Arbeitszeitverkürzung in der Praxis aussehen kann.

Wir bitten Stefanie Gerold (TU Berlin, Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre) um ihren Vortrag: