Category Archives: JBZ Montagsrunden

„Wir sind zu klein und können nichts tun“ | Politologe Reinhard Steurer über Klimamythen in der 150. Montagsrunde

„Die anderen sind schuld, v.a. China und die USA“, „Wir sind zu klein und können nichts tun“, „Österreich steht ohnehin gut da“, „Jeder Einzelne kann etwas tun, Klimapolitik ist nicht nötig“, „Klimapolitik ist auch ohne Preis auf CO2 wirksam“, „Ein Preis auf CO2 ist unsozial“ – so lauten beliebte „Mythen“ der Klimapolitik. Aufgezählt und anschaulich widerlegt hat diese der Politikwissenschaftler Reinhard Steurer in der 150. Montagsrunde, die am 24. August 2020 im Rahmen der Partnerschaft mit der Klima- und Energiestrategie 2050 des Landes ausgerichtet wurde. Vortrag auf JBZ TV | Diskussion auf JBZ TV

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MR 152 | 05 10 20 | `Ihr seid doch alle in der Matrix gefangen!´ |Annekathrin Kohout |Science meets Fiction

Im Science-Fiction-Film Matrix sind die Menschen in einer computergenerierten Traumwelt gefangen, die Wirklichkeit lässt sich nur durch die Einnahme einer roten Pille erkennen. Neurechte Gruppierungen bemühen immer öfter dieses Bild, um gegen den Status quo der liberalen Demokratie aufzutreten. Sogar die „rote Pille“, die es erlauben soll, die Realität zu erkennen, wird zitiert: Den Neuen Rechten dient sie nunmehr zur Selbstbeschreibung. Annekathrin Kohout hat die Entwicklung dieser Denkweise verfolgt und zeigt, wie Bilder der Science-Fiction und der Popkultur halfen, einen neurechten Diskurs über „Wahrheit“ zu etablieren.

Die Kulturhistorikerin und Medienwissenschaftlerin Annekathrin Kohout arbeitet neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Seminar der Universität Siegen als freie Autorin. Sie ist Herausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift Pop. Kultur und Kritik, außerdem Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach.

– 152. JBZ-Montagsrunde: „`Ihr seid doch alle in der Matrix gefangen!´ Wie die neue Rechte heute über Wahrheit redet.“ Impuls: Annekathrin Kohout (Universität Münster). Montag, 5. Oktober 2020, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, am Robert-Jungk-Platz, 5020 Salzburg .

Die Veranstaltung wird auch gestreamt im Zoom-Raum 864 224 5575. Ist die Veranstaltung vor Ort nicht zulässig, wird nur der Stream angeboten. Die Angemeldeten werden rechtzeitig informiert.

Die Montagsrunde ist Teil des Festival „Science meets Fiction“.Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

MR 151 | 14.9.2020 | Der Abstieg des Westens

Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurde vom Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ propagiert. Damit meinte Fukuyama, dass sich durch den Sieg „des Westens“ Demokratie und Marktwirtschaft nun endgültig und weltweit durchsetzen würden. Drei Jahrzehnte später wirkt diese Prognose stark verfehlt und viele Autorinnen und Autoren sprechen gar von einem bevorstehenden oder gar bereits vonstattengehenden Untergang „des Westens“. Geopolitisch erwachsen der NATO neue Konkurrenten in Asien, wirtschaftlich wird die liberale Marktwirtschaft von staatlich gelenktem Kapitalismus untergraben, normativ befindet sich die Demokratie in der Krise und auch kulturell wird das bisherige Monopol des Westens in Frage gestellt. Yannick Stiller von der Abteilung Politikwissenschaft der Universität Salzburg möchte mit Ihnen diese Untergangsszenarien diskutieren und auch einen Blick in die Zukunft wagen: was kommt nach „dem Westen“?

– 151. JBZ-Montagsrunde: „Der Abstieg des Westens“ Impuls: Yannick Stiller (Politikwissenschaftler, Salzburg). Montag, 14. September 2020, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Die Veranstaltung wird auch gestreamt im Zoom-Raum 864 224 5575. Ist die Veranstaltung vor Ort nicht zulässig, wird nur der Stream angeboten. Die Angemeldeten werden rechtzeitig informiert.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

MR 150 | 24.8.2020 | Die gängigsten Klima-Mythen und deren politische Bedeutung

Kann Österreich als kleines Land nichts gegen die Klimakrise tun? Ist China am Klimawandel schuld? Reicht Freiwilligkeit, um das Klima zu retten oder braucht es doch einen Preis für CO2? Ist dieser dann tatsächlich unsozial? Die Debatte über den Klimaschutz wird hitzig geführt. Oft wird dabei auch mit falschen Behauptungen und Zahlen argumentiert. Wann sollte man misstrauisch werden und wie kann wirksamer Klimaschutz funktionieren?
Der Politologe Reinhard Steurer (BOKU Wien) beleuchtet in dieser Montagsrunde einige der gängigsten Mythen der Klimakrise. Er zeigt auf, warum diese in die Irre führen und dabei Klimapolitik verhindern.

– 150. JBZ-Montagsrunde: „Die gängigsten Klima-Mythen und deren politische Bedeutung.“ Impuls: Reinhard Steurer (Politikwissenschaftler, BOKU Wien). Montag, 24. August 2020, 19.30 Uhr. Ort: Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18/2, 5020 Salzburg.

Die Veranstaltung wird auch gestreamt im Zoom-Raum 864 224 5575.  Ist die Veranstaltung vor Ort nicht zulässig, wird nur der Stream angeboten. Die Angemeldeten werden rechtzeitig informiert.

Die Diskussion findet im Rahmen der Klimapartnerschaft „Salzburg 2050 statt.

Zum Stadtwerk kommt man mit dem O-Bus mit der Linie 2 (Haltestelle Gaswerkgasse oder Roseggerstraße), Linie 4 (Haltestelle Stadtwerk Lehen), Linie 7 (Haltestelle Strubergasse). Die S-Bahn Station Mülln ist nur fünf Gehminuten entfernt. 

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.

„Unser Lebensstil ist nicht verhandelbar“ | Ingolfur Blühdorn in der 149. Montagsrrunde | Nachlese auf JBZ-TV

Er bleibe Optimist, aber als Sozialwissenschaftler versuche er, die Dinge nüchtern zu analysieren, so Ingolfur Blühdorn von der WU Wien in der 149. Montagsrunde am 6. Juli 2020. Diese Analysen haben es in sich. Die mangelnde Steuerungsfähigkeit unserer komplexen ausdifferenzierten Gesellschaften, bestehende Herrschaftsverhältnisse in unserem Wirtschaftssystem oder zu wenig Aufklärung mögen Gründe dafür sein, dass die ökologische Wende nicht gelingen mag. Der entscheidende Punkt sei jedoch, so Blühdorn, dass unsere Vorstellungen von Freiheit und einem guten Leben der Nachhaltigkeit diametral entgegenstehen. Und diese Vorstellungen seien unverhandelbar, der gebotene Wandel daher nicht mehrheitsfähig. Der Vortrag und die Diskussion sind auf JBZ TV anzusehen.

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Die ökologische Wende kommt wohl eher nicht. Nachlese zu Montagsrunde mit Ingolfur Blühdorn

Gerade als wir glaubten, dass unsere Gesellschaft sich dem ökologischen Umbau widmet, folgt Rückschlag auf Rückschlag. Die Klimapolitik steckt fest, die SUVs brummen und unser Lebensstil gönnt sich einen immer größeren ökologischen Fußabdruck. Warum ist die Nicht-Nachhaltigkeit so beharrlich?

Ingolfur Blühdorn ist dieser Frage nachgegangen. Blühdorn ist Professor für Soziale Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sein aktuelles Buch mit dem Titel „Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit“ ist vor kurzem beim transcript-Verlag erschienen.

– 149. JBZ-Montagsrunde: „Die Ökologische Wende kommt – wohl eher nicht. Covid-19 und die Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit. Impuls: Ingolfur Blühdorn (Professor für Soziale Nachhaltigkeit, Wirtschaftsuniversität Wien). Montag, 6. Juli 2020, 19.30 Uhr. Ort des Vortrages: Homepage der JBZ (www.jungk-bibliothek.org). Anschließende Diskussion um 20.15 Uhr: Zoom-Raum 864 224 5575.

In Kooperation mit der ARGEkultur.

Anmeldungen sind hier möglich. Der Eintritt ist frei.