Knapp 100 Veranstaltungen im Pandemiejahr | JBZ-Tätigkeitsbericht 2020

Rasch hat das Team der Robert-Jungk-Bibliothek auf die Pandemie reagiert, ein kleines Studio eingerichtet und Veranstaltungen ins Netz verlegt. An die 100 Veranstaltungen mit knapp 4.500 Teilnehmenden wurden 2020 durchgeführt, der Zugang zu den digitalen Angeboten ist stark angestiegen. Die Videos auf JBZ TV wurden 9500 Mal aufgerufen, die Homepage an die 60.000 Mal besucht. Die Zugriffe auf die Bücherdatenbank bewegen sich im fünfstelligen Bereich. Mehr über das Pandemiejahr der JBZ gibt es im Tätigkeitsbericht sowie in der folgenden Zusammenfassung.

 

Knapp 100 Veranstaltungen trotz Corona mit 4500 Teilnehmenden

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) versteht sich Ort des Dialogs über die Zukunft. Die zentralen gesellschaftlichen Themen sollen in einem breiten Diskurs zur Sprache kommen, „Betroffene zu Beteiligten“ werden, wie der Institutsgründer Robert Jungk meinte. Auch Gespräche über die Zukunft leben vom persönlichen Austausch und der Begegnung vor Ort. Daher hat die Pandemie natürlich auch die JBZ getroffen. Das Team der Zukunftseinrichtung reagierte aber rasch. Das gesamte Veranstaltungsprogramm 2020 konnte umgesetzt werden – Großteils online. Der Schauraum zu Robert Jungk wurde kurzerhand zu einem Studio umgebaut, über welches die Veranstaltungen ausgestrahlt werden können. Alle Beiträge sind zudem auf dem neuen Youtube-Kanal von JBZ TV zu finden.

An die 100 Veranstaltungen mit knapp 4500 Teilnehmenden

2020 gab es insgesamt 97 Veranstaltungen mit 4.470 Teilnehmenden, wie dem Tätigkeitsbericht zu entnehmen ist. Dazu kommen die 9.500 Aufrufe der Videos auf JBZ TV. In den Veranstaltungsreihen Montagsrunden, Zukunftsbuch und Projekte des Wandels wurden Themen zu Demokratie, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit und Wirtschaft. In Kooperation mit Partnern konnte mittlerweile zum dritten Mal das Science meets Fiction-Festival umgesetzt werden. Im Rahmen der Partnerschaft mit der Klima- und Energiestrategie „Salzburg 2050“ des Landes sowie mit „Smart City Salzburg“ wurden zahlreiche Veranstaltungen zur Klimakrise und was dagegen zu tun ist durchgeführt. An die 30 Mal waren JBZ-Mitarbeiter selbst zu Vorträgen eingeladen.

Auch Corona selbst wurde mehrfach thematisiert, u.a. in einer neuen Gesprächsreihe „Was kommt danach?“ Vortragende und Freunde der JBZ wurden in Interviews um ihre Einschätzung der Krise gebeten, darunter der Ökonom Stephan Schulmeister sowie die Europavordenkerin Ulrike Guérot, Trägerin des Salzburger Landespreises für Zukunftsforschung 2019. Ein Mitarbeiter hat mit „Post-Corona-Gesellschaft. Was wir aus der Krise lernen sollten“ ein Buch zum Thema geschrieben.

Zukunftswissen digital zugänglich machen

Laut Stiftungsauftrag ist die Dokumentation von Zukunftswissen neben der Veranstaltungstätigkeit die zweite Säule der „Zukunftsbibliothek“. Das Büchermagazin „pro zukunft“ erscheint seit 1987. Vorgestellt werden darin aktuelle Neuerscheinungen zu allen zukunftsrelevanten Feldern – seit 2020 in neuem Layout. Auch „pro zukunft“ gibt es digital. Das Magazin ist über verschiedene Online-Kioske erhältlich. Das Online-Portal www.prozukunft.org enthält mittlerweile an die 5000 Buchbesprechungen und verzeichnet Jahreszugriffe in sechsstelliger Höhe. Generell verzeichnen die Online-Angebote der JBZ einen großen Zustrom. Die Homepage, die über Veranstaltungen und Projekte informiert, wurde 2020 an die 60.000 Mal aufgerufen.

In den JBZ-Arbeitspapieren werden Zukunftsthemen vertiefend behandelt. Fünf Arbeitspapiere sind 2020 erschienen, darunter eine soziologische Studie zu „Entfremdung, Unterordnung und Abgrenzung“, in welcher autoritäre Einstellungen in Salzburg erhoben wurden. Weitere Themen waren „Politische Partizipation in Salzburg seit 1900“ sowie die Frage „Wann lernen Gesellschaften?“.

Jahresprogramm 2021 bietet wieder spannende Beiträge

Das Jahresprogramm 2021 der JBZ ist bereits weit gediehen. Nach Vorträgen über „Religion & Werte“ sowie „Klimaproteste & Demokratie“ im Februar folgen im März Beiträge zu „Wer braucht Superhelden?“ – zu Gast ist die Philosophin Lisz Hirn – sowie „Corona verändert die Arbeitswelt“. Im April wird u. a. das Buch „Überreichtum“ des Ökonomen und Psychotherapeuten Martin Schürz vorgestellt. Im Juni spricht Walter Ötsch zum Thema „Die Ökonomie ein Jahr nach dem Shutdown“, Anfang Juli sind die Journalistinnen Susanne Götze und Anika Joeres mit ihrem Buch „Die Klimaschmutzlobby“ zu Gast. Im Herbst wird es u.a. die zweite Ausbildung „Zukunftswerkstätten gekonnt anleiten“ geben – junge Menschen erfahren und erlernen mit der von Robert Jungk gegründeten Beteiligungs- und Kreativmethode zu arbeiten.

Das Team der JBZ freut sich, wenn Veranstaltungen wieder mit Publikum stattfinden und wir mit unseren Gästen in persönlichen Austausch treten können. Doch auch digital wird die Arbeit an der Zukunft fortgeführt. Und die Online-Ausstrahlung von Veranstaltungen bleibt auch nach der Pandemie, weil damit weitere Interessierte angesprochen werden, die nicht nach Salzburg in die Zukunftsbibliothek kommen können.

Das JBZ-Team

Stefan Wally (Geschäftsführer), Katharina Kiening (Chefredaktion pro zukunft und Bibliothek), Carmen Bayer (JBZ TV) und Hans Holzinger (Pädagogischer Leiter).

Die JBZ wird gefördert von Stadt und Land Salzburg. Zudem ist sie Partnerin der Klima- und Energiestrategie „Salzburg 2050“ des Landes Salzburg sowie der Wissensstadt Salzburg.

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