Was hat der Klimawandel mit unserer Außenpolitik zu tun? Klimaschutz zahlt auf Sicherheit ein: Europa braucht eine größere Unabhängigkeit von Öl und Gas. Die Schließung der Straße von Hormus und der Gaspreisschock durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben dies schmerzlich vor Augen geführt. Ohne Transformation werden Klimafolgen immer schwerer, denn Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren oder Stürme führen zu erheblichen Schäden und können lebenswichtige Ressourcen wie Wasser oder fruchtbare landwirtschaftliche Flächen verknappen. Daraus entstehen Ressourcenkonflikte, die die Versorgungssicherheit gefährden, Hungersnöte begünstigen und schließlich Flucht- sowie Migrationsbewegungen auslösen können. Somit wirkt sich der Klimawandel in vielschichtiger Weise auf gesellschaftliche und politische Spannungen aus – eine Herausforderung für die europäische Außenpolitik.
In Kooperation mit der Klima- und Energiepartnerschaft „Salzburg 2050“
Input: Dr. Kira Vinke, Jahrgang 1988, ist stv. Forschungsdirektorin und Leiterin des Zentrums für Klima und Außenpolitik der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Mitglied des Beirats der deutschen Bundesregierung „Zivile Krisenprävention und Friedensförderung“. Sie hat umfangreiche Feldforschungserfahrung in Südasien, im Pazifik und in der Sahelzone gesammelt. Ihre Fachgebiete umfassen u.a. die Themen Klimamigration, Klimafolgen und gewaltsame Konflikte sowie zivile Krisenprävention.
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Vinke: © DGAP – Zsófia Pölöske
