Noch Leben im Westen | Yannick Stiller bei der 151. JBZ-Montagsrunde

Der Salzburger Politikwissenschaftler Yannick Stiller stellte sich der Frage, wie es um den „Abstieg des Westens“ bestellt sei. Er referierte die wichtigen Thesen, die allesamt diesen Abstieg zum Inhalt haben. Stiller stellte diesen Thesen aber Argumente entgegen, die den Abstieg in Frage stellen. Es ist noch Leben im Westen.

Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurde vom Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ propagiert. Damit meinte Fukuyama, dass sich durch den Sieg „des Westens“ Demokratie und Marktwirtschaft nun endgültig und weltweit durchsetzen würden. Drei Jahrzehnte später wirkt diese Prognose stark verfehlt und viele Autorinnen und Autoren sprechen gar von einem bevorstehenden oder gar bereits vonstattengehenden Untergang „des Westens“. Geopolitisch erwachsen der NATO neue Konkurrenten in Asien, wirtschaftlich wird die liberale Marktwirtschaft von staatlich gelenktem Kapitalismus untergraben, normativ befindet sich die Demokratie in der Krise und auch kulturell wird das bisherige Monopol des Westens in Frage gestellt. Hier unsere Interview mit dem Politikwissenschaftler.

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