In dieser Projekte des Wandels-Veranstaltung mit Smart City Salzburg berichtet Dr. Michael Kopatz, Projektleiter am Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie, über internationale Ansätze und Beispiele, wie Städte rad- und fußgängerfreundlich gestaltet, öffentliche Plätze den Menschen zurückzugeben und mit Wirtschaftsförderung 4.0 die regionale Ökonomie zu stärken. Danach diskutieren wir mit Stadträtin, Mag.a Martina Berthold MBA, was davon für Salzburg interessant sein könnte. Dienstag, 7. Dezember 2021, 18.00 Uhr, aufgrund der verschärften COVID19-Lage nur ONLINE. Anmeldung

Zur Veranstaltung: In seinem Buch “Schluss mit der Ökomoral. Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken” [pro zukunft-Rezension im Link] bringt Dr. Michael Kopatz vom Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt, Energie zahlreiche Beispiele, wie Städte ein ökologisches Verhalten fördern können. Der Begründer des Konzepts der „Ökoroutine“ (2016 ebenfalls als Buch erschienen) fordert politisches Engagement für eine Umweltwende, damit das richtige Verhalten zur neuen Norm für alle wird. Im Vortrag wird Kopatz zahlreiche inspirierende Beispiele von Kommunen und Städten zeigen, die Neues erproben und gut damit fahren. Er spricht nicht gegen individuelle Verhaltensänderung, insistiert aber auf der Verantwortung der Politik. Als Verbraucher:innen hätten wir nie die Macht, die der Größe der Herausforderungen angemessenen Veränderungen anzustoßen.  Neben mittlerweile breit diskutierten Maßnahmen wie Ressourcen- und CO2-Steuern oder einen verschärften Emissionshandel fordert Kopatz auch eine konsequente Umgestaltung der Städte und Verkehrsinfrastrukturen – vom Rückbau von Straßen bis hin zu Moratorien für den Ausbau von Flughäfen. In seinem jüngsten Buch „Wirtschaft ist mehr“ (Juli 2021) schildert Kopatz Wachstumsstrategien für nachhaltige Geschäftsmodelle in der Region, die auch für Städte interessant sind. Sein Ziel ist es, mit „Wirtschaftsförderung 4.0“ die lokale Ökonomie und Resilienz zu stärken.

Zum Referenten: Dr. Michael Kopatz ist seit 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wuppertal Institut, seit 2007 als Projektleiter in der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik. Von 2007 bis 2008 war er Projektleiter und Mitautor der von Misereor und BUND geförderten Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“, die von Wissenschaftlern des Wuppertal Instituts erstellt wurde. Später war er Projektleiter und Hauptautor der Studie Zukunftsfähiges Hamburg und weiterer populärwissenschaftlichen Werke. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Auswirkungen der Energiewende auf Armutshaushalte, kommunaler Klimaschutz, Energiesuffizienz und die Ausgestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft. Außerdem beschäftigt er sich mit Konzepten zur Stärkung der Regional- und Gemeinwohlwirtschaft in Kommunen. Diesen Ansatz nennt er Wirtschaftsförderung 4.0. Kopatz tritt zu den Themen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bei Städten, Institutionen und Initiativen in Deutschland als Referent, Gastredner und Keynote Speaker auf. Bei den niedersächsischen Kommunalwahlen 2016 wurde er in den Rat der Stadt Osnabrück gewählt, kennt Politik daher auch aus eigener Erfahrung.

Publikationen: „Ökoroutine. Damit wir tun, was wir für richtig halten“ (2016), „Schluss mit der Ökomoral. Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken“ (2019), „Wirtschaft ist mehr. Wachstumsstrategien für nachhaltige Geschäftsmodelle in der Region. Das Buch zur Wirtschaftsförderung 4.0“ (2021, alle oekom-Verlag