Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) hat den Internationalen Hauptpreis für Kunst & Kultur des Kulturfonds Salzburg erhalten.

Der Preis würdigt außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet Kunst und Kultur. Die JBZ verschreibt sich, „der Sammlung und Vermittlung von zukunftsrelevanten Informationen an die breite Öffentlichkeit, der Förderung des interdisziplinären und zukunftsoffenen Denkens und der Schaffung von Möglichkeiten zu Begegnung und Austausch. Sie fördert die Stärkung und Entwicklung von Demokratie, indem die behandelten gesellschaftspolitischen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und unterschiedliche Stimmen zum gemeinsamen Diskurs eingeladen werden“, so heißt es in der Begründung von Seiten des Kulturfonds.

Dem Kuratorium des Fonds gehören der Rektor der Paris Lodron Universität Salzburg, die Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg, der Rektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, die Präsidentin der Salzburger Festspiele, die Präsidentin der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst, Vertreter:innen aus Wirtschaft und Kultur und des Gemeindesrates sowie der Bürgermeister der Landeshauptstadt an.

Der Geschäftsführer der JBZ, Stefan Wally, betont, dass die JBZ der Ort in Salzburg sei, wo Zukunft diskutiert wird. Dies setze voraus, dass man offen ist für verschiedene Argumente. Das wiederum bedingt, sich gegenseitig verstehen zu wollen und eine zivilisierte und friedliche Form des Gesprächs zu suchen. Von Robert Jungk habe man als Grundidee, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Deswegen müsse auch die Art zu sprechen, die Bereitschaft signalisieren, dass jede:r mitmachen können.

Die JBZ hat aus Anlass der Vergabe des Preise für den Februar 2026 eine Trilogie von besonderen Montagsrunden angesetzt, die dem Preis gewidmet sind. Man wolle Salzburg etwas zurückgeben. Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb, die Journalistin Rosa Lyon und die Science-Fiction-Expertin Isabella Hermann werden ihre jeweils aktuellen Bücher vorstellen.
– Die Reihe aus Anlass der Preisverleihung beginnt mit einem hellsichtigen Epochenvergleich. Oliver Rathkolb, langjähriger Vorstand und Professor des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien, wird am 2. Februar 2026 sein Buch „Ökonomie der Angst“ zur Diskussion stellen.
– Im zweiten Teil der Trilogie geht es um Ungleichheit. Rosa Lyon ist studierte Ökonomin und Journalistin des ORF. Am 9. Februar steht ihr aktuelles Werk „Mehr als Geld“ im Mittelpunkt.
– Den dritten, abschließenden Abend, am 16. Februar 2026, bestreitet die Berliner Science-Fiction Expertin Isabella Hermann mit ihrem Buch „Zukunft ohne Angst, in dem sie für anti-dystopisches Denken plädiert.

Wally betonte bei der Verleihung die Bedeutung der Fördergeber:innen, der Ehrenamtlichen in den Gremien, der fördernden Mitglieder, des Teams und auch der Solidarität durch die Familie Jungk für den Erfolg der Einrichtung.

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Anmeldungen für die Montagsrunden-Triologie sind hier möglich.