Prof. Franz-Josef Radermacher über globale Energietrends, Kohlenstoffkreisläufe und die Paris-Lücke in der Reihe JBZ-Zukunftsbuch

Franz-Josef Radermacher ist Mit-Initiator eines Globalen Marshall-Plans. Vor kurzem hat er für die deutsche Bundesregierung die „Allinanz für Entwicklung und Klima“ konzipiert. In der Reihe Zukunftsbuch der Robert-sprachen wir mit Radermacher über seine neue Publikation „Der Milliardenjoker. Wie Europa und Deutschland den globalen Klimaschutz revolutionieren können.“ JBZ-Zukunftsbuch fand aufgrund der besonderen Umstände erstmals Online statt – die Premiere ist geglückt. Wir hörten einen spannenden Vortrag, dem eine anregende Diskussion folgte. Beides kann auf JBZ TV angesehen werden.

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PW 46 | Harald Frey: Mobilität mit Zukunft. Vorschläge für Salzburg. Mit Smart City Salzburg. 24.6.

Wie könnte eine urbane Mobilität der Zukunft aussehen, die mit bedeutend weniger Individualverkehr auskommt, den Öffentlichen Verkehr in den Mittelpunkt rückt und die Stadt der Fußgänger- und Radfahrer*innen umsetzt? Gemeinsam mit Smart City Salzburg lädt die Robert-Jungk-Bibliothek in der Reihe „Projekte des Wandels“ zu einem Vortrag mit dem Verkehrsplaner DI Dr.tech Harald Frey von der TU Wien Wien. Anschließend Diskussion  mit SR Martina Berthold u.a.
24. Juni 2020, 19 Uhr. Im JBZ-Online. Nach Anmeldung erhalten Sie den Link zur Veranstaltung sowie Hinweise, wie sie sich einloggen und in die Diskussion einbringen können. Anmeldung

Zur Veranstaltung: Im Zuge der Corona-Krise wurde das öffentliche und wirtschaftliche Leben stark heruntergefahren. Dies hat auch zu einer drastischen Reduktion des Mobilitätsaufkommens geführt. Wir haben die Bilder von leeren Straßen noch in guter Erinnerung. Mit der Lockerung der Maßnahmen steigt auch wieder der Verkehr und damit die Belastung der Städte sowie des Klimas. Wie könnte eine urbane Mobilität der Zukunft aussehen, die mit bedeutend weniger Individualverkehr auskommt, den Öffentlichen Verkehr in den Mittelpunkt rückt und die Stadt der Fußgänger- und Radfahrer*innen umsetzt? Welche Maßnahmen kann hier eine zukunftsweisende Stadt- und Verkehrsplanung treffen? Welche internationalen Beispiele gibt es und was wären Vorschläge für Salzburg. Der Verkehrsplaner Harald Frey der TU Wien gibt Antworten auf diese Fragen. Er ist ein ausgewiesener Experte im Bereich urbaner Mobilität und kennt auch die Verkehrssituation der Stadt Salzburg. Anschließend Diskussion mit SR Martina Berthold, weiteren ExpertInnen der Salzburger Verkehrsplanung sowie – per Chat – auch mit dem Publikum.

DI DR Harald Frey
(Foto: TU Wien)

Zum Referenten: DI Dr. Harald Frey ist Projektleiter am Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Institut für Verkehrswissenschaften, Fakultät für Bauingenieurwesen, TU Wien. Seine Forschungsschwerpunkte & sowie Bertaungstätigkeiten umfassen Verkehrskonzepte, Verkehrsmodellierung, Verkehrs- und Siedlungsplanung, Stadtplanung, Elektromobilität, Mobilitätsmanagement, Mobilitätsverhalten und Instrumente zur Verhaltensänderung, Evolutionäre Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie.

Harald Frey in einem Beitrag der Salzburger Nachrichten vom 22. Mai 2020

Und was kommt danach? 14 | Abschied vom Wachstumszwang

In dieser Folge erzählt Friedrich Hinterberger über sein gemeinsam mit Christine Ax verfasstes Buch „Wachstumswahn: Was uns in die Krise führt – und wie wir wieder herauskommen“. Und er macht Vorschläge für ein Wirtschaften nach der Krise.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach?
Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Das könnte man aus „Wachstumswahn“ lernen,
sagt Fritz Hinterberger:
Nach Corona sollten wir…
… unser persönliches Leben wie unsere Wirtschaft von Wachstum unabhängig machen und einen ökologischen Strukturwandel, neue Arbeitszeitmodelle sowie ein für alle gesichertes Auskommen, etwa durch ein Grundeinkommen, angehen.
Das ist wichtig, weil …
… die Zeiten weiteren Wirtschaftswachstums vorbei sind, beim erneuten Hochfahren der Wirtschaft ökologische Aspekte wichtig sind und Verteilungsfragen eine bedeutendere Rolle spielen werden (müssen).
Die Chancen stehen…
… gut, weil der Staat, aber auch die Sozialpartnerschaft aus Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften in der Krise aufgewertet wurden. Wichtig wird sein, die Verlierer des Strukturwandels mitzunehmen und jene Gruppen der Gesellschaft, die mehr zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beitragen können, auch zur Verantwortung zu ziehen.