Künstliche Intelligenz – Ende der Arbeit? | Neuer JBZ-Vortrag

Ob „Industrie 4.0“, „Arbeit 4.0“, „Digitaler“ oder „Plattform-Kapitalismus“ – die Inflation an neuen Begriffen soll signalisieren, dass wir vor einem grundlegenden Wandel des Arbeitens und Wirtschaftens stehen. Die menschenleere Fabrik wird ebenso diskutiert wie die Automatisierung von Dienstleistungen. Online-Shopping wird zum neuen Trend, digitale Plattformen ermöglichen neue Dienstleistungsangebote wie Airbnb oder Uber, aber auch neue Formen der Arbeitsorganisation wie Crowdwork. Hans Holzinger stellt in einem Vortrag Trends und Schlussfolgerungen für die Arbeitswelt von morgen vor. Zuletzt zu Gast war er an der Katholischen Privatuniversität Linz auf Einladung der Severin-Akademie.

Strukturwandel ist kein neues Phänomen. Zeitlebens haben technologische Erfindungen zur Veränderung der Wirtschaft und damit auch der Lebensbedingungen geführt. Der aktuelle Strukturwandel durch die Digitalisierung und Anwendung von künstlicher Intelligenz unterscheidet sich von früheren Phasen der Rationalisierung insbesondere durch zwei Aspekte: zum einen werden zunehmend auch Dienstleistungen Maschinen übertragen, darunter qualitativ hochstehende Tätigkeiten. Zum anderen geht die Digitalisierung einher mit Miniaturisierung und Multifunktionalität. Während die digitale Fotografie die alte Spiegelreflex-kamera und das Fotolabor abgelöst haben, vereint das neue Smartphone Telefonie, Internetzugang, Datenspeicherung, Emailverkehr und eben Kamera und Videogerät.

Als sechs Trends macht der Vortrag aus:
– Industrieroboter – „menschenleere Fabrik“
– Miniaturisierung und multifunktionale Geräte
– Automatisierung einfacher Dienstleistungen
– Komplexe Datenverarbeitung – „Algorithmen“
– Onlineshopping – personalisierte Werbung
– Lernende Maschinen – „Künstliche Intelligenz“

Referiert werden aktuelle Studien über die Arbeitsplatzeffekte von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (die Prognosen fallen keineswegs einheitlich aus) sowie Zukunftsperspektiven, die sich durch weitere Rationalisierungen ergeben können – von Arbeitszeitverkürzungen über neue soziale Dienstleistungen bis hin zu einem bedingungslosen Grundeinkommen.

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