Und was kommt danach 15 | In Zukunft gemeinsam?

In dieser Folge erzählt Ulrike Guérot, warum ihre Vorschläge für ein politisch geeintes Europa in den Büchern „Was ist die Nation?“ und „Warum Europa eine Republik werden muss“ für die gemeinsame Bewältigung der aktuellen Krise topaktuell sind.

In Zeiten der Krise leistet auch die JBZ ihren Beitrag. Wir wollen helfen, dass wir ins Gespräch kommen über die Zeit nach Corona. Was kommt danach? Zu diesem Zweck haben wir in unserem Gedächtnis aber auch in unseren Datenbanken gekramt. Seit vielen Jahren lesen wir Zukunftsbücher, fassen sie zusammen und machen so die Inhalte vielen Menschen zugänglich. Nun: Welche dieser Bücher enthielten wichtige Ideen, die wir jetzt hervorholen sollten?

Wir bitten, die fallweise nicht optimale Tonqualität bei den Passagen des Interviewers zu entschuldigen.

Das könnte man aus „Weil Europa eine Republik werden muss“ und „Was ist die Nation?“ lernen,
sagt Ulrike Guérot:
Nach Corona sollten wir…
… erkennen, dass in Zeiten der Globalisierung, der globalen Herausforderungen, der sozioökonomischen Zusammenhänge durch internationale Finanzmärkte, durch Konzerne, der Nationalstaat überfordert ist. Die Verknappung von Intensivbetten in der Lombardei hätte beispielsweise durch ein grenzübergreifendes Vorgehen in Europa gleich zu Beginn der Krise leicht verhindert werden können.
Das ist wichtig, weil …
… wir alle gut aus der Krise wollen und daher auch die gleichen Chancen haben sollen, die Krise zu meistern. Das geht besser gemeinsam und nicht in Konkurrenz um bessere Zinsen oder Märkte. Es bringt nichts, wenn die stärkeren Nationen in der EU alles gut überstehen, die schwächeren aber straucheln.
Die Chancen stehen…
… gut, weil die Pandemie ein gemeinsames Vorgehen nahelegt und weil Ökonom*innen unterschiedlicher Schulen mittlerweile gemeinsame Strategien gegenüber den Finanzmärkten fordern. Die Schwierigkeiten werden sich erst dann zeigen, wenn die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise vollends bekannt sind. Denn sobald Solidarität etwas kostet, gehen die Debatten los, wer dafür aufkommen soll.

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