Category Archives: JBZ Zukunftsbuch

ZB 50 | Wolfgang Kessler: Anders wirtschaften. Fünf konkrete Vorschläge. 22.7.

„Die weltwirtschaftliche Dynamik des vergangenen Vierteljahrhunderts hat zwei Milliarden Menschen ein besseres Leben beschert“, so Wolfgang Kessler in seiner Streitschrift „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern“. Doch diese Bilanz sei zwiespältig. Denn zugleich leben 800 Millionen Menschen in extremer Armut, der Hunger ist keineswegs überwunden, die ökologische Zerstörung und die Plünderung des Planeten schreiten voran.

Wir präsentieren das Buch mit dem Autor in Kooperation mit der Leserinitiative des Publik-Forums und SÜDWIND Salzburg in unserer Reihe JBZ-Zukunftsbuch. Der langjährige Chefredakteur von Publik-Forum ist am Montag, den 22. Juli 2019 in der Robert-Jungk-Bibliothek (Strubergasse 18, 5020 Salzburg) zu Gast. Einführung zum Buch: Mag. Hans Holzinger, JBZ, Freier Einritt.
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Marianne Gronemeyer über die Grenze als Paradox der Moderne

Tipp: Interview von Josef Bruckmoser in den Salzburger Nachrichten

Die Grenze als Hüterin der Verschiedenheit sei eine sinnvolle Schranke gegen eine imperialistische Welteinheitsunkultur und Gleichmacherei, so Marianne Gronemeyer bei der Vorstellung ihres Buchs „Die Grenze. Was uns verbindet, in dem es uns trennt“ in der 48. Ausgabe von JBZ-Zukunftsbuch. Die Grenze verstanden in diesem Sinne sei auf Komplementarität, Dialog und gegenseitige Anerkennung angewiesen. Grenze im Sinne von Abgrenzen bewirke das Gegenteil: „Wer sich abgrenzt, sperrt sich selber ein.“

Gronemeyers Buch enthält sieben Essays, die das Thema Grenze aus unterschiedlicher Perspektive behandeln. Es geht um Behausung, Gastfreundschaft und Schwellenbewusstsein, um die Fragwürdigkeit von Grenzwerten und die Manie, alles berechnen zu wollen, um die Festlegung von Obergrenzen des vermeintlich Zumutbaren im Kontext von Flüchtlingen sowie um die Grenzen des Wachstums.

Die Angst vor Flüchtlingen rühre nicht von deren Fremdheit her, sondern vielmehr daher, dass diese dasselbe wollen wie wir, nämlich materiellen Wohlstand, den wir so bedroht sehen, so Gronemeyer. Die Grenzen des Wachstums seien zwar bekannt, würden aber nirgends befolgt, da unser Wirtschaftssystem auf Wachstum angelegt sei. So kämen wir in die widersprüchliche Lage, konsumieren zu müssen um die Wirtschaft in Gang zu halten, zugleich sollten wir aber das Klima schützen.

Marianne Gronemeyer insistierte auf dem Recht auf Anderssein, dem Recht auf „meine Art des Daseins“, auf Achtsamkeit und wirkliche Begegnung. Die „erzählte Welt“ sei in diesem Sinne der „gezählten Welt“ vorzuziehen. Gronemeyers Buch „Die Grenze“ und weitere Bücher der Autorin, etwa „Das Leben als letzte Gelegenheit“ oder „Genug ist genug“, sind in Buchhandlungen erhältlich. Wirklich lesenswert!

Der Vortrag wird demnächst als Audiodatei zum Nachhören online gestellt. In den Salzburger Nachrichten erscheint ein Interview mit Marianne Gronemeyer, geführt von Josef Bruckmoser. Ausschnitte aus dem Film „Preis der Freiheit“ können online angesehen werden.

Bericht und Einführung: Hans Holzinger, Foto: Reinhard Geiger

ZB 49 | Faktencheck Migration. Buchpräsentation | 3.7.2019

Die Publikation „Migration und Integration. Fakten oder Mythen?“ will zu einem sachlichen Diskurs anregen. Wir präsentieren das Buch gemeinsam mit der Universität Salzburg im Rahmen von DIALOG 2019 des Landes Salzburg mit Herausgeber Univ. Prof. Max Haller von der Universität Graz und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien sowie den Co-AutorInnen Univ. Prof. Johann Bacher von der Kepler-Universität Linz sowie Vizerektorin Univ. Prof. Sylvia Hahn und a.o. Univ. Prof. Wolfgang Aschauer von der Universität Salzburg.

Mi. 3. Juli 2019, 19 Uhr | Robert-Jungk-Bibliothek, Struberg.18 | 5020 Sbg.
Um Anmeldung wird gebeten

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