Kooperation | Gaisberg 1287 Klimaschutz-Challenge 29.6.- 6.7.2021

Der Gaisberg ist ein beliebter Aussichtspunkt und noch dazu mit den vielen Wanderwegen und Informationstafeln ein beliebter Gesundheits- und ein Wissensberg. Willi Schwarzenbacher, Arzt für Allgemein- und Arbeitsmedizin, Bauer und Streuwiesenpfleger des Gaisbergs alias „Klimaretterritter Martin Mux“ startete gemeinsam mit Schüler*innen der Privaten Mittelschule Goldenstein Elsbethen ein besonderes Klimaschutzprojekt. Die Frage lautet: Schaffen wir es 1287 Personen (entspricht der Höhe des Gaisbergs) zu gewinnen, die sich im Laufe des Schuljahres 2021/2022  mit dem Thema Klimaschutz und nachhaltige Kreislaufwirtschaft näher auseinander setzen und an der Gaisberg-Aktion mitwirken. Im Sinne globaler Solidarität werden Projekte in Äthiopien und Uganda unterstützt. Die 1a der NMS Goldenstein hat sich ein halbes Jahr lang mit Klimaschutz beschäftigt [Ergebnisse] und startet die Aktion am 29.6. mit ihrer Gaisbergwanderung. In der letzten Schulwoche empfängt Willi Schwarzenbacher gerne weitere Schulklassen am Gaisberg. Wichtig: Die Gaisbergwanderungen finden in Eigenverantwortung der Schulen statt. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung [Bei Interesse bitte melden bei: willi.schwarzenbacher@gmail.com]. Klimabündnis Salzburg, Südwind Salzburg und die JBZ unterstützen die von von culture connected geförderte Aktion.

Klimaprojekt der PMS Goldenstein

Rahmenprojekt: In einem Unterrichtsprojekt hat sich die Klasse 1a der PMS Goldenstein in Elsbethen ein halbes Jahr lang mit dem Thema Klima- und Umweltschutz beschäftigt. Hier findet ihr einige der Ergebnisse. In einem Workshop mit Willi Schwarzenbacher haben sie die Klimaschutz-Challenge besprochen. In einem weiteren Workshop mit Südwind Salzburg werden sie sich noch mit dem Problem des Lebensmittelabfalls beschäftigen. Als Höhepunkt findet der Ausflug der Schüler und Schülerinnen mit dem Lehrerinnen-Team aus Anita Schwaighofer, Daniela Kurzbauer, Vera Duft und Petra Fürst auf den Gaisberg am 29. Juni statt. Gefördert wird die Aktion Gaisberg 1287 Klimaschutz-Challenge von culture connected, einer Initiative für die Kooperation von Schulen und Kultureinrichtungen. Projekteinreicher war die JBZ.

Einladung an Schulen: Die Schüler und Schülerinnen der PMS Goldenstein freuen sich, wenn sich viele weitere Schulen der Klimaschutz-Challenge anschließen. Das Klimabündnis lädt dazu ein, Klimabündnis-Schule zu werden und unterstützt dabei gerne mit persönlicher Beratung und umfangreichen Materialien. Südwind Salzburg bietet Workshops zu Klimagerechtigkeit an. Zudem können spannende Vorträge gebucht werden. Die JBZ hat Unterlagen mit Vorschlägen für Klimaschutzmaßnahmen sowie ein Mitmachtool für „Selbstverpflichtungen“ erstellt, über welches Schulen über ihre Aktivitäten berichten können. Zudem kann ein JBZ-Vortrag zu „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer dazu was beitragen muss“ gebucht werden. Im Sinne gelebter internationaler Solidarität werden im Rahmen der Klimaschutz Challenge zudem ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie das Projekt Kindern eine Chance in Uganda unterstützt. Über Benefizaktionen von mitwirkenden Schulen können Spenden für die beiden Projekte gesammelt werden.

Willi Schwarzenbacher, Initiator der Aktion: „Vieles in der heutigen Zeit folgt dem Prinzip einer Förderband- Wirtschaft. Wir holen die Ressourcen aus dem Boden, verbrennen diese zur Energiegewinnung  und verwenden die Atmosphäre als Müllhalde für CO2. So belaufen sich die CO2 Emissionen im Land Salzburg auf 3,7 Millionen Tonnen jährlich.  Aber auch in der Tierhaltung gibt es noch viel Verbesserungspotential. Zum Beispiel werden jährlich rund 4000 Kälber aus Salzburg nach Spanien transportiert, weil die Aufzucht bei uns zu teuer ist. Genau diese und weitere Problemstellungen wollen wir aufzeigen und gleichzeitig nach Lösungen suchen. Das Ziel ist Wohlstand für alle im Rahmen der planetaren Grenzen – oder einfach gesagt – klima- und tiergerechte Kreislaufwirtschaft. Um das zu erreichen, sind Forderungen an die Landesregierung allein zu wenig. Wir möchten vielmehr einen Zukunftsdialog mit allen Beteiligten einleiten, damit tragfähige Lösungen entstehen. Aus diesem Grund richten sich unsere Einladungen an alle Schulen, Betriebe und Institutionen, für sich und in ihrem Wirkungsbereich aktiv zu werden oder den Weg noch beherzter anzugehen. Wir glauben, die besten Gedanken entstehen im Gehen und wenn wir es schaffen würden, rund um den Gaisberg 1287 Personen (angelehnt an die Höhe) zu gewinnen, die mitmachen, dann wäre das ein wunderschönes Zeichen.“

Hans Holzinger, Robert-Jungk-Bibliothek: „Wenn wir die Klimakrise und die international vereinbarten Klimaziele ernst nehmen, erfordert dies eine Transformation der Größe, die mindestens jenem des Übergangs von der Handwerker- und Bauerngesellschaft zur Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert entspricht. Notwendig sind Veränderungen in allen Bereichen. Wir brauchen eine Energie-, Mobilitäts-, Ernährungs-, Produktions- und Konsumwende. Wie diese aussehen werden, darüber müssen wir uns gemeinsam und möglichst rasch verständigen. Neuansätze gibt es mittlerweile genug. Die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen. Doch alle müssen mittun: Die Unternehmen, die Gemeinden und Städte, die Energiewirtschaft, das Ernährungssystem und wir als Bürger und Bürgerinnen. Mit dieser Aktion wollen wir einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten.“

Sonja Schachner-Hecht, Südwind Salzburg: Die Klimakrise erfordert Engagement auf unterschiedlichen Ebenen: Auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und auch individueller Ebene. Beispiele guter Praxis gibt es in einer Vielzahl – lokal aber auch international. Das Projekt Gaisberg setzt gemeinsam mit den Schüler*innen auf einen ganzheitlichen Bildungszugang – inhaltliche und kreative Auseinandersetzung, konkrete Beispiele z.B. landwirtschaftlicher Praxis sowie körperliche Aktivität. Verbunden mit dem sozialen Erlebnis, das Exkursionen und Sonderprojekte für die Jugendlichen bieten ist dieses Projekt –  gerade auch jetzt – ein besonderes Highlight.“

Das Ziel: Alle Mitwirkenden überlegen, wie sie selbst Treibhausgase einsparen können. In Briefen an die (Salzburger) Politik kann eine wirksame Klimapolitik eingefordert werden. Klimaschutz, der Einsatz für globale Gerechtigkeit, aber auch für das Wohl von Tieren können nur gemeinsam angegangen werden. Hier findet ihr einige Ideen für die Einsparung von CO2*, für mehr Tierrechte sowie für Vorschläge an die Politik. Ihr habt sicher noch weitere Ideen.

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