„Eine Erde für uns alle!“ | 300 Schüler und Schülerinnen der PMS Goldenstein in Elsbethen setzen Zeichen für Umwelt-, Tier- und Klimaschutz

„Eine Erde für uns alle!“ Unter diesem Motto demonstrierten 300 Schülerinnen und Schüler der Privaten Mittelschule Goldenstein/Elsbethen am 29. Juni  am Gaisberg für einen achtsamen Umgang mit der Natur, den Respekt vor allen Lebewesen und für den Schutz des Klimas. Mit einem geformten Herz setzten sie ein Zeichen für ihre Herzenswünsche an die Politik und an alle Erwachsenen, sich für die Umwelt, das Klima und für artgerechte Tierhaltung einzusetzen. Die 1a der NMS hat ein halbes Jahr lang zum Thema gearbeitet und im Rahmen der Aktion den Mitschülern und MItschülerinnen ihre Botschaften vermittelt. Begleitet wurden sie von dem engagierten Lehrerinnenteam um Anita Schwaighofer, Vera Duft,  Petra Fürst und Daniela Kurzbauer, dem Arzt und Betreuer der Gaisberg-Streuwiesen Willi Schwarzenbacher alias Klimaretterritter Martin Mux sowie Sonja Schachner von Südwind Salzburg und Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen. Für das Schuljahr 2021/2022 rufen die Initiatoren Salzburger Schulen dazu auf, sich der Aktion anzuschließen. Anfragen: Willi Schwarzenbacher, Sonja Schachner, Hans Holzinger

Hintergrund:

Würden alle so leben wie wir in Salzburg, bräuchten wir drei Erden. Der ökologische Fußabdruck von Salzburg ist enorm. Wir pusten jährlich 3,7 Millionen Tonnen CO2 in die Luft und dabei sind die Emissionen, die jeder und jede durch den Konsum von importierten Produkten verursacht, gar nicht mitgerechnet – z.B. der Urwald, der gerodet wird, um Soja anzubauen, das wir für die Tiermast importieren oder der Kohlestrom, der in den von uns importierten Produkten steckt. Diese Treibhausgase bringen Gletscher zum Schmelzen und verursachen so eine sich selbstverstärkende Erderwärmung mit ungeahnten Folgen.

Am Dienstag, 29. Juni 2021, startete die erste von mehreren geplanten Gaisberg-Wanderungen. Die PMS Goldenstein setzte damit den Beginn zur Gaisberg 1287 Klimaschutz-Challenge unter dem Titel „Eine Erde für uns alle“. Wir glauben, es braucht in erster Linie Rücksichtnahme auf die Natur und auf künftige Generationen sowie eine große Portion Kreativität, um die Regierungen zu tatsächlichem Klimaschutz auch im Sinne der Klimagerechtigkeit zu bewegen. Unser Schwerpunkt liegt vor allem auf dem Wirkungsbereich von Salzburg. Daher wurden die 300 Schüler/innen der Schule Goldenstein von der Sagenfigur des Klimaretterritters Martin Mux (alias Willi Schwarzenbacher) begleitet. Wir stellten die „work in progress“-Ausstellung der 1a Goldenstein vor und bilden am Gaisberg gemeinsam ein großes Herz im Sinne der Herzenswünsche der Schüler/innen für „Eine Erde für uns alle“ mit Blick auf Salzburg.

Die Gaisberg 1287 Klimaschutz-Challenge ist eine Kooperation der privaten Mittelschule Goldenstein und des Arztes und Streuwiesenpflegers des Gaisbergs Willi Schwarzenbacher mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) und Südwind Salzburg. Die Startveranstaltung wurde im Rahmen des Projekts „culture connected“, einer Initiative für die Kooperation von Schulen und Kultureinrichtungen, organisiert. Projekteinreicher war die JBZ.

Wir suchen für Herbst weitere Schulklassen, die an der Gaisberg Klimaschutz-Challenge teilnehmen möchten.  Der Bogen möglicher Aktivitäten spannt sich von einem Workshop „Klassenzimmer im Wald“ mit Willi Schwarzenbacher und Workshops von Südwind, Klimabündnis oder der JBZ über Gaisberg-Wanderungen bis hin Anfragen an die Landesregierung  bezüglich Klimaschutz. Zudem sollen Partnerprojekte in Uganda (Kindern eine Chance) und Äthiopien (Wiederaufforstungsprojekte von Menschen für Menschen) unterstützt werden. Projektdauer bis Juli 2022. Mehr siehe hier.

Links:

· Projektbeschreibung „Gaisberg Klimaschutz-Challenge“ inkl. Stimmen zum Projekt  
· „Eine Erde für uns alle“ Projektergebnisse der 1a der PMS Goldenstein
· Projektseite der Privaten Mittelschule Goldenstein
· Vorschläge für Klimamaßnahmen & Mitmachtool
· Förderdereinreichung für Schulprojekte 

Stimmen von Schülerinnen und Schülern:
Ich kann etwas tun! Ich kann etwas bewirken! Ich kann etwas verändern! Du auch?!“
„Jetzt beginnen! Jetzt handeln! Jetzt helfen1“
„Achtet auf eure Poduktwahl! Kleiner Einkauf – großer Unterschied!“
„Lokal und regional – IHR habt die Wahl!“ „Unterstützt unsere regionalen Bauern!“
„Reduzieren – wiederverwenden – wiederverwrten!“
„Shop smarter – shop localyy and seasonally!“
„Umweltschutz statt Kohlenscmutz“!
„Save the future“ „Wir müssen jetzt handeln!“
„Sei liebe voll zu allem was lebt“
Fotos der SchülerInnen mit den Slogans siehe hier

Stimmen der OrganisatorInnen:

Willi Schwarzenbacher, Initiator der Aktion: „Vieles in der heutigen Zeit folgt dem Prinzip einer Förderband- Wirtschaft. Wir holen die Ressourcen aus dem Boden, verbrennen diese zur Energiegewinnung  und verwenden die Atmosphäre als Müllhalde für CO2. So belaufen sich die CO2 Emissionen im Land Salzburg auf 3,7 Millionen Tonnen jährlich.  Aber auch in der Tierhaltung gibt es noch viel Verbesserungspotential. Zum Beispiel werden jährlich rund 4000 Kälber aus Salzburg nach Spanien transportiert, weil die Aufzucht bei uns zu teuer ist. Genau diese und weitere Problemstellungen wollen wir aufzeigen und gleichzeitig nach Lösungen suchen. Das Ziel ist Wohlstand für alle im Rahmen der planetaren Grenzen – oder einfach gesagt – klima- und tiergerechte Kreislaufwirtschaft. Um das zu erreichen, sind Forderungen an die Landesregierung allein zu wenig. Wir möchten vielmehr einen Zukunftsdialog mit allen Beteiligten einleiten, damit tragfähige Lösungen entstehen. Aus diesem Grund richten sich unsere Einladungen an alle Schulen, Betriebe und Institutionen, für sich und in ihrem Wirkungsbereich aktiv zu werden oder den Weg noch beherzter anzugehen. Wir glauben, die besten Gedanken entstehen im Gehen und wenn wir es schaffen würden, rund um den Gaisberg 1287 Personen (angelehnt an die Höhe) zu gewinnen, die mitmachen, dann wäre das ein wunderschönes Zeichen.“

Hans Holzinger, Robert-Jungk-Bibliothek: „Wenn wir die Klimakrise und die international vereinbarten Klimaziele ernst nehmen, erfordert dies eine Transformation der Größe, die mindestens jenem des Übergangs von der Handwerker- und Bauerngesellschaft zur Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert entspricht. Notwendig sind Veränderungen in allen Bereichen. Wir brauchen eine Energie-, Mobilitäts-, Ernährungs-, Produktions- und Konsumwende. Wie diese aussehen werden, darüber müssen wir uns gemeinsam und möglichst rasch verständigen. Neuansätze gibt es mittlerweile genug. Die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen. Doch alle müssen mittun: Die Unternehmen, die Gemeinden und Städte, die Energiewirtschaft, das Ernährungssystem und wir als Bürger und Bürgerinnen. Mit dieser Aktion wollen wir einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten.“

Sonja Schachner-Hecht, Südwind Salzburg: „Die Klimakrise erfordert Engagement auf unterschiedlichen Ebenen: Auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und auch individueller Ebene. Beispiele guter Praxis gibt es in einer Vielzahl – lokal aber auch international. Das Projekt Gaisberg setzt gemeinsam mit den Schüler*innen auf einen ganzheitlichen Bildungszugang – inhaltliche und kreative Auseinandersetzung, konkrete Beispiele z.B. landwirtschaftlicher Praxis sowie körperliche Aktivität. Verbunden mit dem sozialen Erlebnis, das Exkursionen und Sonderprojekte für die Jugendlichen bieten ist dieses Projekt –  gerade auch jetzt – ein besonderes Highlight.“

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